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    Sonntag, 28. September 2014
    Blogging November - 1062

    Es ist ja immer gut, zu wissen, wie Dinge funktionieren. Wenn Sie wissen möchten, wie man einen Tisch am Oktoberfest reservieren kann, finden Sie die Erklärung bei der Kaltmamsell.

    Wenn sie ganz schnell etwas mehr Ordnung in der Küche haben möchten - im Vorratsschrank zum Beispiel, dann ist es eine gute Lösung, von angefangenen Tüten mit Reis, Nuden, Keksen, Toast etc. einfach das unnötige Plastik über dem Clip abzuschneiden. Sieht gleich viel ordentlicher aus. Allerdings müssen Sie aufpassen, dass das Ganze nicht etwas zwanghaft wird. Wenn Sie vor dem Schrank stehen und auf den Nägeln kauen weil, egal, wie Sie es anstellen, immer ein Gläschen mit Kräutern nicht in die Kiste mit den Gläschen mit Kräutern passt, sondern bei den "indischen Gewürzen" stehen muss, dann schließen Sie bitte umgehend den Schrank, tragen Nagellack auf und suchen sich ein Hobby. Ich zum Beispiel habe mich auf mein begonnenes Studium besonnen und mich auf den "Brückenkurs Mathematik" konzentriert, denn leider ist mir mein mathematisches Schulwissen nicht mehr so präsent, wie ich es gerne hätte. Falls Sie sich jetzt wundern, wie ich auf die Idee komme, mich mit Mathematik zu beschäftigen, wo ich doch noch nichtmals mit meinen nummerierten Überschriften richtig klar komme - Rechnen und Mathematik ist ja nicht dasselbe. Zahlen finde ich langweilig, Buchstaben finde ich gut. Das ist also alles gar kein Problem.

    Dann war ich noch mit Mademoiselle im Varieté, nämlich im Tigerpalast. Tiger kamen keine vor, aber sonst sehr viel Sehenswertes. Mademoiselle begeisterte sich besonders für die Akrobatikkünstler im weiteren Sinne (am Trapez, an Stangen, einfach so), hauptsächlich, um mir immer wieder flüsternd zu versichern, dass sie die jeweiligen Übungen auch - jedenfalls fast-beinahe - beherrsche. Tatsächlich habe auch ich viele Elemente wiedererkannt, die beim Kunstturnen vorkommen, aber gerade mit dem Wissen, wie viel Kraft und Übung die einzelnen Elemente erfordern, war die Darbietung für mich umso beeindruckender - gerade, weil sie ja auch noch mühelos erschien.

    Besonders faszinierend fand ich aber den Taschenspieler, der Personen im Saal und auf der Bühne mehrmals hintereinander und ohne, dass sie es bemerkten, die Uhr auszog, obwohl er sie vorher eindringlich bat, genau diese festzuhalten, ebenso einem Herrn unbemerkt die Krawatte abnahm und einem anderen - gleich zweimal - die Brille, was man ja nun wirklich kaum für möglich halten sollte. Der Taschenspieler war mir vorher schon im Saal aufgefallen, er ging dort herum und ich wuste nicht, welche Funktion er hatte - im Nachhinein überlege ich, ob er sich möglicherweise einen Überblick über das Publikum und mögliche leichte Opfer verschaffte. Die Opfer waren übrigens ausschließlich Herren. Vielleicht, weil sie tendenziell mehr in Ihren Taschen (Hose/Jackett) mit sich herumtragen als die Damen? Oder wirkten die Damen argusäuiger? Lag es vielleicht an dem notwendigerweise recht engen Körperkontakt? Oder war es einfach Zufall? Das hätte mich interessiert, aber es gab leider keine Möglichkeit, es herauszufinden. Falls Sie ein Taschenspieler sind oder einen kennen, geben Sie bitte Bescheid!


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    Heute aussortiert: ein Kinderstrumpfhose und ein paar kaputte Sockenpaare.

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