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    Dienstag, 15. Januar 2019

    Der Kater brachte vorhin einen dieser Stinkkäfer, die im Sommer/Herbst plötzlich überall waren, ins Wohnzimmer. Ich habe keine Ahnung, wo er den hergenommen hat, auf dem Balkon war er (der Kater) jedenfalls nicht.

    Kurz hatte ich das Gefühl, dass ganz sicher schon hinter der nächsten Tür eine Stinkkäferinvasion lauert, die Wände überzieht, ein milliardenfaches Krabbeln und Krauchen und dann, was dann?!

    War aber natürlich nicht so.

    Sonst keine Vorkommnisse.

    Montag, 14. Januar 2019

    Der Kater reckt und streckt sich auf dem Teppich, die Katze räkelt sich im Kratzbaum, es ist ganz furchtbar gemütlich hier gerade, so gemütlich, dass ich umgehend Schlafpuppenaugen bekomme.

    Sonntag, 13. Januar 2019

    Bestimmt habe ich es schon einmal gesagt, ich liebe Weihnachtsbäume und deshalb ist unserer auch immer ein bisschen größer als, vermute ich, der Durchnitt - jedenfalls wenn man vom Angebot des Weihnachtsbaumverkäufers ausgeht. Das ist alles kein Problem beim Transport in die Wohnung, die Deckenhöhe reicht aus und der Baum ist ja in einem Netz zu einer kleinen (langen) Rolle gebunden.

    Schwierig wird es hier, wenn der Baum wieder weg soll. Früher war es schwierig, weil ich nicht wusste, wie man ihn generell wieder loswird - heute steht das natürlich im Internet. Aber damals, so um 2000 herum, passiert es mir einmal, dass der Baum, oder das, was von ihm übrig war, noch im April bei mir wohnte, einfach weil ich nicht wusste, wohin damit.

    Diese Zeiten sind vorbei, das wann/wie klärt der Abfallkalender der Stadt. Schwierig ist es jetzt nur noch, den Baum aus der Wohnung zu transportieren. Bzw. das ist an sich nicht schwierig, aber man möchte möglichst wenig putzen müssen hinterher und der Baum muss erst durch einen etwas längeren Flur mit Bücherregalen an der einen und Garderoben an der anderen Seite und dann zwei Stockwerke hinunter und dann noch durch den Hof bis auf die Straße.

    Deshalb dachte ich ein paar Jahre lang, ich könnte den Baum einfach aus dem Fenster werfen. Bzw. das dachte ich exakt zwei Jahre lang, es war nämlich immerhin sofort klar, dass es zur Straße hinaus nicht geht, zu viele parkende Autos dort. Also blieb nur nach hinten über den Balkon, was die Putzarbeit in der Wohnung schon nicht einmal mehr verringerte (weil durch 2 Zimmer und Türen), aber doch das Treppenhausputzen ersparte. In Jahr 1 warf ich den Baum an der Ecke vom Balkon, an der nicht die Fahrräder im Hof stehen, aber es kam eine Windbö und trug den Baum auf mein Rad, zerschmetterte den Kindersitz darauf und zerdellte auch hinten einige Speichen. Also nicht Treppenhausputzen, aber neuen Kindersitz besorgen und den Fahrradmann aufsuchen. Nicht gut.

    Im nächsten Jahr war ich wachsamer, es stand sowieso im Winter nur mein Rad dort, andere hier im Haus fahren zu dieser Jahreszeit nicht, ich parkte das Rad also vorher um. Der Baum kam plangemäß im Hof auf, verlor dabei aber - unplangemäß - ALLE Nadeln auf einen Schlag. So dass ich zwar nicht das Treppenhaus putzen musste, aber den Hof fegen. Sehr, sehr lang.

    Dieses Jahr habe ich einen klugen Kalender zu Weihnachten bekommen (ok eher mittelklug bisher, in der Gesamtbetrachtung, und dieser Kalender gab den Tipp, man möge den Baum in einen alten Bettbezug hüllen und dann wegtragen. Einen alten Bezug hatte ich nicht, aber ein altes Spannlaken, und schauen Sie!



    Das hat ganz hervorragend funktioniert, so mache ich das jetzt immer.

    Samstag, 12. Januar 2019

    2019 schon was zum ersten Mal gemacht nämlich: eine Fortbildung abbrechen.

    Am Anfang dachte ich noch, gut, es fängt etwas langsam an, das wird schon noch. Und dann dachte ich nunja, das sind alles Gemeinplätze, aber das wird schon noch. Und dann dachte ich okay, von dem, was hier angekündigt wird, weiß ich den einen Teil schon und der andere ist nicht relevant und insgesamt ist die Darbietung höchst uninteressant und - für mich - auch ineffizient, weil - für mich - Videos einfach nicht gut funktionieren, sie sind mir entweder zu langsam (bei Sprache) oder zu schnell (bei Schaubildern) und insgesamt zu linear.

    Also dachte ich mir letztendlich: nein. Das waren jetzt 10 schlecht investierte Stunden, aber sie werden durch weitere 110 schlecht investierte Stunden nicht besser. Und habe mich wieder abgemeldet.

    Freitag, 11. Januar 2019

    Ich habe heute "mal schnell" Leergut weggebracht, darüber möchte ich nicht weiter sprechen, kurz gesagt ist es für uns alle besser, wenn es im Hause Novemberregen in Zukunft nur noch leitungswasserbasierte Getränke gibt.

    Neben diversen Kalamitäten begegnete mir beim Leergutwegbringen ein älterer Herr, der, während ich die Kisten zum dritten Mal in den Kofferraum wuchtete (eine längere Geschichte, die ich nicht erzählen möchte) ungefragt an den Flaschen herumzudrehen begann, was eine etwas schwierige Situation hervorbrachte, so dass ich mich - nachdem ich den Herrn knapp nicht extra überfahren hatte - über den Geisteszustand von flaschendeckelsammelnden Personen beklagte.

    Dabei lag ich aber falsch, die Plastikflaschendeckelsammelnden sind gar nicht komplett verrückt. Man kann nämlich tatsächlich Plastikflaschendeckel sammeln, bei Sammelstellen abgeben und tut damit ein gutes Werk, nämlich finanziert man damit Impfungen gegen Polio. Man muss ziemlich viele Flaschendeckel sammeln, um auf eine Impfung zu kommen (500 Stück), deshalb sollten möglichst viele Menschen mitmachen. Ich selbst natürlich nicht, ich kaufe ja ab sofort keine Flaschen mehr, mein Sammelzug ist abgefahren.

    Genauere Informationen dazu finden Sie hier und die Sammelstellen in Ihrer Nähe auch - wie gesagt, es ist wohl nicht die effizienteste Methode der Welt, aber sicher auch keine schädliche - jedenfalls nicht, wenn man mich nicht in so einem ungünstigen Moment erwischt.

    November seit 4680 Tagen

    Letzter Regen: 16. Januar 2019, 01:57 Uhr