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    Mittwoch, 17. April 2019

    Es ist alles eingekauft, was bis über die Osterfeiertage benötigt werden könnte und es ist alles aufgeschrieben, was an einzelnen Tagen erledigt oder bedacht werden muss/sollte. Ich muss gar nichts denken, ich muss nur machen. Allzu anstrengend kann es also nicht werden.

    Dienstag, 16. April 2019

    Der Gesangslehrer machte heute zwei Aufnahmen, eine am Anfang und eine am Ende der Stunde. Weil er sagte, er traue langsam seinen eigenen Ohren nicht mehr.

    Am Anfang klänge es immer sehr "naja" oder auch "ohje". Dann würde er nur kurz dies sagen und ich nicke und mache dies, dann sagt er das und ich nicke und mache das, so geht es 25 Minuten und danach klingt es, als sänge ein komplett anderer Mensch - und zwar einer, der echt ziemlich gut singt. Wobei er mir nur Dinge sagt, die ich eigentlich längst weiß, die ich ohne spezielle Aufforderung aber wohl nicht umsetzen kann, dafür nach Aufforderung dann sofort.

    Späteres Anhören der Aufnahmen ergab: die Ohren trügen ihn nicht.

    Wir machten viele Späße darüber, dass ich mich vielleicht für Lehrproben/Unterrichtsbewertungen zur Verfügung stellen sollte, dass man sich als Lehrer schon toll fühlt, wenn man innerhalb einer halben Stunde solche Effekte erzielt. Etwas frustrierend ist es aber auch, jedes Mal wieder von vorn anzufangen.

    Vermutlich würde es helfen, einfach mehr zu üben.

    (Diese Realität steht leider nicht zur Verfügung)

    Montag, 15. April 2019

    Ich kann mich nicht erinnern, dass ich je zuvor so dermaßen in jeder Hinsicht erledigt gewesen wäre. Sehr interessante Erfahrung. Fast schon entspannend: es geht halt nix, in keiner Richtung.

    Sonntag, 14. April 2019

    Nachdem ich mir vor dem Urlaub im Büro den Kopf komplett erschöpftgedacht hatte, fuhr ich am ersten Urlaubstag mit dem Chor zu einem Probenwochenende in einem ehemaligen Kloster. Und dachte mir vorher: ja, das wird ein guter, schöner, ruhiger Einstieg in den Urlaub. Ich kenne dort ja so gut wie niemanden und bin auch derzeit nicht in Stimmung, jemanden kennenzulernen, man wird viel singen und an regelmäßigen Mahlzeiten teilnehmen, ansonsten die Zeit im Zimmer verbringen, aus dem Fenster schauen, möglicherweise lesen, früh ungestört schlafen. Als maximale Aktivität imaginierte ich den Spaziergang im Klostergarten, natürlich allein!

    Irgendetwas packte mich dann aber unvermittelt gleich am ersten Nachmittag und es wurde mein Vorsatz, auf jeden Fall die Namen von ALLEN (40? 50? Personen) zu erlernen. Und natürlich kann man sich Namen viel besser merken, wenn man auch mit allen spricht. Was ich folglich tat und mich bei jeder der regelmäßigen Mahlzeiten (insgesamt 9) absichtlich mit anderen Leuten zusammensetze und aus irgendeinem Grund auch abends jedes Mal erst nach zwei Uhr im Bett war, weil ich bis dahin mit weiteren zuvor unbekannten Personen sprach.

    Jetzt bin ich nicht nur intellektuell sondern auch sozial und körperlich völlig erschöpft. Aber: ich habe ja noch weitere zwei Wochen Urlaub!

    Donnerstag, 11. April 2019

    Ich habe diese Woche zweimal den (mühsam erstellen) Wochenkochplan verloren.

    Beim ersten Mal hatte ich ihn getippt und offenbar nicht gespeichert - was an sich schon mysteriös ist, da, wo ich tippe, speichert sich nämlich normalerweise unmittelbar von selbst und zwar in der Cloud. Ich kann es mir nur so erklären, dass ich es von Programm A (vermutlich GoogelDocs) in Programm B (vermutlich gmail) cutpasten wollte und nach dem cut dann statt paste irgendwas anderes gemacht habe, Freitagabend.

    Aufgefallen ist es mir am Montag, als ich nämlich nicht wusste, was es zu Essen geben soll. Genervt machte ich auf dem Supermarktparkplatz einen neuen Plan - an den alten konnte ich mich nämlich auch überhaupt gar nicht mehr erinnern, außer dass ich schon am Samstag viele Möhren gekauft hatte und nicht mehr wusste, wofür. Den neuen Kochplan schrieb ich auf einen Zettel, den Zettel für die Telefonkonferenz, die ich wenig später (auch auf dem Parkplatz) hatte und bei der ich mich sehr ärgerte, so dass ich den Zettel zusammenknüllte und wegwarf.

    Dementsprechend gab es die letzten Tage einmal was, an das ich mich noch erinnern konnte, einmal irgendwie gar nix und einmal Essen vom Thai bis ich mich heute an die Karottensuppe erinnerte, die ich machen wollte, mit Ingwer, Kartoffeln und Erdnüssen, alles eingekauft. Schnell zubereitet, Herr N und M fanden sie super und aßen alles auf, mir hat sie nicht geschmeckt, für mich gab es Butterbrot.

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