• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
    Sonntag, 28. Mai 2017

    So sicher, wie ich immer Mitte Dezember über das Fotobuch schreibe, muss ich natürlich Ende Mai über die Steuererklärung schreiben. Heute ist es so weit.

    Die Steuererklärung, die mir jahrelang verhasst war, betrachte ich mittlerweile mit Amüsement. Denn seit bei mir alles mehr oder weniger Standard ist, dauern die vorbereitenden Arbeiten meist deutlich länger als die Steuererklärung selbst. Vorbereitend heißt: die Installation des Programms, das ja jedes Jahr ein Update erfährt.

    Irgendwas ist damit immer. Letztes Jahr wurde mein Produktcode nicht mehr erkannt. Vorletztes Jahr ging mein CD-Laufwerk nicht. Vorvorletztes Jahr war irgendwas nicht kompatibel. Dieses Jahr hingegen alles prima, bis es an das Laden der Daten vom Vorjahr ging - ich will ja nicht immer alles neu ausfüllen.

    Die Datei mit den Daten vom Vorjahr maile ich mir gewöhnlich an alle meine eigenen Mailaccounts, denn man weiß ja nie, ob man ein Jahr später noch denselben Computer nutzt. Ich maile mir mit dem Betreff Steuer Steuererklärung Steuerprogramm und allem, was mir noch so einfällt, damit ich es in der Suche auch schnell wiederfinde. Nur: dieses Jahr fand ich nix. In keinem Mailaccount. Völlig unvorstellbar, dass mein Vorjahres-Ich so unachtsam gewesen wäre! Aber man weiß natürlich nie.

    Immerhin ist das gegenwärtige Ich leicht schludrig wie immer und daher stand der alte Computer noch auseinandergenommen im Flur. Computer wieder aufbauen geht schneller als zig Daten eintragen, befand ich, also baute Herr N den alten Computer schnell wieder auf und ich ging auf die Suche nach der Datei. Die auf der Festplatte des alten Computers jedoch auch nicht war. Ich war ratlos, öffnete das Vorjahressteuerprogramm, es wollte dringlich immer mit der Cloud verbinden, wozu auch immer, das ging aber nicht, weil der alte Computer keine Netzverbindung mehr hatte. "Wozu willst du denn ständig in die Cloud, kleiner alter Computer?", sprach ich zu dem Gerät und es antwortet zwar nicht, oder jedenfalls nicht vernehmbar verbal, aber in meinem Kopf entstand der Gedanke "Datei in der Cloud".

    Alter Rechner wieder abgebaut, neuer wieder aufgebaut, mit Internet, in die Steuerprogramm-Cloud geschaut und da war die Datei. Damit hatte ich nun echt nicht gerechnet. Ich war 2016 offenbar progressiver gestimmt als 2017. Schnell schrieb ich mir eine Mail für 2018, Betreff "Steuerprogramm Steuer Steuererkärung Datei ist in der Cloud". Sowas passiert mir nicht nochmal.

    Ich importierte also die Datei aus der Cloud und wollte sie öffnen und sie wollte ein Passwort. Das kannte ich schon. Die Datei will immer ein Passwort, ich erinnere mich natürlich nie, welches Passwort ich vor einem Jahr mal gewählt haben könnte, das Passwort kann man nicht wiederherstellen sondern nur telefonisch beim Kundendienst zurücksetzen lassen, dieser ist Mo - Fr von 9 - 17 Uhr erreichbar und Sa von 9 - 13 Uhr, ich mache die Steuererklärung immer Sonntagsnachmittags oder in der Nacht, daher war ich irgendwann klug und habe mir gedacht, ich gebe bei Passwort einfach nichts ein. Daran konnte ich mich noch erinnern, an diesen Geistesblitz und das befriedigende Gefühl. Nach dem Passwort wird trotzdem gefragt, man erschreckt sich, ist verzweifelt, probiert herum, probiert es dann irgendwann ohne, es geht, man ist froh - das war mein Plan.

    Allein, er ging nicht auf. Das hatte ich offenbar in den letzten Jahren zu oft durchgespielt, das mit der Panik, so dass ich dann doch ein Passwort vergeben habe, nämlich eins, das mir im nächsten Jahr noch sehr einleuchten und natürlich erscheinen und daher sofort wieder einfallen würde. Nun. Der Mensch ist nicht gemacht dafür, Tätigkeiten nur einmal jährlich auszuführen. Mir fiel das Passwort nicht ein.

    Dann natürlich doch. Ich habe ja seit einigen Jahren eine Passwortroutine, die traf auch hier zu. Ich schrieb mir noch eine Mail für 2018 hinterher: "Steuer Steuererkärung Steuerprogramm Passwort ist logisch"

    Danach kam nur noch das Übliche: irgendwo fehlte eine dll, der Drucker wurde nicht erkannt und ich habe einige wichtige Belege vermutlich im Büro und muss die da morgen mal suchen.

    Die reine Dateineingabe wird erfahrungsgemäß etwa 20 Minuten dauern. Heute war ich aber schonmal rund 2 Stunden beschäftigt.

    Samstag, 27. Mai 2017

    Unter Schwitzen und Ächzen (und sehr viel Fluchen) dem Kind diverse Zugänge zu Spielen auf dem neuen großen Zockerrechner eingerichtet. Und mich durch die Fehlermeldungen mit fehlenden DLLs und zu alten oder auch mal zu neuen Komponenten von DirectX und so weiter gequält, nicht, dass ich davon Ahnung hätte, aber ich kann ja googeln.

    Jetzt geht gerade alles. Nur sehe ich jetzt schwarz für die Steuererklärung, denn man wird das Kind von diesem Computer in den nächsten Wochen wohl nur noch operativ entfernen können.

    Freitag, 26. Mai 2017
    Wichtige Durchsage:

    Wenn man zu wenige Blaubeeren für den Pfannkuchen hat, geht es mit Kirschen auch sehr gut!

    Donnerstag, 25. Mai 2017

    Es könnte auch sein, dass ich gar nicht Muskelkater habe und etwas Staub eingeatmet und daher Niesen muss und zu wenig getrunken habe und daher der Hals kratzt und ich zu wenig geschlafen habe und deshalb irgendwie erschöpft bin. Könnte schon auch sein, dass ich einfach erkältet bin.

    Ist aber ja auch egal.

    Mittwoch, 24. Mai 2017

    Noch was, das ich unglaublich anstrengend finde: Urlaub planen. Ich werde das dieses Jahr an Fachpersonal auslagern.

    November seit 4083 Tagen

    Letzter Regen: 29. Mai 2017, 09:10 Uhr