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    Montag, 5. Juli 2021
    05072021 - WmdedgT 7/2021

    Alles zu WmdedgT bei Frau Brüllen.

    Mein Tag glich heute einem Point&Click-Adventure.

    Ich wachte im Gästebett meiner Schwester auf. Das hatte seine Ordnung, hier war ich auch am Vorabend eingeschlafen, nachdem ich von zu Hause eine Tasche mit Übernachtungsmaterial, einen leeren Contigo-Kaffeebecher (voll von zu Hause mitgenommen, bei Ankunft leer) und einen Laptop sowie aus der Wohnung meiner Eltern zwei Krankenkassenkarten, einen Schlüssel und eine Tupperdose mit Bolognesesoße dorthin verbracht hatte. Die Bolognese wurde eingefroren.

    Nach dem Aufstehen kleidete ich mich unter Verwendung des Übernachtungsmaterials an und steckte alles, was übrig blieb (Pyjama, Kleidung vom Vortag) in eine Tüte. Diese ließ ich im Flur stehen. Ich nahm Schlüssel und Krankenkassenkarten, verließ die Wohnung, schloss die Tür ab und ging zur Hausärztin meiner Eltern. Dort ließ ich die Krankenkassenkarten einlesen und bekam 3 Überweisungen und 2 Rezepte. Mit den 2 Rezepten ging ich zur Apotheke und tauschte sie in 2 Medikamente um.

    Dann ging ich in die Wohnung meiner Eltern. Dort nahm ich eine Tasche mit zwei Masken, einer Flasche Wasser, eine Transportberechtigung und meine Mutter und zwei 5-Euro-Scheine, wir setzten die Masken auf und wir fuhren zu einer weiteren Arztpraxis. In dieser Arztpraxis ließ ich wieder zwei Krankenkassenkarten einlesen und gab zwei Überweisungen ab, während meine Mutter untersucht wurde, zeigte ich die Transportberechtigung vor und erhielt dafür einen Transportschein, diesen gab ich nach der Untersuchung dem Fahrer, der uns wieder zurückbrachte, genauso wie einen der 5-Euro-Scheine und den zweiten gab ich dem Beifahrer.

    Zurück in der Wohnung meiner Eltern setzten wir die Masken ab und warfen sie weg, ich steckte die Krankenkassenkarten in zwei Geldbörsen und die Transportberechtigung in einen Ordner, nahm von Papa N. einen Kuchen und einen 20-Euro-Schein entgegen und ging dann wieder in die Wohnung meiner Schwester, die ich mit dem Schlüssel aufschloss. Auf dem Esstisch stand der Kaffeebecher gefüllt mit heißem Kaffee. Ich nahm ihn und legte statt dessen die beiden Medikamente und die verbliebene Überweisung dort hin. Ich teilte den Kuchen in zwei ungefähr gleich große Teile und stellte den möglicherweise etwas kleineren Teil ebenfalls auf den Esstisch.

    Dann setzte ich mich an den Laptop und verfasste einen kurzen Übergabe-was-ist-wo-was-ist-zu-tun-Text und verschickte ihn.

    Dann nahm ich den Laptop, den verbleibenden möglicherweise etwas größeren Teil des Kuchens, den Kaffeebecher, das Übernachtungsmaterial und die Bolognese (aus dem Eisfach), schloss die Tür wieder ab und trug alles ins Auto.

    Ich fuhr 4 Stunden (bzw. 2 Stunden fuhr ich und 2 Stunden stand ich), währenddessen trank ich den Kaffee und das Wasser.

    Zu Hause angekommen erwärmte ich die Bolognese und wir aßen sie auf. Den leeren Kaffeebecher stellte ich in die Spülmaschine, das Übernachtungsmaterial räumte ich weg. Den 20-Euro-Schein gab ich Mademoiselle, dann nahm ich ihn ihr wieder weg, weil sie über mein Paypal-Konto ein Spiel kaufen wollte, dann gab ich ihn ihr wieder zurück, weil sie am Mittwoch einen Schulausflug macht, der 20 Euro kostet. Den Schlüssel liegt in der Kiste mit all den anderen Wohnungsschlüsseln anderer Leute (wir haben eine kleine Sammlung wegen Dingen wie Blumengießen, Kinder reinlassen, Zweitschlüssel-für-den-Vergessensfall etc.)

    Jetzt schreibe ich diesen Text am Laptop und esse dabei den Kuchen.

    Samstag, 3. Juli 2021
    03072021

    Die Tage werden wieder voller, das ist ganz wunderbar. Gemeinsam Frühstücken, Chorproben, Karaoke, Übernachtungsbesuche, Verabredung zum Grillen, Treffen auf einen Kaffee, nächste Woche Kino und am Wochenende Treffen mit einer Freundin, um das Theaterabo abzuschließen und jeden Tag bin ich mittags schon doppelt so viel herumgelaufen wie an einem gesamten Tag zu Hause.

    Das ist wunderbar. Mal sehen, wie lange es geht.

    Freitag, 2. Juli 2021
    02072021

    Irgenwann heute Nacht - wann es war konnte ich nicht gut herausfinden, warum wissen Sie gleich - wachte ich auf, es war noch ganz dunkel (also vor 5 Uhr) und mein linkes Auge ging nicht auf. Ich behalf mir also mit dem rechten Auge und wankte ins Bad, im (dunklen) spiegel sah es so aus, als sei das Auge vollständig in der Gesichthälfte verschwunden, also schaltete ich das Licht ein, war arg geblendet und konnte aus dem rechten Auge auch nichts mehr sehen, so mit ein bisschen blinzeln und tasten fand ich aber heraus, dass der Eindruck im dunklen Spiegel nicht wirklich getrogen hatte. Es dah ein bisschen so aus, als hätte ich mir eine hautfarbige Coronamaske über das Auge gezogen.

    Weh tat aber nichts, also wusch ich mir pro forma mal das Gesicht und legte mich dann wieder ins Bett, was soll man auch sonst tun um die (angenommene) Uhrzeit. Ich schlief sofort wieder ein.

    Als ich das nächste Mal vom Wecker erwachte, konnte ich beide Augen öffnen, es war links aber beschwerlich. Ich ging wieder zum Spiegel, das Auge war wieder da, das fand ich gut. Es war leicht gerötet, das schien nicht das Hauptproblem zu sein, Oberlied und Unterlied waren aber sehr dick und eigentlich alles bis zum Jochbein sah aus, als hätte man es ein bisschen aufgespritzt. Sehr mysteriös.

    Noch mysteriöse wurde es, als ich zu M ging, um ihr die Sache zu zeigen und sie sah an ihrem linken Auge ganz genauso aus. Sofort glaube ich natürlich an eine Seuche und schüttelte Herrn N. im Bett wach, um seine Augen ganz genau betrachten zu können. Sie waren aber normal und er konnte sie auch öffnen, sogar böse gucken konnte er damit. Es schien sich also um eine reine Frauenseuche zu handeln.

    Als der Kreislauf in Schwung kam, transportierte er aber sowohl bei mir als auch bei M das zusätzliche Material, dass er ums Auge geschoben hatte, wieder ab. M sah nach dem Duschen völlig normal aus (Jugend halt, regeneriert schneller), ich sah immerhin so normal aus, dass auf der Straße niemand zweimal hinguckte und man in Videokonferenzen auch nichts sah. Über den Tag wurde es immer besser, ab Nachmittags hatte ich vergessen, dass was mit dem Auge war und wunderte mich immer nur noch kurz, wenn mein Blick in einen Spiegel fiel, und jetzt, am Abend, sieht man eigentlich gar nichts mehr.

    Aber was es war, wüsste ich schon gerne!

    Mittwoch, 30. Juni 2021
    30062021 (nochmal)

    Heute hat das mit den Erledigungen nicht geklappt. Ich musste zu viel Nachdenken und bin auch noch nicht fertig damit.

    Dienstag, 29. Juni 2021
    30062021

    Das hat sehr gut geklappt mit den Erledigungen, zappzapp in 45 Minuten waren 12 Sachen erledigt und zwei gescheitert aber immerhin der Lösungsprozess eingeleitet. Die Liste ist jetzt deutlich kürzer - also nunja, halt um 12 Dinge kürzer.

    Morgen wieder.

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    Letzter Regen: 22. Juli 2021, 19:32 Uhr