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    Sonntag, 20. Januar 2019

    Wieder zwei Äpfel gegessen, ich liebe Wochenende, endlich kommt man mal zu was!

    Jonagold: Bisschen langweilig. Saftig aber viel zu weich und kaum Aroma. Eher süßlich. 3 Punkte.

    Topaz: Das ist mal ein Apfel. Knackig und schmeckt "speziell". Eher sauer als süß. Mit einer sehr eigenen Note, würde mir zutrauen, den aus anderen Äpfeln herauszuschmecken. Könnte aber etwas saftiger sein. 7 Punkte.

    Gut, dass ich das hier aufschreibe, ich wüsste jetzt schon nicht mehr, welche ich vorvorgestern gegessen habe.

    Samstag, 19. Januar 2019

    Heute haben wir gleich zwei Äpfel verkostet, es ist ja Wochenende, da kann man sich was gönnen.

    Einmal einen kleinen Apfel namens Fuji, angeblich der weltweit am häufigsten angepflanzte (oder geerntete?) Apfel, weil nur der in China gegessen wird. Oder so ähnlich.

    Der Fuji-Apfel war okay. Saftig, angenehm beim Kauen, aber unglaublich süß. So dass ich sehr froh war, ihn teilen zu können, denn nach einer Hälfte hatte ich genug. 5 von 10 Punkten für Fuji.

    Und dann gab es noch den Santana, auch "Allergiker-Apfel" genannt, weil viele Apfelallergiker ihn vertragen. Spoiler: davon haben die Allergiker nicht viel, der schmeckt nämlich nach nix. Also finde ich. Ist saftig aber irgendwie auch wässrig, das Aroma fehlt. Und er ist mir auch zu weich. 2 von 10 Punkten für Santana.


    Hm, sehr mysteriöserweise ist der Eintrag von heute, also zwischenzeitlich gestern jetzt weg. Hmhm.

    Was ich so ungefähr schrieb:

    Heute gab es keinen Apfel, ich möchte die Äpfel nämlich gemeinsam mit dem Kind verkosten, damit wir wissen, welcher Apfel uns am besten von allen schmeckt. Die M übernachtet aber heute woanders. Nunja, zum Glück sind Äpfel lagerfähig.

    Ansonsten möchte Anne Schüßler, dass ich aus dem "merkwürdigen Sätzen, bei denen man sich fragt, wie es dazu kommen konnte" eine Serie mache. Die Welt wäre vermutlich eine bessere, wenn mehr Menschen täten, was Anne Schüßler möchte, also gehe ich beherzt voran. Jeden Freitag bekommen Sie jetzt die (maximal 5) merkwürdigsten Bürosätze meiner Woche. Sie können sich sicher sein dass hinter jedem eine Geschichte steckt, die ich allerdings leider nicht aufschreiben kann. Erzählen aber schon, wenn Sie also besonders neugierig sind, können Sie mich zu einem Stück Kuchen oder einem Bier einladen, ha, ich wittere ein Geschäftsmodell für mich.

    Diese Woche habe ich die Sätze von Montag bis Mittwoch ja leider schon verraten, das wird mir nicht nochmal passieren. Hier also noch die übrigen, es ist ein ganz besonderes Bonbon dabei:

    Donnerstag:
    "Weiß eine/r von Euch etwas über eine große Menge Tiefkühlerdbeeren?"

    Freitag:
    "Von den vorgeschlagenen Varianten sollten wir unbedingt Nr. 2 nehmen, weil 1 und 3 ja komplett falsch sind."

    Wenn Sie heute Nacht nicht schlafen können, denken Sie sich gerne einfach eine Geschichte zu diesen Sätzen aus.

    Donnerstag, 17. Januar 2019

    Ich habe 9 Äpfel zum Testen bekommen um zu sehen, welcher mir am besten schmeckt. Also "bekommen" ist unklar ausgedrückt, ich habe sie natürlich gekauft, also bestellt, beim Gemüsemann, sie sind in einer Pappkiste und jeder Apfel hat ein kleines Label.

    Ich muss hier aufschreiben, wie die schmecken, weil ich sonst keine Chance habe, es je irgendwo wiederzufinden. Wo schreiben Leute ohne Blog eigentlich etwas auf, das sie immer wiederfinden können möchten? Vermutlich schicken sie sich Mails. Falls bloglesende nichtbloggende Personen anwesend sind, die es anders, ggf. cleverer handhaben, bitte Meldung. Falls cleverere bloggende Personen anwesend sind auch.

    Jedenfalls, Apfel Pinova. Hübsch und so mittelaromatisch, wenig Säure, angenehmes Fruchtfleisch (also: nicht mehlig aber auch nicht superhart), Schale unauffällig, sehr saftig. Lecker. Schwierig, bei einem ersten Apfel Punkte auf einer Skala zu vergeben, aber ich würde mal so grob auf 7-8/10 tippen.

    Mittwoch, 16. Januar 2019

    Seit ein paar Tagen erfasse ich nun minutiös (also 15-minutiös) meine Zeit im Büro und kann jetzt schon sagen: das war eine der beklopptesten Ideen, die ich seit langem hatte. Und zwar aus den folgenden guten Gründen:

    Grund 1:
    Ich bin ein höchst kompetitiver Mensch Teil 1. Wenn da Zeit genau erfasst wird, will ich MEHR. Das ist wie Edelsteine sammeln in einem Hausglas in Hogwarts. Ich will mehr Minuten. Folglich arbeite ich viel zu viel.

    Grund 2:
    Ich bin ein höchst kompetitiver Mensch Teil 2. Wenn da Zeit genau erfasst wird, will ich mit den einzelnen Aufgaben MÖGLICHST SCHNELL FERTIG SEIN. Ich beeile mich beim zu viel arbeiten also auch noch die ganze Zeit.

    Grund 3:
    Ich mache ungern unnötige Dinge. Wenn also der Timer läuft, habe ich keine Lust, in zwischendrin an- und abzuschalten. Ich mache also beim zu viel und zu schnell arbeiten keine Pausen.

    Grund 4:
    Das Ergebnis ist höchst deprimierend, ich mache nämlich den ganzen Tag überhaupt nichts, das ich vorzeigen könnte. Die allermeiste Zeit geht dafür drauf, die Lösung von Problemen einzuleiten, die andere verursacht haben. Die zweitmeiste Zeit geht dafür drauf, mir Jammern und Klagen anzuhören (manchmal auch Schimpfen, aber das ist immerhin unterhaltsam) und dann irgendwas Beschwichtigendes/Aufmunterndes/Hilfreiches zu sagen. Und die drittmeiste Zeit verbringe ich damit, Leuten Sachen zu sagen, die ich ihnen schonmal gesagt habe, sie an etwas zu erinnern oder ihnen etwas zurückzugeben, das unvollständig/fehlerhaft ist.

    Im bisherigen Durchschnitt kommen pro Tag 17 Personen in mein Büro, ich spreche 82 Minuten am Telefon und verschicke 59 Mails. Für letzteres habe ich immerhin eine tolle Lösung gefunden, die mir sehr viel Zeit spart, nämlich "Quick Parts". Die schon angesprochenen Wiederholungen/Erinnerungen habe ich weitestgehend automatisiert, so dass ich nur einmal klicken und den Empfänger eingeben muss. Da hab ich mich für einen Moment doch sehr clever gefühlt. Andererseits kann diesen Teil meiner Arbeit nun auch ein Roboter/Praktikant erledigen - naja, außer, dass der halt nicht weiß, wann welche Nachricht angezeigt ist.

    Aus Spaß habe ich mir jeden Tag noch den merkwürdigsten Satz notiert, den ich gesagt habe - merkwürdig im Sinne von "wie konnte eine Situation entstehen, in der es notwendig wurde, diesen Satz zu sagen". Diese Sätze waren:

    Donnerstag: "Wenn ich von einem Euro-Konto einen Euro-Betrag auf ein Euro-Konto überweise, brauche ich keinen Wechselkurs."

    (Freitag hatte ich Urlaub, daher kein Satz)

    Montag: "Das Türschloss ist Teil einer Schließanlage, deshalb können wir es nicht durch eins, das du noch zu Hause hast, austauschen."

    Dienstag: "Es gibt keinen wichtigen Grund, leere Tupperdosen in der Büroküche zu lagern."

    Mittwoch: "Für eine Zahlung von knapp 70.000 Euro brauche ich einen Beleg."

    Dienstag, 15. Januar 2019

    Der Kater brachte vorhin einen dieser Stinkkäfer, die im Sommer/Herbst plötzlich überall waren, ins Wohnzimmer. Ich habe keine Ahnung, wo er den hergenommen hat, auf dem Balkon war er (der Kater) jedenfalls nicht.

    Kurz hatte ich das Gefühl, dass ganz sicher schon hinter der nächsten Tür eine Stinkkäferinvasion lauert, die Wände überzieht, ein milliardenfaches Krabbeln und Krauchen und dann, was dann?!

    War aber natürlich nicht so.

    Sonst keine Vorkommnisse.

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    Letzter Regen: 21. Januar 2019, 00:11 Uhr