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    Freitag, 14. Dezember 2012
    Blogging November - 408

    Auf dem Heimweg weinende Mademoiselle, weil ein selbstgebastelter Wachsanhänger zerbrochen ist. Reparatur versprochen. Zu Hause rote Kerze zwecks Reparatur gesucht, Mademoiselle hat Hunger und wünscht sich Apfelpfannkuchen. Ei aus dem Kühlschrank geholt. Mademoiselle weint wegen Fußverletzung. Getröstet. Post geöffnet und große Aufregung, weil Mademoiselle beim Pokalspiel mit der Mannschaft einlaufen darf. Der Freund muss angerufen werden. Telefon und Nummer gesucht. Apfel gewaschen, Milch aus dem Kühlschrank genommen. Die Großeltern müssen angerufen werden. Sie wollen auch mich sprechen. Ich telefoniere und wundere mich, warum ein Ei in der Küche liegt, räume es wieder in den Kühlschrank. Mademoiselle weint, weil der reparierte Anhänger wieder zerbrochen ist, ich beende das Telefonat und entzünde Teelichter, um einen neuen Anhänger zu machen. Mademoiselle fragt, ob ich sie zu einem Weihnachtslied auf dem Klavier begleiten kann. Wir machen Weihnachtsmusik, die Katzen geraten in Panik. Ich erinnere mich an den Apfelpfannkuchen. Ich suche das Ei. Schlage Eiweiß auf. Schäle den Apfel. Das Büro ruft an, ich gehe nicht dran. Das Büro ruft auf dem anderen Telefon an, ich gehe nicht dran. Mademoiselle ruft, dass es Probleme mit dem Wachs gibt, ich sage, dass ich Pfannkuchen mache. Mademoiselle ruft, dass es leider vielleicht eine Riesensauerei gegeben hätte. Ich schaue nach, es ist nur eine mittlere Sauerei, wir beseitigen sie. Ich gehe in die Küche und wundere mich, wieso ich Eiweiß geschlagen habe, ich wollte doch gar keinen Kuchen backen. Ich beginne, einen Salat fürs Abendessen zu machen. Mademoiselle fragt nach dem Apfelpfannkuchen. Ich mache einen Pfannkuchen und finde den Apfel nicht mehr.

    Irgendwie gelingt es mir doch, innerhalb von drei Stunden sowohl einen Apfelpfannkuchen zu machen als auch einen Wachsanhänger zu formen. Und den verschwundenen Apel habe ich im Bücherregal gefunden.

    Vielleicht schlafe ich heute Nacht einfach einmal acht Stunden am Stück.




    Heute vor zig Jahren:
    Marco aus meiner Klasse sagt immer nur noch „Marius... Marius...". In Spanisch haben wir einen neuen Referendar, der Kuchen verspricht, für wenn wir bei der Lehrprobe gut mitmachen.

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