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    Samstag, 22. August 2015
    Blogging November - 1390

    Zwei Dinge habe ich aus dem Urlaub mitgebracht, von denen ich bis unterwegs nichts wusste.

    Zum einen etwas Gutes, nämlich die 200 Euro Kaution für das Ferienhaus. Diese waren eigentlich bei Ankunft dem Vermieter auszuhändigen, nur war unser Vermieter bei Ankunft nicht da, statt dessen sein Schwiegersohn und der hatte von all dem keine Ahnung, "I not know, no problemo, speak to Leonardo". Er gab uns nur den Schlüssel und erklärte die Mülltrennung ("you have to be clever!!"), Leonardo sollte Sonntag kommen.

    Vielleicht kam Leonardo am Sonntag, vielleicht auch nicht, wer weiß das schon, wir sahen ihn jedenfalls nicht am Sonntag, auch nicht am Montag und auch nicht am Dienstag. Aber jeden Tag dachten wir, Leonardo würde schon irgendwann auftauchen und sein Geld wollen, es wäre unangenehm, es dann bereits für Eis und Pizza ausgegeben zu haben, deshalb legte ich es ihn die Hülle mit den ganzen Reiseunterlagen.

    Dort blieb es, bis heute wollte Leonardo kein Geld, obwohl wir ihn durchaus irgendwann später in der Woche trafen und seine Frau auch. Und bei Packen gestern wollte ich die Reiseunterlagen ins Altpapier werfen. Altpapier, carta, war aber, wie wir dem mehrseitigen Müllplan entnahmen, schon mercoledi dran gewesen, Glas übrigens auch, aber das war einfach nicht mitgenommen worden, vielleicht hatten wir es falsch verpackt. Jedenfalls, carta war weg und es gab zwar ein neues sacchetto für carta, aber mercoledi war eben vorbei, alles höchst kompliziert - ich hatte es bereits im vorhergehenden Eintrag (so gut die Rechtschreibkorrektur es zuließ) erwähnt, dass wir Müll nach Deutschland würden importieren müssen wir waren nämlich nicht clever genug. Also eben auch carta. Die Reiseunterlagen. Und so fiel mir ungefähr 800 km entfernt ein, dass in diesen Reiseunterlagen ja noch 200 Euro liegen, und ich blieb tiefenentspannt.

    Zur Tiefenentspanung kann jedoch noch die andere Sache beigetragen haben, die ich mitgebracht habe, nämlich der Schnupfen des Jahrhunderts. Bzw. die Behandlung desselben. Ich habe so einen Schnupfen mit 30 Mal hintereinander niesen und Ganzkopfpochen, wenn man diesen nach unten hält und mit verstopften Ohren, da muss man Nasenpray verwenden und, nun ja, Nasenspray und ich haben (wie der langjährige Leser weiß) eine Geschichte. Ich habe auf der Rückfahrt heute zwischen 8 Uhr und 19 Uhr vermutlich die gesamten Nasenprayrationen verbraucht, derer ich mich in den letzten 20 Jahren, in denen ich "clean" war, enthalten habe.

    Was daraus wird, weiß ich jetzt natürlich noch nicht, aber vielleicht hat sich die Nase ja so weit erholt, dass alles kein Problem ist, der Schnupfen wird natürlich sowieso spätestens Mittwoch zum Karaoke verschwunden sein und die Nasenspraysucht möglicherweise gleich mit. Bestimmt. Jetzt ist jedenfalls gerade alles gut, Geld da, Schnupfen unter Kontrolle, Müll entsorgt. Darauf in jedes Nasenloch einen Spraystoß.

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    Letzter Regen: 01. März 2018, 21:41 Uhr