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    Dienstag, 1. September 2015
    Blogging November - 1399

    Ich habe heute ein bahnbrechende Entdeckung gemacht - wobei ich ziemlich sicher bin, dass ich sie schon mehrmals vorher gemacht, aber immer wieder vergessen habe, trotzdem möchte ich sie teilen. Dabei fällt mir auf, dass ich sie möglicherweise sogar auch schon hier aufgeschrieben habe, aber ich will mal ganz offen sein: es gibt Themen, die kommen immer wieder. Liebesromane haben letztendlich immer dieselbe Story, in der Bundesliga gibt es immer mehr oder weniger dieselben Begegnungen und mehr oder weniger dieselben Ergebnisse und auch über das Wetter reden wir jedes Jahr neu, mich selbst eingeschlossen, und ja, auch wenn ich mein selbst gesetztes Ziel, dieses Jahr dem Sommer gegenüber absolute Contenance zu wahren, auf den letzten Metern verfehlt habe, strebe ich für den Sommer 2017 ein "fail better" an. Insofern scheint es nicht verwerflich, nein sogar naheliegend wenn nicht gar schon verpflichtend, auch die bahnbrechenden Entdeckungen wenn auch nicht jährlich, so doch öfter als einmal anzusprechen.

    Es geht darum, dass ich heute irgendwas gemacht habe, was 15 Minuten dauert, was war es noch gleich? Achja, ich habe Wäsche vorbehandelt und das Zeug einweichen lassen. Ein kleiner Exkurs: ich neige dazu, gerade bei Flecken auf weißer Wäsche "Ohje!!" zu denken, das ist ganz und gar unnötig. Flecken gehen nämlich aus weißer Wäsche viel einfacher heraus, als aus bunter, weil man, klar, weiße Wäsche zur Not mit allem Möglichen behandeln kann, bunte aber eben nur mit Zeugs, das die Farben nicht ausbleicht. Sie vielleicht auch, daher: wir müssen bei Flecken auf weiter Wäsche nicht unnötig erschrecken. Ich behandelte heute Tomatensauce auf weißem T-Shirt vom Kind vor, es sollte 15 Minuten einwirken, dann in die Waschmaschine, ich stellte eine kleine Uhr, überlegte, was ich in den 15 Minuten mache (hinsetzen und wieder aufstehen ist immer so anstrengend) und entschied mich, die Wäsche vom Wäscheständer zusammenzulegen.

    Und hier die Erkenntnis: Wäsche vom Wäscheständer zusammenlegen dauert keine 15 Minuten sondern nichtmal 10. Es ist erstaunlich, wie oft ich den Wäscheständer sehe und genervt bin, weil das ja aaaaauuuuuuch noch gemacht werden muss, sicher verbringe ich mehr als nichtmal 10 Minuten in der Woche mit diesen Gedanken. Das will ich nicht mehr tun, lieber schnell zusammenlegen, keine 10 Minuten, viel effizienter.

    Dasselbe gilt übrigens auch für die Spülmaschine, nur noch besser: 3,5 Minuten. Das weiß ich noch von früher, als wir noch eine Mikrowelle hatten, irgendwas darin benötigte immer exakt 3,5 Minuten, ums Verrecken kann ich mich nicht mehr erinnern, was das gewesen ist, was ich überhaupt in der Mikrowelle erhitzt habe. Babynahrung nicht, mein Baby hat ja nie Babynahrung gegessen und nur kalte Sachen getrunken. Essen vielleicht, als ich abends gearbeitet habe, da habe ich mittags gekocht und Herrn N. eine Portion übrig gelassen, aber nun, die habe ich dann natürlich auch nicht 3,5 Minuten lang erwärmt, denn da war ich ja nicht da. Mysteriös. Kein Wunder, dass wir keine Mikrowelle mehr brauchen. Aber an die 3,5 Minuten erinnere ich mich genau, was soll man anfangen in 3,5 Minuten, hm. Die Mikrowelle stand auf der Spülmaschine, ich tat das Nahliegende und weiß daher sehr genau, wie schnell so ein Ding ausgeräumt ist, wenn man erst einmal anfängt.

    Wobei ich hinzufügen muss, das ist wichtig: man kann das Ausräumen bzw. Zusammenlegen auch mit dem Hinweis, dass es keine 3,5 bzw. 10 Minuten dauert, veranlassen. Nur, weil etwas schnell geht, muss man es nicht selbst tun.

    Und die Tomatensoße ist übrigens nicht rausgegangen. Funktioniert ja angeblich gut, wenn man Sachen mit Tomate oder Karotte drauf in die pralle Sonne legt. Ein einziges Mal kann ich Sommer brauchen, und dann ist er gerade vorbei!

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