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    Mittwoch, 19. März 2014
    Blogging November - 869

    In der S-Bahn, Vierersitz. Schräg gegenüber: Frau mit uninteressantem Buch. Direkt gegenüber: Mann mit sehr niedlichem, gesprächigen Kindergartenkind (geht mit ins Büro wegen Streik). Neben mir: Älterer Herr mit Aktentasche, liest Zeitung.

    In der Zeitung steht eine Tabelle, mit welchem Anbieter man am Wochenende günstig telefonieren kann. Ich bin verwirrt – sowas ist doch schon längst nicht mehr aktuell? Eine nähere Betrachtung ergibt, dass die Zeitung auch an den Ecken etwas vergilbt ist. Die übrigen Artikel handeln von einem Flugzeug (nicht MH370), Weiterbildungsmöglichkeiten und irgendwas mit Finanzanlagen. Beim Umblättern sehe ich endlich das Datum: Samstag, 20. Dezember 2003!

    Frau N: Eh – entschuldigen Sie… warum lesen Sie denn eine Zeitung von 2003?!

    Älterer Herr: Das sage ich Ihnen nicht.

    Frau N: Aber ich bin so neugierig!

    Älterer Herr: Das ist mir egal. Es geht Sie nichts an.


    Völlig angemessene Reaktion natürlich, aber: manno!

     
    Verdammt. Jetzt muss man da agentenmäßig tätig werden. Wer passt dann heute Nacht auf das Kind auf?

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    Ist doch völlig klar: Er hat die Zeitung bisher aus Zeitmangel nicht zuende gelesen.
     
    Das hätte er doch wohl sagen können!
     
    Nee, das wäre ihm peinlich gewesen. Oder er ist einfach ein unfreundlicher, unkommunikativer Zeitgenosse, der auch noch die unverfänglichsten Informationsstückchen eifersüchtig hütet.

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    Solche Tabellen mit günstigen Telefontarifen gibt es übrigens auch 2014 noch in Tageszeitungen.
     
    Tatäschlich? Nun gut, ich hatte vermutlich auch zum letzten Mal etwa 2003 eine Tageszeitung in der Hand.
     
    Historische Zeitungen sind gut für den Kreislauf: alte Nachrichten regen nicht mehr so auf...
     
    Gar kein Kreislauf ist aber auch nicht optimal (schnarch).

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    Ich erwähnte es bereits: der Eingang zur Unterwelt.
    Oder eben die Matrix.
    Hatte er einen langen, schwarzen Mantel an?
     
    Nein, er trug einen hellgrauen Anzug und ein weißes Hemd, dazu/darüber einen beigefarbenen Trenchcoat. Und er geht bestimmt sehr bald mal wieder zum Friseur.

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    Na prima, jetzt bin ich auch neugierig!
     
    Wir werden es nie erfahren.

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