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    Donnerstag, 16. Mai 2019

    Geweckt wurde ich heute von der kotzenden Katze - es klang so, als fände das Ereignis direkt auf meinem Kopfkissen statt, deshalb sprang ich auf. In Wirklichkeit saß das Tier auf dem Fußboden, aber weil ich nun schon einmal aufgestanden war, beließ ich es auch dabei.

    Es war halb 7 und viel Zeit, denn das Kind bleibt nochmal zu Hause, um den Fuß zu schonen (Mail der Klassenlehrerin am frühen Morgen besagt, dass sie diese Vorgehensweise unterstützt), und im Haushalt ist auch nichts Wesentliches zu erledigen, weil sowieso später die Putzfrau kommt. Ich trank barfuß und im Pyjama Tee auf dem Balkon (12 Grad und Nieselregen, mein Wetter halt) und begutachtete die Pflanzensituation: Gurke scheint einzugehen, Melone möglicherweise auch, warum ist mir unklar. Die Pflanzen sehen beinah vertrocknet aus aber das kann nicht sein, die Blätter sind teilweise angefressen. Aber der Chili, die dazwischen steht, geht es gut. Mysteriös.

    Ich fuhr wieder einmal auf einem anderen Weg ins Büro und nahm dementsprechend den Vordereingang, die Rezeptionistin war des Rapunzelturms war freudig überrascht, sie hatte schon gedacht, ich wäre "weg". Notiz: Vorder- und Hintereingang (Sicherheitsdienst, auch sehr wichtig!) gleichermaßen bespielen.

    Der Vormittag im Büro fiel mir immer noch sehr schwer, wie Waten durch Morast, sehr zäh, sehr mühsam, alles klebt. Zwischendrin fasste ich den Entschluss, dass ich jetzt doch einen zweiten Bildschirm möchte - mehr als ein Jahr habe ich das immer abgelehnt, Tisch zu voll und so weiter, aber plötzlich erschien es mir nicht nur sinnvoll, sondern auch ganz furchtbar dringend. Wenige Minuten später war er gebracht und installiert und jetzt ist alles gut. Ansonsten lief ich am Vormittag viel herum. Es macht mich fuchsig, wenn die Weitergabe von Informationen ganz unnötig verschleppt wird, so dass diejenigen, die damit weiterarbeiten müssen, in Zeitnot geraten. Das finde ich sehr unkollegial und daher statte ich in solchen Fällen den Verursachern gerne persönliche Besuche ab um zu besprechen, wie es zu der Verzögerung kommt. Leider habe ich dafür nicht immer Zeit, weshalb sich dann auch immer wieder einmal "Fehlhaltungen" einschleichen. Heute konnte ich mir die Zeit gut nehmen, während der neue Monitor eingerichtet wurde.

    Nach der Mittagspause war ich plötzlich topfit. Ohne jeden Grund. Das nutzte ich, um zunächst wieder "Kisten zu machen" (22 Aktenkartons in den Schredder) und danach alle Stockwerke zu begehen und eine Meckerliste anzufertigen. Ich habe mich heute also ganz besonders beliebt gemacht, könnte man sagen. Dann noch ein bisschen mit den zwei Bildschirmen gearbeitet - sehr praktisch, wirklich! - und schwupps war es viel später als geplant und ich fuhr schnell heim.

    Weil es schon nach 19 Uhr war, sollte es sofort Essen geben: Curry mit Resten der Woche. Durch den Rote-Bete-Rest bekam das Curry aber eine höchst unschöne Farbe, ich konnte mit Tomaten noch etwas korrigieren, aber letztendlich verdarb mir die Optik den Appetit. Herr N und M griffen mehrmals zu, ich aß Joghurt und Müsli. Ja, die mäkeligste Esserin hier im Haus bin ich - ich esse zwar generell so gut wie alle Lebensmittel, aber sie sollen ansprechend aussehen, ich lasse sogar Chips liegen, wenn sie zu klein sind und trinke lieber Leitungswasser als etwas aus einer von innen beschlagenen Flasche. Gerissene Brotscheiben jubele ich auch wem anders unter und Obst gibt es generell nur am Stück, denn wenn die Schnittkanten braun werden ist es ja sofort eklig.

    Jetzt Sofa. Die Katzen liegen - wie immer donnerstags - vom Besuch der Putzfrau erschöpft schon im Bett.

     
    Zwei Bildschirme
    wollte ich auch anfangs nicht. Jetzt finde ich sie sehr praktisch. Bildschirm 1 ist für das, was ich ununterbrochen brauche. Alles andere kommt auf Bildschirm zwei und wird nur bei Bedarf in den Vordergrund geklickt. Das schafft Ordnung.

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    Ich überlege des öfteren, ob ich wohl gern für Sie arbeiten würde. (Also abgesehen von meiner allgemeinen Unwilligkeit, überhaupt für einen anderen Chef als mich selbst zu arbeiten.)
     
    Und?
     
    Nun, ich wäre eher eine von denen, die auf Informationen von anderen warten, als eine von denen, die andere warten lässt. Daher wüsste ich Ihre Besuche bei den Verursachern zu schätzen (und auch, dass Sie wüssten, dass die Ursache nicht bei mir liegt).

    Die Sache mit der Meckerliste gefällt mir auch. Wenn's was zu meckern gäbe, wüsste ich, was abzustellen ist; wenn nicht, würde ich das als Bestätigung auffassen. Ich mag klare Ansagen.
     
    Interessant, danke!

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