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    Freitag, 23. September 2016
    Wien - bitte Tipps!

    Ende Oktober werden Mademoiselle und ich nach Wien reisen, einfach mal so, weil Ferien sind. Anreise Montag, Abreise Freitag, alles dazwischen ist offen.

    Was können wir denn dort mal Schönes machen? Wir laufen beide außerordentlich gerne herum, also durch Straßen, Stadtviertel, Parks.

    Tourikram ist auch völlig okay, wir sind ja Touristen. Hop-on-hop-off-Busfahrt ist also fest eingeplant, aber lohnt sich Schiffahrt oder gar Pferdekutsche? Gibt es irgenwas, das man keinesfalls verpassen sollte?

    Und wie ist es mit Essen? Schnitzel muss natürlich sein, Mehlspeisen auch und Ende Oktober wird oft Zeit für Kaffee oder heiße Schokolade sein - gibt es da eine Empfehlung oder mehrere?

    Irgendwas, das unbedingt zu vermeiden ist?

    Bitte her mit allen Tipps, dankeschön :-)

     
    Naschmarkt, Naschmarkt und im Idealfall: Flohmarkt am Naschmarkt (ist, glaub' ich, aber am Samstag)....
     
    Naschmarkt, ist vorgemerkt, vielen Dank!

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    Wenn das Fräulein
    Tochter morbide veranlagt ist: das Kriminalmuseum. Die haben auch ein gruseliges Café. Zu meiner Zeit war da auch eine äußerst gruselige Kellnerin, die Ähnlichkeit mit einem der Exponate hatte. Aber die ist jetzt wahrscheinlich schon in Rente. Außerdem würde ich die jüdischen Bäckereien in der Nähe des Augarten (Park) empfehlen, wegen der Beigele (aber wo genau die waren, kann ich mich nicht mehr erinnern, vielleicht einfach unauffällig den Damen mit den langen, formlosen Roben und den im Nacken gebundenen Kopftüchern nachlaufen?)
     
    Kriminalmuseum schaue ich mir mal an, hat bestimmt eine Website, danke für den Tipp. Es ist ja auch immer gut, Schön- und Schlechtwetteroptionen zu haben. Das mit den Beigele klingt auch sehr gut, da wir gern herumlaufen, werden wir die Bäckereien schon finden.

    Vielen Dank!
     
    Der Exmann, der damals einjährige Student und ich, wir verbrachten einmal knapp drei Monate im Wien und wohnten direkt am Augarten. Dazu möchte ich ergänzen, dass in einer Ecke des Augartens die Wiener Sängerknaben untergebracht sind, d.h., wenn ihr Glück habt, werdet ihr bei eurer Suche nach den Beigele von den Klänger einer Sängerknabenprobe begleitet. Wir konnten die jedenfalls öfter mal hören, je nachdem wie der Wind stand, meistens morgens.
    Ansonsten würde ich einen Besuch des Augartens eher bei trockenem Wetter empfehlen, das ist eher so ein Draußen-Park mit wenig Rückzugsmöglichkeiten.
    Wohingegen Schloss Schönbrunn bei jeder Wetterlage passt. Bei schönem Wetter kann man endlos draußen im Park rumspazieren und sich bei Regen den Sissi-Gemächern im Schloss zuwenden. Sehr entzückend ist übrigens das Schlosstheater Schönbrunn, ein kleines Rokokotheater, direkt vor dem Schloss auf der rechten Seite. Leider weiß ich nicht, ob man da außerhalb der Vorstellungen, die ausschließlich im Sommer stattfinden, einen Blick reinwerfen kann; solltet ihr aber eh vor Ort sein, wäre es auf jeden Fall einen Besuch wert.
    Dann finde ich ja, dass Wien und Musik unbedingt zusammengehören. An einem der Abende solltet ihr also ein Konzert einplanen. Entweder im Vorfeld gucken, was wo läuft oder spontan vor Ort entscheiden. Normalerweise ist das musikalische Angebot dort so groß, dass ich davon ausgehe, dass man auch kurzfristig noch gut Karten bekommt. Stil völlig egal, bei uns waren es damals Konzerte von Bobby McFerrin, Ray Charles und Gidon Kremer, die während der Spielzeitpause der Staatsoper im Sommer dort auftraten.
    Ansonsten fand ich Prater und Zentralfriedhof und Donauinsel und Heurigengegenden auch sehr toll, da ihr aber nur wenige Tage in Wien seid, müsst ihr natürlich irgendwie eine Auswahl treffen.
    Ach ja, und: Toiletten! Sowas braucht man als Touristin ja doch immer mal. Besucht im Innenstadtbereich auf jeden Fall die Jugendstiltoiletten am Graben!
     
    Ja, Wetter muss man auch beachten. Ich werde das alles noch nach Wettertauglichkeit sortieren und Listen erstellen und so weiter.

    Über den Tipp mit den Toiletten freu ich mich besonders, danke!

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    Die Hundertwasserhäuser gefallen vielleicht der Tochter. Dann mochte ich noch das Museum zum Film "Der dritte Mann" und die Schokobombe im Cafehaus Deml.
     
    Dankeschön! Hundertwasserhäuser kommen auf die Spaziergangsliste, "Der dritte Mann" kenne ich leider nicht, aber: Schokobombe! Schokobombe!

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    Lainzer Tiergarten (nicht zu verwechseln mit Schönbrunner Tiergarten, der eventuell auch) mit anschließendem Besuch eines Heurigen (eher etwas auswärts: Traiskirchen, Pfaffstaetten). Helenental ist wunderschön zum spazierengehen!
     
    Alles notiert, dankeschön. Heuriger weiß ich nicht, ich mag ja keinen Wein.
     
    Gibt aber grad frischen Most und Sturm. (Muß ja nicht Wein sein, nur weil Heuriger. Reicht dafür aber auch ein Stadtheuriger - 12 Apostelkeller tuts da sicherlich auch).
     
    Stimmt auch wieder. Danke!

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    Haus des Meeres
    Wenn Sie und Mademoiselle Meeresspinnen, Hammerhaie, Schnecken, Schlangen, Chamäleons und sowas mögen. Im Tropenbereich fliegen Vögel und Fledermäuse frei, Schildkröten und Äffchen sind auch frei unterwegs. Man kann Koi streicheln und die Hand in ein Becken von diesen Fußpflege-Knabberfischchen halten. Untergebracht ist das in einem ehemaligen Flakturm aus der NS-Zeit. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte. Ganz oben gibt es ein Café mit gigantischer Aussicht über die Stadt, aber essen Sie Ihre Sachertorte lieber unten nebenan im Café Ritter, dort gibt es noch echtes Kaffehausflair. Viel Spaß!
     
    Oh, kann man da evtl. auch Fischfußpflege machen? Das wollte ich ja immer schonmal. Und richtige Äffchen?

    Cafès sind notiert.

    Danke!
     
    Haha, wenn Sie sich neben all den anderen, die ums Becken herumstehen, auf die Kante des oben offenen Aquariums hochwuchten und dabei auch noch die Socken ausziehen, klappt das vielleicht mit der Fußpflege. Sonst eher Maniküre. Die Äffchen sind echt, beeindruckender finde ich persönlich aber die Fledermäuse. In der Dämmerung ist ordentlich Action im Haus.

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    als wienerin: schifffahrt nein, pferdekutsche nein. prater ist schön, zentralfriedhof, wenn man gerne auf friedhöfen spaziert, heuriger geht auch schon am nachmittag und die alten kaffeehäuser in der innenstadt sind alle ok. viel spaß.
     
    Mal raus
    Wenn es mal raus aus der Stadt gehen soll empfehle ich den stadtwanderweg 1 zwischen den Weinreben am kahlenberg mit fantastischem wienblick. Die angegebenen wanderzeiten sind eher großzügig bemessen. https://www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/wege/wanderweg1.html
     
    @waldviertelleben Ok, kein Schiff und keine Kutsche. Prater hat auch das Riesenrad, oder? Mal schauen, ob das zu der Jahreszeit noch geöffnet hat. Kaffeehäuser sind natürlich essentiell.

    @katharinakohl weiß nicht, ob die paar Tage für eine richtige Wanderung genug Zeit lassen, aber verlockend klingt es.

    Danke Ihnen beiden.

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    Wenn Erich Kästner Fans: Café im Hotel Imperial? Sachertorte im Sacher?

    Echt schön: Schönbrunn mit Park, auch und gerade im etwas melancholischen Herbst, dann auch oben in der Gloria einen Kaffee/Kuchen zu sich nehmen

    Essenstipp (aber nicht preiswert, dafür Ausblick sensationell): Do&Co mit Blick auf den Stefansdom

    Eines der alten Cafés kurz vor der Hofburg (Deimel etc.) - allein wegen des Charmes.

    Die Ecke hinten am Schwarzenbergpalais mit Bellevue, wenig touristisch.

    Fiaker: Teuer und Trostlos

    Und - für mich als Kulturfreak das absolut tollste - ins Museum, zwei Stunden linke Seite anschauen, dann mittendrin im Café neue Kraft tanken (direkt unter der Jugendstilkuppel, leer und leise, da nur den Museumsbesuchern vorenthalten), dann rechte Seite. Unsere Kinder fanden die National Gallery in London auf diese Weise durchaus eine Erfahrung...
     
    Es klingt so, als sollte man die Bereitschaft mitbringen, sehr viel Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Das tun wir in jedem Fall!

    Welches Museum meinen Sie denn mit der Jugendstilkuppel?

    Vielen Dank!
     
    das da hier, die secession, quasi kurz vor beginn des naschmarktes: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Secessionsgeb%C3%A4ude

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    Donauinsel. ;-)
     
    schönbrunn: park, schloss, palmenhaus, tiergarten - die pandazwillinge können sie sich aber auch hier anschauen: https://www.zoovienna.at/news/einblicke-die-panda-wurfbox/, die haben noch die augen zu und sind auch im zoo nur per video zu sehen.
    haus des meeres: http://www.haus-des-meeres.at/.
    museen: kunsthistorisches: https://www.khm.at/, naturhistorisches: http://www.nhm-wien.ac.at/. liegen nebeneinander am ring, man kann von dort dann bequem richtung innenstadt gehen und sich bei einer strassenbahnfahrt rund um den ring ringstrasse, oper, börse, die alten palais überhaupt von aussen anschauen.
    albertina: http://www.albertina.at
    lainzer tiergarten mit hermesvilla ist sehr schön: http://www.lainzer-tiergarten.at.

    im ersten bezirk kann man stundenlang herumlaufen, da findet sich immer was zum schauen.

    konditorei: sacher und/oder demel, wenn man es denn fürnehm und standesgemäss will, gehört ja irgendwie auch dazu.

    naschmarkt: jo eh. ist halt auch schon ein bisserl zur touristenattraktion verkommen. flohmarkt ist nur am samstag: https://www.wien.gv.at/freizeit/einkaufen/maerkte/lebensmittel/naschmarkt/

    fiakerfahren kann man, muss man aber nicht, ebensowenig wie schifffahren, letzteres kommt halt auch sehr auf das wetter an.

    donauinsel ist schön zum spazierengehen, radfahren oder baden, aber halt sonst nix.

    von der oper weg kann man mit der badner bahn nach baden fahren: http://www.wlb.at/eportal3/ep/channelView.do/pageTypeId/71526/channelId/-49911, fahrtzeit ca. 1 stunde durch das wiener umland richtung süden. baden ist eine wunderschöne kleine stadt, mit viel zum anschauen: http://www.baden.at/, grossen und kleinen heurigen, und berühmt für den wein (thermenregion, also ein ganz eigenes klima und entsprechend ganz eigene feine weine).

    schnitzelessen kann man beim (legendären) figlmüller: https://www.figlmueller.at/de/, hauchdünne schnitzel mit knusprig gewellter panier, und: wer nach tunke dazu fragt wird mit einer schüssel erdäpfelsalat erschlagen, oder so ähnlich.

    ein kleines, aber feines restaurant ist hier: http://www.zum-alten-fassl.at/ - in einem biedermeierhaus, die einrichtung zusammengewürfelt aus jugendstil und sonst noch was, eigentlich geht keiner rein wenn er nicht rekommandiert wird, weil eigentlich schwer zu finden. aber das essen ist schwer in ordnung, seit immer schon. kommt man bequem mit dem autobus von der oper weg hin, dann ein paar schritte zum margaretenplatz, dort ein bisserl schauen, dann sind es nur noch ein paar schritte zur ubahn, wenn man denn möchte.

    interessant auch das schlossquadrat: ebenfalls in einem alten biedermeiergebäude untergebracht, durchaus gutes essen: http://www.schlossquadr.at/.

    man kann sich aber auch so zwischendurch bei einem würstelstand eine gegrillte käsekrainer mit scharfem senf, einem scherzel brot und einem ölpfefferoni leisten. wenn man denn noch einen würstelstand findet - hier haben ja auch schon die kebab/noodle-to-go/pizza und anderen unsäglichkeiten überhand genommen. empfehlenswert ist auf jeden fall der würstelstand bei der albertina, der liegt u.u. auch noch auf dem weg: http://www.herold.at/blog/gastro/wuerstelstaende-wien/. die anderen sind auch durchwegs empfehlenswert - ich liebe ja würstelstände schon sehr.

    wenn sie sonst noch ein paar tipps brauchen sollten ...
     
    @mark793 schaumer mal.

    @kelef so viele Tipps, ganz herzlichen Dank! Ich muss es mir noch alles im Detail anschauen, ein wenig Zeit ist ja noch, aber danke für die Mühe. Eine Frage noch - muss man bei Ihnen in Wien zum Essen reservieren oder kann man da noch einfach reinlaufen?
     
    kommt auf das lokal an. sacher, demel, figlmüller (in den restaurants) sollte man reservieren, im hawelka geht das z.b. nicht. grundsätzlich reservier ich immer, weil ich ja mit hund komm und das dann unter umständen diskussionsbedarf nach sich zieht. deshalb bestell ich immer für eine person mehr, entschuldig mich dann entsprechend, und sag auch immer ich hätt' gerne einen tisch an der wand oder im eck, weil: wegen hund. wobei: ist noch nie ein problem gewesen, muss ich dazusagen. aber so wie ich gerne höfliche kellner hab, haben die kellner gern gäste, die wissen was sie wollen. funtionierte so in dresden, berlin, budapest, prag, dubrovnik, split, sozusagen überall. der schmäh ist: wenn man für drei reserviert, krieg man entweder einen vierer-tisch oder einen grossen zweier-tisch. wenn man für zwei reserviert, kriegt man bei platzmangel einen katzentisch. ich geh mich halt im notfall entschuldigen und geb statt 10% trinkgeld 20%, und schon kriegt hund wasser und möglicherweise ein stückerl rindfleisch, und der kellner hat seine freude. man muss es sich halt richten ...

    zu zweit kann man sich in kaffeehäusern in wien meistens auch irgendwo dazusetzen (lassen), je nach kategorie lässt man den kellner fragen (sacher) oder fragt selber (hawelka).

    während (in wien heisst das ja "unter") der woche sollte es aber auch bei unvermitteltem auftreten keine schwierigkeiten mit der platzfindung geben. ich ruf halt aber gerne vorher an, das spart einfach zeit und im zweifelsfall auch nerven, wenn man sowieso nur kurz in einer stadt ist.
     
    Danke - ist halt zweischneidig mit dem Reservieren. Einerseits entspannter, andererseits ist man dann aber auch festgelegter bezüglich Ort/Zeit und ich lasse mich so gern einfach treiben und schaue, was passiert.

    Gibt es denn bei Ihnen jederzeit Essen? Das ist ja auch überall anders, in Süddeutschland ist zB oft zwischen 14 und 18 Uhr halt "keine Essenszeit" und in Spanien gibt es vor 20/21 Uhr nix. Alles schon erlebt und entsprechen gelitten, weil Mademoiselle und ich da eher so Hallodris sind, denen es von jetzt auf gleich einfällt, unglaublich dringend Schnitzel zu benötigen, egal wie spät es gerade ist.
     
    ja, reservieren ist zweischneidig, aber in vielen restaurants gibt es ganztägig was zu essen, zumindest in den meisten lokalen im zentrum. verhungern muss aber niemand, weil: es gibt kaffeehäuser und würstelständ. dort gibt es allerdings wiederum meist keine schnitzel. hüten sie sich übrigens vor würstelständen, die gleichzeitig kebab, schnitzel, würstel und noodles-to-go haben. da ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit alles giftig.
     
    Dankeschön, das klingt sehr beruhigend. Ich bin da ja flexibel, aber wenn das Kind kein Essen kriegt, wird es schwierig ;-)

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    Meinen frühmorgendlichen Kommentar hat das Internetz verschluckt, hoffentlich erstickt es nicht daran. Insofern ist inzwischen wohl alles gesagt und vor allem viel aktueller als meine Informationen aus dem letzten Jahrtausend.

    Noch nicht genannt ist das Belvedere, das ist nicht ganz so weit wie Schönbrunn, auch ganz höbsch, und zumindest seinerzeit war da auch irgendeine interessante Ausstellung darin.

    Naschmarkt, touristisch hin, touristisch her, finde ich trotzdem nicht entbehrlich, ebenso wie überhaupt diesen 6. Bezirk dahinter bis zur Mariahilfstraße. In einer Parallelstraße vom Naschmarkt findet sich ein nettes kleines Theater, vielleicht gibt es dort etwas zu sehen.

    (Leider verpassen Sie ja den Flohmarkt, da habe ich mal eine Tasse geschossen, die Jahre später an einem Riss erkrankte und ab da nicht die damals obligatorischen Umzüge mitmachte. Vor einem Jahr habe ich eine identische Tasse aus derselben Manufaktur auf einem hiesigen Hallentrödel gefunden, ohne Riss! Aber egal.)

    Gulasch im Café Alt-Wien (1. Bezirk), falls Sie und Mademoiselle Gulasch mögen, ich schwöre, so einen Gulasch haben Sie noch nie gegessen.

    Weniger makaber als es kingt: Zentralfriedhof. Wenn Sie gerne herumstreunen und Dinge entdecken, genau richtig. Wie heißt es so schön: Der Zentralfriedhof ist halb so groß wie Zürich, aber doppelt so lustig. Eine riesige Anlage, allerlei Prominenz ist dort versammelt, die Kirche ist baulich sehr interessant (ich glaube, Le Corbusier), es gibt eine jüdische Abteilung mit uralten verwitterten Gräbern, also ich fand es jedenfalls toll.

    Käsekreiner @kelef: Ist es wahr, dass der Volksmund Eitrige sagt? Ich traue diesem kolportierten Volksmund aus eigener schlechter Erfahrung nicht über den Weg.

    Hundertwasserhaus.

    Es gibt einen Berg, auf den auch ein Bus fährt und wo man auf dem Weg hinauf durch so ein Heurigenviertel fährt und von dem aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Vielleicht wissen die wienerischen Mitleser, wie er heißt.
     
    belvedere ist natürlich auch ein tipp, sowohl die anlage als auch das schloss als auch der botanische garten: https://www.belvedere.at/, https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Belvedere.

    theater - grosse und kleine haben wir in wien ganz viele, am besten also spielpläne studieren wenn hier interesse besteht: https://www.viennaclassic.com/de/theater-wien/alle-theater.html.

    cafe alt-wien: http://www.kaffeealtwien.at/. und es heisst DAS gulasch, ohne ausnahme, bitteschön. so wie auch das ungarische gulyás, pörkölt, paprikás und halázslé - die eigentlichen originale - immer nur DAS sind.

    das gute alte hawelka ist auch noch anzuführen bei kaffeehäusern: halt mehr als institution, weil es die "alten" hawelkas ja nicht mehr gibt, aber der kaffee ist gut, zeitungen sind immer vorhanden, und irgendwie - gehört es halt auch dazu. und die bilder und plakate alleine sind schon eine stunde betrachten wert: http://www.hawelka.at/cafe/de/.

    zentralfriedhof ist wunderschön, gar keine frage, aber doch eher ein bisserl ausserhalb, auch wenn von der oper weg die strassenbahn direkt (30 min.) hinfährt: http://www.friedhoefewien.at/eportal2/ep/channelView.do/pageTypeId/75472/channelId/-54304.

    käsekrainer: kennt man tatsächlich unter "eitrige": weil die würst - die einzeln und nie paarweise auftreten - nämlich erst gekocht, und dann langsam gebraten werden. während des langsamen braten werden sie "gestupft", damit der käse ein wenig herausquellen und die typische knusprige kruste bilden kann. bei diesem vorgang handelt es sich um einen besonders kunstvollen vorgang: temperatur, stupf-instrument und stupflöcher müssen genau aufeinander abgestimmt sein, ebenso wie die dauer des bratens. der name "eitrige" ergibt sich dann logischerweise von selbst. man kann durchaus auch einen "buckel" dazu bestellen, das ist dann der anschnitt von einem wecken brot: wird bevorzugt weil erstens ebenfalls knusprig (zumindest meist und theoretisch), und von der menge her ausgiebiger als eine scheibe brot (hier heisst das NICHT schnitte). das krokodil ist der grosse, grüne ölpfefferoni, der gut dazupasst, und das sechzehner-blech ein helles bier der marke ottakringer (die brauerei war im 16. wiener gemeindebezirk, der da ottokring heisst). hartnäckige kennen auch noch den "g'schissenen" dazu: der scharfe senf ... man wird aber auch anders verstanden, und kaum ein wiener bestellt das alles so wie hier beschrieben. und sofern man der hundertprozentig richtigen aussprache nicht mächtig ist, sollte man einfach die handelsüblichen bezeichnungen verwenden.

    mit dem berg auf den ein autobus fährt ist wohl der kahlenberg gemeint: https://de.wikipedia.org/wiki/Kahlenberg, und http://www.wien-konkret.at/reisen/ausflugsziele/kahlenberg/ - das ist aber natürlich auch wieder wetterabhängig.

    der prater fehlt auch noch, eine runde mit dem riesenrad zum beispiel: http://www.wienerriesenrad.com/, da kann man auch schön rundherum schauen.

    oder der donauturm: http://www.donauturm.at/de/.

    meine güte, mir fielen ja noch eine menge dinge ein. wir haben auch noch ein anderes naturschutzgebiet hier ausser dem lainzer tiergarten, da, wärert nämlich der wienerberg: https://www.wien.gv.at/umwelt/wald/erholung/wienerberg/, und sehr schön ist auch die alte wig, heute kurpark oberlaa, auch im 10. bezirk (der heisst übrigens favoriten): https://de.wikipedia.org/wiki/Kurpark_Oberlaa. gleich neben dem kurpark ist die therme oberlaa, auch sehr fein: http://www.thermewien.at/, da gibt es auch eine formidable konditorei gleich daneben: http://www.oberlaa-wien.at/standort-10-3/.

    ebenfalls im 10. bezirk ist der böhmische prater: http://www.böhmischer-prater.at/Startseite/, auch mitten in der landschaft - schon wieder ein anderes naturschutzgebiet - allerdings mit den öffis nicht so einfach zu erreichen, aber durchaus auch lustig, wenn man nicht zu hohe erwartungen an die fahrgeschäfte etc. hat, aber dafür ist das essen hier beim werkelmann: http://www.werkelmann.at/ hervorragend, durchaus richtige heurigenkost von stelze über brathendl und liptauer und so zeug bis zu schnitzel und schweinsbraten.

    und wenn frau novemberregen und mademoiselle jetzt immer noch nicht genug ideen gesammelt haben, dann ist denen auch nicht mehr zu helfen.
     
    Na jetzt sind wir schon bei der Qual der Wahl angekommen fürchte ich.

    Gulasch, natürlich, ganz wunderbar. Mademoiselle ist eine absolute Fleischesserin. Ich übernehme dafür sämtliches Gebäck.

    Frau Hafensonne, danke fürs nochmal aufschreiben, ich weiß leider nich was mit dem 1. Kommentar passiert ist.
     
    @kelef: Natürlich DAS Gulasch, Pörkölt usw. Obwohl die Ungarn ja kein grammatikalisches Geschlecht kennen. (Sonst aber durchaus allerlei Grammatik.) Mein Fauxpas ist allein dem Umstand geschuldet, dass mein Mann und ich wie so manche Paare eine interne Sprache inkl. interner Grammatik entwickelt haben und wir daher leider, aus dem Blickwinkel der deutschen Hochsprache gesehen, eine etwas eigenwillige, gefühlt an das dänische angelehnte Artikelführung benützen. Wenn ich nicht aufpasse, setzt sich dieses in Internetzbemerkungen fort.

    Und ja, Kahlenberg. Da habe ich mal ein sehr frostiges, aber schönes Silvester verbracht. Ca. zum Zeitpunkt der Euroeinführung.

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    WFN, lassen sie sich ja nicht dieses offizielle Wien unterjubeln.

    Naschmarkt kann man ja nicht mehr hin. Nur noch Auslegware für Hipster.

    Schönbrunn ist die Hölle. Sehen sie überall Viecher herumstehen die gar nix zu tun haben und auch nirgends hin können. Gefragt hat die auch keiner ob sie im Zoo leben wollen. Ganz arm sind die Affen dran. Die stehen zusammen mit Ziegen herum. Ich bin schreinernd davon gerannt. Raubtierfütterung gibt es auch.

    Gehen sie ja nicht in die Innenstadt. Die ganze alten Läden die es früher mal gab haben alle aufgeben, weil sie sich die exorbitanten Mieten nicht mehr leisten konnten. Ehrlich. Da schaut es jetzt aus wie in jeder Weltinnenstadt. Eine einzige Einkaufswüste. der Stephansdom ist furchteinflößend, und die Typen die dann im Mozartkostüm vorm Dom herum rennen völlig grotesk.

    Essen kann man in Wien natürlich an jeder Straßenecke. Auch chinesisch. Kann ich nicht weiterempfehlen.

    In den Musen stehen in der Regel ausgestopfte Viecher herum die längst ausgestorben sind.
    Oder die Original-Attentat-Uniform vom Thronfolger mit Einschussloch, die den 1. Weltkrieg auslöste, samt Leichengewand seiner Gattin. Gewänder der magersüchtigen Sissy gibt es natürlich auch zu bestaunen.

    Fahrens ja nicht nach Baden. Was wollen sie in Baden. Baden ist die Bronx der Leute mit Kohle.

    Gulasch mag die M. sicherlich nicht. Sieht aus wie eine Blutlache, ur grausig. Schmackhaft ja hin und wieder. In Wien gibt es auch Läden mit gebackener Leber. Ich fress doch nicht vom Weißen sein liebstes Arbeitsgerät.

    Gehen sie ja nicht auf den Zentralfriedhof. Der ZF ist nur was fürs morbide Wien. Da können sie ja gleich nach Verdun fahren.

    Heurigen Gemütlichkeit ist die Hölle, solange sie nicht 5 Viertel unten haben ist diese Heurigen-Gemütlichkeit nicht zu ertragen.

    Sie sehen ja an den Vorschlägen. Entweder werden sie in Wien gezwungen was mit Tieren zumachen oder Essen.

    Bekannt ist Wien auch für seine Theater. Burg, Akademie, Josefstadt usw. Aber in diesem ehrwürdigen Häusern wird andauernd nur der Weltuntergang geprobt.

    Im Kriminalmuseum können sie sich aufgeschnittene Gehirne ansehen, missgebildete Föten und so ein Zeugs.

    Pferdkutschen sind total lächerlich. Schlimmster Kitsch-Abklatsch. Setzt sich kein Wiener rein, höchstens Asiaten.

    Donauinsel ist auch nix für sie. Ich hab ja meine Klappstühle schon längst zusammengepackt. Jetzt gibt es dort nur noch Menschen mit Hunden zu sehen, die sich gegenseitig das Hinterteil beschnuppern. Das kriegen sie sicherlich auch in Deutschland vor die Linse.

    Mein Vorschlag: Fahren sie eher nicht nach Wien.
     
    Herr Schizophrenist, ich hab auch schon viel vom Typus des grantelnden Wieners gehört. Vielleicht schau ich mir so einen mal näher an. :-)
     
    Ich glaube, ich hatte nur das zufällige Glück (gleich doppelt-gemoppelt), dass meine Empfehlungen zeitlich nach dem inhaltlich sehr richtigen Kommentar des Herrn Schizophrinsten hier gelandet sind.

    Wo er Recht hat, hat er Recht.

    Hinfahren würde ich trotzdem, denn wie sollen Sie sonst herausfinden, an welcher Stelle seine Expertise auch für Touristen nachvollziehbar ist?

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    der herr cabman und ich waren zu maximalzeiten mal in so einem nauturhistorischem museum. weiß aber nicht mehr, wo das war, verdrängt. aber nett da.
    zentralfriedhof, yes. auf dem st.-marxer friedhof finden sie zudem das grab von w. a. mozart. also wenns eine gruftitour sein darf, dann das.

    ansonsten einfach schlendern, treiben lassen. einatmen und ausatmen. mit fremden menschen reden. sich überraschen lassen. die kamera zuhause lassen. die besten bilder stattdessen im herzen mitnehmen. das ist so mein touriprogramm.
     
    Dankeschön - ja, ich bin sehr für treiben lasen und schlendern. Fotos mache ich ja sowieso eher nicht.

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    Meine allerliebste Wienbeschäftigung: Eine Führung im Schloss Schönbrunn auf englisch!
    Die Führer dort sprechen ein wunderbares, original Wiener Englisch.
    Schloss und Führung sind ansonsten eher uninteressant, aber die Sprache, das muss man erlebt haben.
     
    nicht
    lassen sie sich bitte beim einsteigen in die u-bahn (sollten die müden beine sie dorthin tragen) nicht ablenken. so wollten mich nämlich taschendiebe in wien beklauen.
    außerdem fand mein damaliger reiseleiter die sachertorte überhaupt nicht empfehlenswert, da zu trocken. ich bin seiner empfehlung gefolgt, kann also keine persönliche erfahrung beisteuern.
     
    Wien löst offensichtlich echte (Begeisterungs-) Stürme aus.

    Bei so vielen Kommentaren und wertvollen Tipps kann ich nicht mehr viel beitragen.
    Bin genau in der Zeit in NY, sonst hätte ich mich als City-Guide mit Auto angeboten, denn ins Helenental kommen Sie anders nicht. Auch die Kahlenberg-Wanderung wird mit der Öffi-Anreise etwas länger...

    Das Riesenrad dreht sich das ganze Jahr.
    Langos {lango:sch} - das arme Leute Essen im Prater: in Schweineschmalz ausgebackenes Fladenbrot, mit Knoblauchöl (inkl. Knoblauchstückchen) bestrichen. Nichts für empfindliche Mägen, denn daran essen Sie den Rest des Tages. Reicht auch, wenn Sie das nur mal gesehen und gerochen haben.

    Vom Riesenrad zu Fuß die Prater Hauptallee rauf (= entlang, rauf geht da gar nichts, ist alles Brettl-eben) zum Lusthaus und dort dann je nach Wetter drinnen oder draußen die heiße Schokolade.

    Alternative zum Lusthaus ist das Salettl im 19. Bezirk - mit oder ohne Frühstück. Bei gutem Wetter draußen sitzen und über Döbling und Sievering zum Kahlenberg schauen.
    http://www.stadtbekannt.at/frhstck-im-salettl/

    Leicht mit der S-Bahn oder dem Bus zu erreichen. Von dort zu Fuß Richtung Wienerwald oder wieder mit dem Bus weiter zum Kahlenberg: http://www.himmel.at

    Das alles ist ein anderes Wien und auch für die Wiener etwas Besonderes.

    Wie schade, dass ich nicht da bin.
    Viel Vergnügen.
     
    @anje wenn ich meine Sprachapp - also das Ding, das zur Zeit für mich spricht - auf Französisch stelle, aber Deutsch tippe, dann spricht es mit Französischem Akzent. Das ist auch sehr charmant. Das hab ich jetzt dauerhaft so eingestellt :-)

    @lukelaik dankeschön. Eine Original Sachertorte hat mir die Frau Kelef mal geschickt, die war wirklich ganz vorzüglich. Ich könnte mir schon vorstellen, sie im entsprechenden Ambiente nochmal zu genießen. Danke für den Hinweis wegen Taschen.

    @euphoria Dankedanke, schreib ich mir alles auf! Sehr schade, dass Sie nicht da sind. Nicht so sehr wegen dem Autofahren, ich lerne fremde Städte wirklich lieber zu Fuß/per ÖPNV kennen, aber auf einen Kaffee eingeladen hätte ich Sie schon sehr, sehr gerne!
     
    Das mit dem Kaffee findet seine Zeit und Gelegenheit. Versprochen.

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    Eigentlich ist alles gesagt, aber das

    https://www.marionettentheater.at

    in Schönbrunn mag ich euch noch ans Herz legen.
    Das rundet den Wienurlaub wirklich ab
    Claudia
     
    Vielen Dank!

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    Wenn man Glück hat, kann man in der Zuckerlwerkstatt (http://www.zuckerlwerkstatt.at/) zusehen, wie Bonbons gemacht werden. Ansonsten kann man auch einfach die Bonbons bestauen, ich fand das sehr faszinierend.

    Wir waren mit den Wiener Kollegen im Lugeck (gehört auch zum bereits erwähnten Figlmüller) und haben da Schnitzel gegessen. Ich fand's sehr lecker. Außerdem da auf jeden Fall die Marillenschorle (bzw. Marillenkracherl) probieren. Dieses Getränk fehlt mir seitdem in Deutschland sehr.
     
    Oh, danke, Marillenschorle klingt auch echt gut!
     
    Tun Sie sich bitte einen Gefallen und sagen Sie bei uns nicht "Schorle". Das heißt "gespritzt", wenns Saft oder Wein ist.

    Oder machen Sies doch... unsre Kellner (und ihre Frechheiten) sind sowieso auf der ganzen Welt verschrien ; ))
    Ums Hawelka würd ich ohne Tetanus und Tollwutimfpung einen Bogen machen. Es sei denn, Patina und/oder Kellner wurden inzwischen beseitigt. Die sind sogar mir als Eingeborene zu garstig.
     
    Was muss ich da genau sagen bei Marille, Marille gespritzt oder wie? Was gibt es noch für interkulturelle Fallstricke? Hilfe!

    Tetanusimpfung haben wir natürlich!
     
    Marillenkracherl : ) Nur Marille wäre sicherlich ein Geist = Alkohol
    Ich mag ja auch das Himbeerkracherl gerne (ein Jugendgetränk *lol*)

    Bestellen Sie nie in Wien "einen Kaffee". Gibts per se nicht, Sie müssen dann schon genauer sagen, obs eine Melange, ein Ein- spänner, ein Kapuziner, ein kleiner/großer Brauner oder Schwarzer etc sein darf. (Sie können sich vorab einlesen bzw. Bilder dazu ansehen.)

    Ach und bitte nicht "Käffchen" vorort sagen.
    Aber wenn Sie schon in ein Kaffeehaus gehen, statt zu Starbucks, haben Sie schon vieles richtig gemacht : ))

    Und nix Käse sagen, wenns nicht um Füße oder Käse (wie Brot) geht.
    Bei Mehlspeisen heißt das Topfen. Punkt.
    Keine Belehrungen, daß es andernorts Käse, Quark, sonstwie heißt - uns ist das Topfen oder Powidl (Zwetschkenmus).



    Noch was: Wasser ist immer Leitungswasser.
    Wenn Sie das andre wollen, bestellen Sie ein Mineral(wasser).
    Da können Sie dann entscheiden, ob still (nix Kohlensäure), mild (leicht) oder prickelnd (viiiel).
    Ich glaub, es gibt sogar noch eine Stufe mehr mittlerweile (aber ich trink ja kein Mineral).

    Bisserl billiger und eigentlich auch immer zu haben, ist ein Soda.
    (Also Leitungswasser mit Kohlesäure versetzt.) Gibts dann auch als Soda Zitron, Soda Himbeer usw. Blick auf die Karte.
    An sich haben wir in der Stadt eine sehr gute Wasserqualität (kommt aus den Bergen, selten auch anderswoher).
     
    Jetzt weiß ich auch wieder, weshalb ich mich in Wien immer wie im weitweggem, fremden Auslang gefühlt habe. Es IST ja auch Ausland. Ich erinnere mich daran, dass ich mich mal schwer gewundert habe, weshalb die dort in Restaurants alles zweimal auf die Karte schreiben. Auf der linken Seite steht das gleich wie auf der rechten Seite, die spinnen, die Wiener.
    Bis mich der Vater meiner Kinder, seines Zeichens Sproß einer uralten Wienerfamilie aus dem 12. Bezirk, der sich stets einen Spaß daraus machte, mir die abgedrehtesten Stellen der Stadt als völlig normal zu präsentieren, bis der mich also darauf hinwies, dass es links auf Englisch und rechts auf Deutsch steht. Ich fühlte mich so sehr im Ausland, dass ich nicht mehr auf die Idee gekommen bin, dass das Deutsch ist, was man dort spricht bzw. in Speisekarten liest. Und dass man im Ausland Speisekarten auch auf Englisch hat, ist ja normal, unnormal für mich war nur, dass ich beide Seiten gleich gut lesen konnte. - Ach, es ist schwer zu erklären, welches Gefühl ich dort immer hatte, aber definitiv ist es dort nicht Deutschland.
     
    Ich sage nie Käffchen!

    Danke für die Tipps.

    Anje, ich bin gespannt!

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    Frag bloß nicht mich, ich war ja erst ein paar Mal da...

    Sissi natürlich. Und Donauinsel. Und auf den Kirchturm, beste Aussicht auf die Stadt. :)
     
    Welcher Kirchturm?
     
    Den vom Stephansdom
     
    okidoki

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    noch ein paar spaziertipps
    - Vom Schloss Wilhelminenberg zum Heurigen Leitner am Sprengersteig 68 (Weg geht an Jugendherberge vorbei). Wunderbare Aussicht auf Wien vom Schloss Wilhelminenberg.
    - bei gutem Wetter nicht zu toppen: von der U1 Station Alte Donau Richtung Nordwesten (mit Abstecher zum Donauturm) oder von U6 Station 'Neue Donau' via Arbeiterstrandbadstr. der alten Donau entlang zu freien Flächen am Wasser bis zum Birnersteg und zum Abschluss beim Gasthaus Birner auf der Terrasse am Alten-Donau-Ufer es sich gut gehen lassen.
    - Lainzer Tiergarten: Hermesvilla no na. Aber auch ein Weg der Mauer entlang ist schön vom Lainzertor über Adolftor bis zum Heurigen zur Wildsau (davor gibt es mehrere Wiesen mit netter Wienaussicht)
    - Mein Lieblingsspaziergang: von S7 Station Zentralfriedhof über die Hasenleiten nach Oberlaa und dort zum Heurigen. Im Moment ist das Wieder-Wegkommen eher ein Problem, da U-Bahnbaustelle
    - Von Straßenbahnendstelle 60 in Rodaun zur Wienerhütte in Kaltenleutgeben.
    - Ai WeiWei im Belvederegarten mit den Tierkreiszeichen. Generell Belvederegarten und dann zum Entspannen gleich daneben der Botanische Garten der Universität Wien.
     
    Dankeschön, das sind tolle Tipps zum Spazieren!

    Zu Ai WeiWei könnte ich den Herrn Schizophrenisten mitnehmen, der ist großer Fan :-)

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    Wien Tipps
    Da muss ich mich als stille Mitleserin auch mal zu Wort melden: Wilhelminenberg ist eine schwere Empfehlung, bitte auch zur Otto Wagner Kirche spazieren. Den Heurigen Leitner mag ich auch sehr. Soweit ich weiss sperren sie mit 26.10. (unser Nationalfeiertag) zu. Überhaupt Ottakring: ich mag den Bezirk sehr und sie werden dort eher keine Touristen antreffen: Ottakringer Brauerei und dann fast am Gürtel den Brunnenmarkt mit sehr netten Lokalen am Yppenplatz.

    Ich mag auch den 9. Bezirk gerne, ich liebe die Strudelhofstiege und auch den Roman kann ich sehr empfehlen, hier gibts auch sehr viele kleine Lokale mit guter Küche, sehr fein ist der Rote Bär (etwas teurer)
    https://www.falter.at/lokal/462/zum-roten-baren

    Gute Hausmannskost:
    http://www.rebhuhn.at/

    Ich mag auch die Alte Donau sehr, wenn das Wetter noch passt und Ende Oktober ists hier oft noch recht mild, finde ich eine Trettboot schön, altes Wien umgeben von der Uno City und Wolkenkratzern.
    http://www.ufertaverne.at/

    2.Bezirk Karmelitenmarkt und in der Praterstrasse gibt es das schöne Lokal Ansari:www.cafeansari.at

    Naschmarkt mag ich eigentlich auch nicht mehr und ich wohne dort ums Eck, ist gut zum durch spazieren, vielleicht für einen Drink aber ich bin in letzter Zeit auch schon gelinkt worden.

    Bei Cafes mag ich das Cafe Prückel (im "schönen" Teil noch Raucher) http://www.prueckel.at/
    den Bräunerhof (Thomas Bernhard hat hier viel Zeit verbracht) http://www.stadtbekannt.at/cafe-brunerhof/
    das Cafe Korb http://www.cafekorb.at/
    und den Rüdigerhof http://www.stadtbekannt.at/cafe-ruedigerhof/

    Sehr gute Mehlspeisen und selbstgemachtes Eis gibts beim Gregor: http://www.gregors-konditorei.at/#home



    Ich mag den grünen Prater, da gibt es auch noch authentische Lokale:http://www.konstantineck.at/

    Ich habe schon mehrmals auch mit ausländischen Freunden die Donaukanal Schifffahrt gemacht, nicht spektakulär aber sehr angenehm und erholsam wenn man sonst viel herumläuft.

    Ich empfehle auch einen Theaterbesuch, Burg- oder Akademietheater. Im Oktober gibts auch das feine kleine Wienerlied Festival - Wien im Rosenstolz - http://www.rosenstolz.at/ in einem winzigen Theater der schönsten Grätzl Wiens.

    Ich helfe gerne weiter, wenn sie noch Fragen haben :)

    LG Ulrike
     
    p.s.
    Als Guide stelle ich mich sehr gerne zur Verfügung.
     
    Oh, das ist aber nett und danke für die vielen Tipps! Ich mache demnächst mal die Liste, was wir so planen, vielleicht ergibt sich ja ein Kaffee plus Insiderinfos :-)

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    Danke!
    Die vielen Wien Empfehlungen von Ihren Fans haben mich nun mehrere Tage hintereinander erfreut.
    So viele Tipps, so viele Gefühle, so viel Freude.

    Egal, ob es nun die "Eingeborenen", "Verzogenen", "Zuagra:sten" (Hergezogenen) oder Besucher waren: Ich habe hier so viele Tipps und Empfehlungen gefunden, die meine Erfahrungen bestätigen oder im Kontext ergänzen oder mich zu neuen einladen.
    In der Ottakringer Brauerei haben wir vor einigen Jahren unser 15-Jähriges gefeiert. Doch den Bezirk werde ich mir jetzt noch einmal gesondert vornehmen. Wie einiges andere auch. Allein die Restaurantempfehlungen, die Sie in Ihrer Oktoberwoche gar nicht alle abklappern können..., gehören ausprobiert.

    Wenn es eines gibt, was ich hier in Wien oder überhaupt in Österreich wirklich schätze, ist es, dass hier die Freude am eigenen Land, die Lust an der eigenen Umgebung, der Genuss der Jahreszeiten und ihrer Früchte und Gebräuche so intensiv gelebt werden. Auch wenn ich nach 25 Jahren schon als Deutsche erkannt werde, bevor ich noch die erste Silbe herausgebracht habe, fühle ich mich hier sehr zuhause.

    Das verdanke ich auch dem Lebensgefühl, das Ihre Blog-Besucher als Kommentare für Ihre Wienreise hinterlassen haben und das sehr viele Menschen in Wien miteinander teilen.

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