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    Sonntag, 4. September 2016
    Breaking: Burkini

    So, ich war heute 6 Stunden im Schwimmbad und kann Ihnen jetzt etwas Wichtiges mitteilen. Im Becken schwamm nämlich auch eine junge Frau in Burkini und es geschah - ganz genau gar nichts. Weder verfärbte sich das Wasser um sie herum schwarz noch konvertierte plötzlich das gesamte Schwimmbad zum Islam und betete gemeinschaftlich gen Osten. Es fand auch keine Explosion statt und es senkte sich keine düstere Wolke der religiös-kulturell bedingten Frauenverachtung über alle Schwimmer und Schwimmerinnen. Es schwamm einfach eine Frau in Burkini im Wellenbad und soweit ich sah nahmen alle Anwesenden das wenn überhaupt, dann nur ganz nebenher zur Kenntnis, ausgestreckte Finger oder gar Schaulustige im Kreis um die Frau herumschwimmend sah ich auch nicht.

    Alles in Ordnung also, würde ich sagen.

    Kann natürlich gut sein, dass es eine Journalistin war.

     
    sowieso versteh ich die aufregungen über burkinis nicht. ausnahme: hallenbäder mit angeschlossenen liegewiesen, da hätte ich auch bedenken wenn menschen welcherlei geschlechtes und aus welchen gründen auch immer erst im gras/sand liegen und dann ungeduscht mit dem dingens ins wasser springen. duschen zwischendurch wäre für mich eine durchaus vernünftige lösung (für die leute, die sich das ketchup und das fett der pommes und wurst aus der wäsche waschen wollen übrigens auch).

    ansonsten bin ich neuerdings eine verfechterin der weissen socken in sandalen, und der burka. weil: so unschön die weissen socken in den sandalen sind, die ungeschnittenen pilznägel und die blutig-rissigen fersenhornhäute sind ungleich ekelerregender. und die ca. knapp unter 50jährige frau neulich, die zu einem schmalen, kleinbrüstigen oberkörper mit einem abartig grossen (verzeihung) arsch gestraft war, zusätzlich auch noch mit tiefen cellulite-dellen und massiv hervorstehenden krampfadern, ja, die war sicherlich arm und krank. aber ich wollte das nicht wissen, und sonst auch keiner. eine knappe short und flip-flops zu den unmanikürten pilznägeln waren nicht die richtige kleiderwahl, und orthopädische schuhe hätten möglicherweise den knick-platt-spreizfuss seinerzeit auch in schach gehalten. glauben sie mir. kurzfristig überlegt man sich bei einem derartigen anblick tatsächlich, ob das burka-gebot nicht möglicherweise auch ästhetische aspekte birgt.
     
    Das gibt es doch nicht. Nie einen Glückstreffer. Da will ich mich einmal bei der WFN darüber informieren was die Lichtweltelite so über Burkinis denkt, und was kriege ich zu lesen? Eine Person, die sicherlich einen Haufen Kumpels auf Blogger.de hat und sehr beliebt ist, watscht da eine andere Frau/Person die sich nicht wehren kann übelst ab, weil die anscheinend nicht ganz den ästhetischen Anforderungen der Postpostmoderne gewachsen ist.

    Na ja. Wenn`s nicht läuft dann läuft es einfach nicht. Ich bin im Übrigen für Burkini, für die Heiligsprechung der Mutter Theresa im Schnellverfahren und gegen 24 Stunden Flatrate-Puffs. Da ist nix fürs Herz dabei.
     
    Frau Kelef bitte sagen Sie nicht sowas, ich werde wohl demnächst durch Wien laufen und habe auch nicht mehr ganz überall diese Pfirsichhaut wie noch vor ein paar Jahren, über Hintern möchte ich nicht sprechen und es wird mal wieder dringend Zeit für die Babyfüße - trotzdem plane ich nicht, verhüllt oder gar in weißen Socken anzureisen und hoffe, wir sind dann in Österreich auch noch nicht so weit, dass das nötig ist. Babyfüße mache ich vorher noch, versprochen.

    Herr Robin Hood Schizophrenist, völlig d'accord nur sehe ich die Eile bei Mutter Theresa nicht. Ihr kommt es ja eher nicht mehr so drauf an?

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