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    Dienstag, 7. Juni 2016
    11 Fragen

    Frau Brüllen stellt mir 11 Fragen und wie sie selbst schon anmerkt, sind wir Täglichblogger ja vor nichts fies in Bezug auf Content.

    1. Wie hättest Du geheissen, wenn Du mit dem anderen Geschlecht zur Welt gekommen wärst?

    Dirk.

    2. Gibt es was, was Du Dir als Kind selber zurecht gelegt hast als Erklärung für irgendwas, was so überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmt?

    Ich verstehe die Frage nicht. Sind Lügen gemeint? Oder ist gemeint, dass ich mir einen tasächlichen Sachverhalt als Kind fehlerhaft hergeleitet habe?
    Offensichtlich beim Lügen erwischt habe ich immer "dann hab ich das wohl geträumt" gesagt. Wird auch heute noch von meiner Familie immer dann angebracht, wenn ich etwas erzähle, das ein wenig abwegig erscheint.

    Sollte die Frage andersherum gewesen sein: Nein, da fällt mir nichts ein. Also wenn ich mir da etwas falsch zurechtgelegt habe, glaube ich das heute immernoch.

    3. Wer hat dich seinerzeit zum Bloggen gebracht/motiviert/inspiriert?

    Das war - sie weiß das gar nicht - Sonne im Sinn und auf das Blog bin ich über die Webgrrrls gestoßen.

    4. Wenn Du den Rest Deines Lebens nur noch ein Outfit tragen dürftest, was wäre das?

    Ähm, dazu habe ich weitere Fragen. Auch nachts? Auch beim Sport? Exakt dasselbe oder nur vom Stil her das gleiche halt? Was ist, wenn es kaputt geht?! Darf man Teile ausziehen (Sommer/Winter)?? Wie soll ich denn so eine unklare Frage beantworten!

    Also mal ganz grob gesagt, wenn ich immer nur noch dasselbe anziehen würde, würde ich mir vermutlich einen Hosenanzug maßschneidern lassen - perfekter Sitz ist wichtig, wenn man nie mehr was anderes trägt. In schwarz, guter Stoff aber nicht zu dick, ich hätte nämlich auch noch einen hübschen Mantel, Stil Duffelcoat. Darunter ein Shirt, keine Bluse. Hellblau würde ich sagen. Schlichte schwarze Schuhe, Absatz 3,5 cm.

    5. Gibt es einen Punkt in Deinem Leben, von dem Du sagen kannst: Hätte ich mich da anders entschieden, wäre ich 5 Minuten später gekommen, in die andere Richtung gegangen, mein Leben wäre total anders verlaufen? Wenn ja, welchen?

    Ich nenne es das "The road not taken"-Syndrom und ja, ich empfinde das sehr stark, ich habe oft das Gefühl, die Schnittpunkte von Handlungssträngen recht klar zu spüren. Und auch den Sog des nicht gegangenen Weges. Nicht in einer bedauernden Weise, nicht mit dem Gefühl, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist, aber mit sehr viel Neugier. Wobei mich dabei die Fälle mit 5 Minuten später, also die Zufälle, nicht sonderlich interessieren, eher die getroffenen Entscheidungen. Ich hatte neulich noch so einen Moment. Da dachte ich, ich unterschreibe etwas mal rasch (das ich eigentlich hierarchisch gesehen nicht hätte unterschrieben dürfen) dann geht es schneller weiter und ist nicht so zäh und es interessiert im Grunde sowieso niemanden. Hab ich auch unterschrieben, dann einen Schluck Kaffee getrunken und mir dann sehr spontan überlegt, einfach doch bei den Regeln zu bleiben und habe das Ganze geschreddert. Ein paar Stunden später fiel mir auf, dass die Sache einen ziemlichen Denkfehler enthielt. Meine Unterschrift wäre ziemlich teuer geworden, ein fünf- bis sechsstelliger Fehler.

    6. Wie wäre es denn verlaufen?

    Weiß nicht genau. Im günstigen Fall hätte ich ein paar Monate sehr, sehr leise treten müssen beruflich. Möglicherweise müsste ich mich jetzt aber auch mit Bewerbungen von der anderen Seite beschäftigen.

    7. An welchen Bewegungen, Haltungen, Gesichtsausdrücken erkennt man Dich?

    Ich habe von mir selbst das Bild einer tiefenentspannten Person, die gelassene und madonnengleiche Gesichtszüge hat. Leider musste ich feststellen, dass das überhaupt nicht zutrifft. Ich mache ständig irgendwelche nervösen Grimassen mit der Nase - Hasengrimassen nennt Herr N. das und ich glaube, daran erkennt man mich recht gut. Ich kann leider in Wirklichkeit keine einzelne Augenbraue heben, aber wenn ich mich sehr aufrege, fängt in der linken ein Nerv von ganz allein an zu zucken. Das ist auch etwas wert!

    8. Was ist Dein Lieblingsverkehrsmittel?

    Zug

    9. Was ist Dein skurrilster Essenstick?

    Ich habe keine skurrilen Essensticks. Es ist mir aber zielmich wichtig, dass niemand etwas von meinem Teller nimmt oder aus meinem Glas trinkt oder von meinem Brot abbeißt. Kommt natürlich manchmal vor, mental zerfetze ich diese Personen dann mit der Gabel. Außer, ich habe es angeboten, dann ist das natürlich völlig okay. Ich halte das aber für das absolut normale territorialverhalten der Letztgeborenen. Gerade am Samstag war ich noch mit der KSP essen, wir wollten beide eine Vorspeisenplatte und es gab eine für 2 Personen oder eine für 1 Person und natürlich nahmen wir jeder eine für 1 Person. Sonst ist das zu unentspannt.

    10. Morgens oder abends duschen?

    Morgens in jedem Fall, abends gerne auch, am liebsten auch nachmittags. Ich liebe duschen. Nur aus Vernunft verzichte ich meinstens auf mehr als eine Dusche am Tag.

    11. Lässt Du Dich zu Mutproben anstiften? Was war die blödste?

    Ganz schlimm, ja, aber es ist natürlich mit dem zunehmenden Alter besser geworden. Die blödeste war vermutlich, aus einem Skilift zu springen, also aus so einer Sesselliftgondel. Mit Ski dran in den Tiefschnee. Ist aber gut gegangen.


    So, jetzt meine 11 Fragen - wir machen das wie immer, diejenigen, die sie beantworten, gelten als unmissverständlich persönlich dazu aufgefordert:

    1. Welches Buch lesen Sie gerade?
    2. Und wie ist das?
    3. Wann haben Sie das letzte Mal jemandem Bedürftigen Geld gespendet oder geschenkt?
    4. Wie viel?
    5. Was haben Sie zuletzt so richtig gut gemacht?
    6. Hat Sie jemand angemessen dafür gelobt?
    7. Wann haben Sie zuletzt laut gelacht?
    8. Worüber?
    9. Was finden Sie gerade so richtig Scheiße?
    10. Erzählen Sie mal den letzten Traum, an den Sie sich erinnern können.
    11. Und jetzt bitte ein Bild dazu. :-)

     
    9. Dass ich hier Fragen beantworten sollte. Auf Anweisung mache ich grundsätzlich nichts, noch nicht einmal das Gegenteil.

    Was mich bei diesem Text beschäftigt ist die Frage nach meinem teuersten Fehler. Da überlege ich, ob die gemachten - also bezahlten - teurer waren als die nicht gemachten. Die nicht gegangenen Wege.
     
    Kompliziert, wenn man sich selbst in so eine Ecke manövriert in der man gar nicht mehr weiß, in welche Richtung man zickig ist :-)

    Teuer rein im Geldsinn gemeint oder übertragen?
     
    Rein finanziell meinte ich. Ursprünglich. Verluste durch falsche Entscheidungen sind normalerweise gut zu ermitteln, was bei entgangenem Gewinn nicht so leicht ist. Nicht übernommene Firma, neuen Geschäftszweig nicht gestartet oder so ähnlich.

    Ansonsten mache ich mir darüber keine großen Gedanken, im schlimmsten Fall lernt man aus Fehlern. Was schwieriger sein kann, als es sich anhört. Grobe Fehler entstehen ja nicht, weil man eins und eins falsch zusammenzählt oder eine Tasse fallen lässt, sondern eher - naja - aus der eigenen Persönlichkeit.
     
    Ah, verstehe. Danke.

    Ja, und es stimmt schon mit dem Lernen aus (groben) Fehlern, aber das ist ja auch eine Frage der Angemessenheit - ob es nicht auch möglich gewesen wäre, dieselbe Lehre aus etwas nicht ganz so Debakelhaften zu ziehen.

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    Ich hab da mal geantwortet.
     
    Danke :-)

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    1. Welches Buch lesen Sie gerade?
    Momentan keins, nur das Internet. Zuletzt habe ich das Buch über die Scheibenwelt Kalender von Terry Pratchett gelesen.
    2. Und wie ist das?
    Ich mag Pratchett und die Illustrationen sind auch sehr schön, daher mochte ich es.
    3. Wann haben Sie das letzte Mal jemandem Bedürftigen Geld gespendet oder geschenkt?
    Da kann ich mich nicht dran erinnern.
    4. Wie viel?
    Siehe oben.
    5. Was haben Sie zuletzt so richtig gut gemacht?
    Schwierig, richtig gut finde ich Dinge die ich tue eher selten. Am ehesten fällt mir da noch die Verteidigung meiner Promotion ein. Das ist aber schon etwas länger her. Der Salat, den ich gestern zum Grillen gemacht habe, der war auch ziemlich lecker.
    6. Hat Sie jemand angemessen dafür gelobt?
    Für die Verteidigung schon, die Note war auch gut. Zum Salat hat niemand wirklich was gesagt, der wurde aber ratzeputz auf gegessen, was bei Männern und Grünzeug zum Grillen ja eher nicht so typisch ist.
    7. Wann haben Sie zuletzt laut gelacht?
    Gestern im Auto.
    8. Worüber?
    Ich habe mit dem Freund rumgeblödelt.
    9. Was finden Sie gerade so richtig Scheiße?
    Leute, die alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren, denen es eigentlich sehr gut geht und die sich trotzdem beschweren. Die Anklage von Gina Lisa Lohfink und die Kommentare dazu. Eltern, die ihre Tochter ein Jahr vor dem Abi nach Amerika schicken, weil sie ihnen eröffnet hat, dass sie lesbisch ist und in ihre beste Freundin verliebt. Dass ich ab nächsten Monat arbeitslos bin und die Jobaussichten, sowie die Arbeitszeiten und Gehaltsaussichten in meinem Beruf hier in der Gegend.
    10. Erzählen Sie mal den letzten Traum, an den Sie sich erinnern können.
    Siehe nächster Blogeintrag.
    11. Und jetzt bitte ein Bild dazu. :-)
    Siehe Twitter.
     
    Dankeschön! Was war das für ein Salat?
     
    Normaler grüner Salat: Eisberg mit Gurke, Radieschen und Walnüssen, allerdings gepimpt mit dem mit Bärlauch angemachten Schafskäse vom Türken. Der hat's wahrscheinlich gerissen 😉

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