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    Freitag, 3. April 2015
    Blogging November - 1248

    Morgen färben wir Ostereier. Wobei mir noch unklar ist, wann genau, es gibt nämlich zahlreiche andere Programmpunkte, zum Beispiel wollen eigentlich alle Anwesenden auf den Markt, ich will noch ein paar spezielle Dinge einkaufen, ein Teil der Familie will zum Fußball und ein Teil zum Osterfeuer und Mademoiselle muss noch ihren Koffer für eine Woche Großelternbesuch packen, wobei ein bisschen Mithilfe nötig ist.

    Da ich weder um Fußball (interessiert mich nicht) noch zum Osterfeuer (stinkt, davon kriege ich Kopfschmerzen) will, wird vermutlich irgendwas mit dem Koffer auf mich entfallen und, sollte es hart auf hart kommen, färbe ich die Ostereier notfalls auch alleine.

    Ostereier sind mir sehr wichtig, wichtig ist auch, dass es viele sind und möglichst unterschiedlich aussehen. Daher kaufe ich jedes Jahr ziemlich viele Ostereierfärbemittel. Standard sind in der Familie die 5 Farbplättchen in einer Packung - blau, rot, gelb, orange, grün - die mit heißem Wasser und Essig aufgegossen werden. Das sind meine klassischen Ostereier. Mama N. hingegen liebt dies klebrigen Färbeglibberstäbchen, die auf dem Ei quasi zerschmelzen und außerdem ist sie eine große Freundin von Aufklebern und Abziehbildern. Schwester N. ist für Experimente zuständig und schleppt Dinge wie Osterei-Färbemaschinen, Schablonen, Foliendinge und mehr. Und ich bin so ein bisschen die Ökotrulla, die die klassischen Färbetabletten mit Spielereien mit Reis oder Wachs ergänzt. So finanziern wir jedes Jahr vermutlich einen Großteil der Ostereierfarbenindustrie ganz allein durch unseren Haushalt.

    Klar, dass da auch Reste bleiben. Die packe ich immer sehr gut weg. Eine Zeitlang lagerten sie in der Küchenschublade, dort habe ich sie aber nie rechtzeitig wiedergefunden. Deshalb lagern die Reste nun in der Osterdekorationskiste, wo ich sie natürlich zwangsläufig vor Ostern auffinde.

    Was ich aber dabei nicht bedachte: man kommt ja zu nix, und so komme ich eigentlich immer erst exakt am Karfreitag zum Dekorieren, denn an dem Tag kann man ja bekanntlich sonst nichts machen. Natürlich sind die ganzen Farben für das aktuelle Jahr aber andererseits am Karfreitag auch längst gekauft, gefärbt wird nämlich traditionell am Karsamstag, ich muss also vorher einkaufen, wer weiß, sonst ist am Ende irgendewas ganz, ganz wichtiges ausverkauft! Ich kaufe also alles, was ich brauche, etwa zwei Wochen vor Ostern und ziehe dann am Karfreitag einen Sack - mittlerweile kann man getrost diese Bezeichnung wählen - an Restfärbemitteln vom Vorjahr (und mittlerweile auch vom Vor-Vor-Vorjahr) aus der Dekokiste.

    Als Lösungsmöglichkeiten sehe ich folgende Herangehensweisen:

    1. Ich lege die Farben woanders hin, wo ich sie vor Einkauf der neuen Farben wiederfinde (Problem: wohin?)

    2. Ich dekoriere ab nächstem Jahr frühzeitig. (Problem: wann?)

    3. Ich lagere die Restfarben nicht ein sondern färbe ab sofort so lange jedes Wochenende Eier, bis alles aufgebraucht ist. (Problem: wer isst die?)

    Hm.

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