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    Dienstag, 8. Oktober 2013
    Blogging November - 595

    Sehr, sehr volle S-Bahn. Ein Mann lehnt sich an die Haltestange, an der ich mich festhalte.

    Mann: Können Sie Ihre Hand da wegnehmen?

    Frau N: Nein. Ich halte mich da fest.

    Mann: Und ich lehne mich da an.

    Frau N: Bitte.

    Mann: Das stört mich!

    Frau N: Das tut mir leid für Sie.

    Mann: Dann nehmen Sie jetzt ihre Hand da weg!

    Frau N: Wie kommen Sie darauf?

    Mann: Weil es mich stört!

    Frau N: Dann lehnen Sie sich halt nicht an!

    Mann: So eine Unverschämtheit. Wenn hier jeder etwas rücksichtsvoller wäre...

    Frau N, die Geduld verloren: ... dann stünde da hinter Ihnen z.B. nicht die Frau mit dem Fahrrad mitten im Berufsverkehr in einem ganz normalen Abteil, sondern wenigstens am Fahrradstellplatz. Der Typ da hinten hätte seinen dicken Rucksack nicht auf dem Sitz neben sich sondern würde da wen sitzen lassen. Hier, die Frau hätte ihren Koffer nicht mitten im Gang stehen sondern auf der Ablage. Der Mann da würde nicht so breitbeinig da sitzen, der andere daneben quetscht sich schon ans Fenster. Und der da hinten würde nicht in dem ganzen Gedränge auch noch quer in den Gang sitzen statt mit den Hufen in seinem Viererdings, wobei, da hat auch noch jemand eine Tasche reingepfercht, die könnte man halt mal hochnehmen. Von dem bideli-bildeli-unx-unx-Gedudel von der da neben mir gar nicht zu reden, hält man ja im Kopf nicht aus! Und Sie würden mit der Anlehnerei aufhören und mit Fassung einfach mal ein paar Stationen unangelehnt stehenbleiben. Dankeschön!


    Protipp: Auf diese Weise zunächst die Aufmerksamkeit und dann die Abneigung eines sehr vollen S-Bahn-Abteils binnen weniger Sekunden. Kann man mal machen!

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