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    Montag, 7. Oktober 2013
    Blogging November - 595

    Sehr, sehr volle S-Bahn. Ein Mann lehnt sich an die Haltestange, an der ich mich festhalte.

    Mann: Können Sie Ihre Hand da wegnehmen?

    Frau N: Nein. Ich halte mich da fest.

    Mann: Und ich lehne mich da an.

    Frau N: Bitte.

    Mann: Das stört mich!

    Frau N: Das tut mir leid für Sie.

    Mann: Dann nehmen Sie jetzt ihre Hand da weg!

    Frau N: Wie kommen Sie darauf?

    Mann: Weil es mich stört!

    Frau N: Dann lehnen Sie sich halt nicht an!

    Mann: So eine Unverschämtheit. Wenn hier jeder etwas rücksichtsvoller wäre...

    Frau N, die Geduld verloren: ... dann stünde da hinter Ihnen z.B. nicht die Frau mit dem Fahrrad mitten im Berufsverkehr in einem ganz normalen Abteil, sondern wenigstens am Fahrradstellplatz. Der Typ da hinten hätte seinen dicken Rucksack nicht auf dem Sitz neben sich sondern würde da wen sitzen lassen. Hier, die Frau hätte ihren Koffer nicht mitten im Gang stehen sondern auf der Ablage. Der Mann da würde nicht so breitbeinig da sitzen, der andere daneben quetscht sich schon ans Fenster. Und der da hinten würde nicht in dem ganzen Gedränge auch noch quer in den Gang sitzen statt mit den Hufen in seinem Viererdings, wobei, da hat auch noch jemand eine Tasche reingepfercht, die könnte man halt mal hochnehmen. Von dem bideli-bildeli-unx-unx-Gedudel von der da neben mir gar nicht zu reden, hält man ja im Kopf nicht aus! Und Sie würden mit der Anlehnerei aufhören und mit Fassung einfach mal ein paar Stationen unangelehnt stehenbleiben. Dankeschön!


    Protipp: Auf diese Weise zunächst die Aufmerksamkeit und dann die Abneigung eines sehr vollen S-Bahn-Abteils binnen weniger Sekunden. Kann man mal machen!

     
    Man kann da eh bloß sagen: "Verzeihung, das ist eine HALTE- und KEINE Lehnstange."

    Ich finde das auch jedes Mal "spannend", wenn sich jemand demonstrativ in einer vollen Ubahn, ungeachtet der sich schon dort befindlichen Hände, dennoch sein sein Lehnbefürnis stillen muß.

    Man müßte mal einfach laut aufquietschen und so tun, als wären die Finger gequetscht - was wohl dann passieren tät?
     
    Der Mann hätte gesagt: 'Können Sie nicht leiser quietschen? *Kopfschüttel* Keine Rücksicht...'

    Oder, wenn das Quietschen auf eine größere Verletzung schließen ließe: 'Sagen sie nicht, dass sie meine Jacke vollbluten oder mit dem Knochen aus ihrem offenen Bruch meine Kleidung beschädigen! Unverschämtheit...'

    ;)

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    Ich habe mal zu einem, der sich, seine Tasche und seine Zeitung über vier Plätze drapiert hatte, gesagt: Brauchen Sie alle vier Plätze oder kann ich einen davon haben? Antwort war ein genervtes Grummeln, ein halber Platz wurde widerwillig freigeräumt. Die Blicke der anderen Passagiere gaben mir zu verstehen, was für ein unverschämtes Weib ich war.

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    Ich pieke so "Lehnern" einfach permanent meinen Daumen in den Rücken, bis sie es aufgeben - da ich Stöpsel im Ohr habe, diskutieren die einfach nicht mit mir... :O)
     
    fest mit dem absatz auf die zehen steigen, dabei genau zielen, und sich dann ganz lange und ausführlich erklärend entschuldigen. wirkt immer.

    manchmal hab' ich dann beinahe selber mitleid mit mir, aber es dient ja einem guten zweck.

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    Große, protzige Ringe. Mit kegelförmig geschliffenen Steinen.
     
    Aber ich kann mich doch nicht jedes Mal verkleiden, bevor ich in eine S-Bahn einsteige!

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