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    Dienstag, 6. April 2021
    06042021

    Heute war ich in einem Impfzentrum, als Begleitperson, und das ging so:

    Am Eingang gab es erstmal Desinfektionsspray auf die Hände. Dann wurde von Impfling und Begleitperson der Ausweis kontrolliert - die Daten des Impflings mit einer Liste der angemeldeten Personen abgeglichen, die Daten der Begleitperson in eine neue Liste aufgenommen.

    Dann ging es ca. 10 Schritte weiter in einen neuen kleinen Eingangsbereich, hier wieder Desinfektionsspray auf die Hände. Eine kleine Treppe hoch, dort wies jemand in die richtige Richtung zur "Anmeldung" an einem Schalter, der nochmal ca. 10 Schritte weit entfernt war.

    An der Anmeldung wurden alle Unterlagen geprüft, Ausweis geprüft, Krankenkassenkarte eingelesen, dann gab es noch ein paar neue Formulare, eine handgeschriebene rote Nummer (sie lautete 462 - ich hoffe sehr, dass das nicht bedeutete, dass hier gerade die Person Nummer 462 am Tag geimpft wurde, es war nämlich 21:30 Uhr, befürchte aber, das bedeutete es evtl. doch) und ein rotes Kärtchen. Man sollte folglich der roten Linie auf dem Boden folgen. "Das geht eigentlich da rum, aber weil hier ja keiner ist, können Sie die Abkürzung nehmen, einfach hier durch die Tür." sagte der Herr, der nach 1 Meter auf der roten Linie stand, um die Karten zu kontrollieren, sammelte die rote Karte wieder ein und schickte uns durch eine Tür direkt gegenüber. Schwupps, schon stand man vor einer Reihe mit Impfkabinen und wurde in die erste (alle schienen frei zu sein) hineingewunken.

    Es musste dann ein wenig auf den Impfstoff gewartet werden, dann kam der Arzt, schaute alle Unterlagen nochmal durch, impfte, verschwand, eine Dame kam nun und führte in den ca. 20 Schritte entfernten Wartebereich. Dort wies eine andere Dame einen Stuhl zu und fragte nach dem Befinden, eine dritte Dame kam und brachte die Unterlagen plus einen neuen Zettel, der an der Abmeldung abzugeben sei.

    Nach ca. 15 Minuten Wartezeit standen wir auf, sofort eilte ein Herr herbei und führte uns zum Ausgang des Wartebereichs, dort wies uns ein weiterer Herr den Weg zur 5 Schritter entfernten Tür, dort wiederum desinfizierte uns jemand erneut die Hände und zeigte auf die 3 Meter entfernte Abmeldung. Dort wurden wieder alle Unterlagen angeschaut, wir bekamen sie zurück plus ein blaues Kärtchen. Wir drehten uns um, gaben das blaue Kärtchen an einen Herrn weiter, er wies zur Tür direkt neben ihm, von außen öffnete ein weiterer Herr die Tür und sagte "Auf Wiedersehen".

    Ein äußerst faszinierendes Erlebnis.

     
    und wo war die belehrung mit den nebenwirkungen?
    die möglichen vorerkrankungen?
    das is ja wohl das wichtigste
    was ist denn das für ein tollhaus?
     
    Es gab ausführliche Aufklärungs- und Fragebögen, insgesamt Papierwerk von so ca. 10 Seiten. Der Arzt fragte, ob es Vorerkrankungen oder Fragen gäbe, ob alles verstanden sei, ob die Impfung gewünscht ist.

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    Das klingt famos. Das Erlebnis in einem Stummfilm verarbeitet, würde ich zu gern sehen.

    Hier so:
    Sicherheitsdienst (Desinfektion)
    Anmeldung mit Termincheck (Klemmbrett!)
    Fiebermessen (Klemmbrett)
    Wartenummer (Klemmbrett)
    Wartesaal
    Blaue Linie :)
    Zimmer 1 (Desinfektion), Unterlagen plus Perso (Klemmbrett)
    Zimmer 2, Aufklärungsgespräch Ärztin (Klemmbrett)
    Zimmer 3, Impfung (zwei Patienten im Raum) (Klemmbrett)
    Weiße Linie
    Ruhesaal (letztes Mal Klemmbrett)
    Neuer Termin und tschüss.
     
    samsasamsa
    wir sollten blitzartig schnell diese impfzentren schliessen und den hausärzten die um ihre patienten wissen den impfstoff geben

    wenn es wirklich so abgelaufen ist dann ist das ein desaster! wo wir zwingend umsteuern müssen

    heute haben die arztpraxen die das wollten geradezu pervers jeweils 3 impfampullen bekommen für die ganze woche was für 18 impfungen ausreicht
    gut wenn es ein anfang ist will ich nicht meckern
    aller anfang ist schwer
    aber wenn sich das in die länge zieht wird es ein skandal desaströsen ausmasses
    muss man das unbedingt haben?
    muss man in jede scheisse laufen?

    und als argument hörst du: die impfzentren waren extrem teuer
    ja teuer hin oder her es ist verbranntes geld
    und noch viel schlimmer
    die können ja keinen patienten kennen mit seinen widrichkeiten woher auch
    das dumme zum 100000 male hingelullte aufkärungsgespräch nutzt da nix
    das kann ein callcenter auch
     
    Tatsächlich fand ich es sehr professionell und würde es für mich nicht ändern wollen.

    Andere Menschen brauchen andere Begleitung und Fürsorge/Aufklärung. Die können gerne von Ihrem Hausarzt geimpft werden. Da spricht m.E. nichts dagegen und viel dafür.
     
    dann lass ich mich gerne belehren
    hauptsache es geht voran
     
    ich war auch echt begeistert von der Organisation des Impfzentrums, in dem meine Mutter ihre Dosen bekam. Sie selbst auch. Lieber in einer Turnhalle warten als im Auto vor der Arztpraxis. Ist ja keine Schluckimpfung oder ein einfacher Piks gegen Tetanus. Und der logistische Aufwand zumindest bei Biontech nicht u unterschätzen.

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