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    Sonntag, 8. November 2020
    08112020

    Wie Sie vielleicht schon wissen, stehe ich total auf gute Geschichten. Damit meine ich spannende Geschichten mit Handlung, möglichst mit einer für mich unerwarteten Storyline. Wenn ich wählen kann, lese ich auch lieber Bücher, die handlungsgetrieben sind als die charaktergetrieben sind, wobei es natürlich am besten ist, wenn sich das ergibt oder ergänzt, aber jedenfalls interessieren mich Introspektiven, innere Monologe und ähnliches bla eher nicht.

    Für eine richtig gute Geschichte verzeihe ich so gut wie alles. Vor einiger Zeit hat mal im Büro jemand seinen Drucker in einem ungenutzten Raum zwischen einer Säule und einer Wand versteckt und dann gesagt, er hätte nie einen gehabt. Ich war nicht eine Sekunde verärgert oder genervt, ich wollte einfach nur die Geschichte dazu hören und dann war ich sehr, sehr glücklich und erzähle sie mir immer noch manchmal im Kopf nach. Ganz grandios.

    Und dieses Jahr, also 2020, wartet auch bereits mit zwei wunderbaren Geschichten auf, die ich unglaublich gerne hören würde. Einmal die von Jan Marsalek. Was hat der da wie gemacht, um Himmels Willen, und hat er wirklich mit Schauspielern und Kulissen eine Bankfiliale gefaket?! Ganz, ganz grandios, ich möchte ALLES darüber erfahren. Und die Highlight-Geschichte des letzten Quartals wäre ganz bestimmt, wie es dazu kam, dass die Trump-Pressekonferenz auf einer Art Obi-Parkplatz stattfand.

    Wenn zu beidem die Bücher rauskommen stehe ich ganz vorne in der Schlange. Naja, außer, dass ich ja nur digital lese, was sich aber - Cliffhanger - möglicherweise zeitnah ändert. Warum erzähle ich ein andermal, ich verrate nur so viel: es sind keinerlei ethisch-moralische Gründe.

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    Begegnungstagebuch:

    Herr N. (Haushaltsmitglied)

     
    Mir fiel gerade ein, dass ich tatsächlich dreimal um Mitternacht in einer Schlange vorm Buchladen stand, jedes Mal in den USA. Und bevor jetzt alle denken, ich sei so furchtbar literat, gebe ich zu, dass ich bei Erscheinen von Harry Potter 5 in Boston war, Harry Potter 6 San Francisco, Harry Potter 7 New York. Gut, dass ich das erleben musste, dann bin ich damit durch, pandemiebedingt sehe ich uns ja überhaupt nicht mehr in Schlangen stehen.
     
    Hihi, das ist ja lustig, Frau Herzbruch, denn Funfact: in der Anfangszeit der HarryPotterBücher war ich in Birmingham, UK, konnte diesem hype zunächst allerdings überhaupt nichts abgewinnen, dabei liebe ich englische Schlangen!
    Ich sehe mich pandemiebedingt jedoch umso mehr in Schlangen stehen, weil der Einlass zu allen möglichen Zugängen reguliert wird. Und ich muss sagen, ich genieße das sehr, denn endlich wird das Schlangestehen hier auch ein bisschen schöner, also wie in England, eine Schlange, dann wird man zum jeweiligen Schalter gerufen, cashier number three please, nie mehr die Diskussion welche Schlange länger dauert! (Ich werde doch wohl noch ein bisschen träumen dürfen?)
    Das gehört natürlich alles nicht hierher, bitte um Entschuldigung fürs Kapern Frau Direktorin.
     
    Ich stand noch nie vor einem Buchladen Schlange und pandemiebedingt auch nicht, wenn irgendwo eine Schlange war bin ich immer weggegangen.

    Das liegt aber an keiner prinzipiellen Haltung, nur daran, dass ich sehr ungern stehe, das macht mich hibbelig. Gehen hingegen ist super, daher woandershin gehen.

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    Erinnert mich an einen Minister bei uns. Der will auch nie ein Notebook gehabt haben. Seltsamerweise gibts davon aber Fotos. Potzblitz aber auch...

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    Die Geschichte mit dem Drucker erzählen Sie uns aber schon noch, oder?
     
    Nee, das geht leider nicht und ist in Wirklichkeit auch gar nicht so lustig, wenn man die Beteiligten nicht schon mehrere Jahre kennt.

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