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    Sonntag, 8. November 2015
    Blogging November - 1469

    Heute bin ich verwirrt. Vielleicht bin ich öfters verwirrt, aber ich habe ja selten Zeit, darüber nachzudenken, eher nur am Wochenende, so also heute.

    Es geht um Folgendes:

    Als ich in Paris war, bekam ich eine Mail von der Dame, die die Elternbeiratsangelegenheiten weiterführt, die ich vorher erledigte. Sie sagte, sie wolle zu einer Sitzung einladen und ob ich ihr eine Vorlage für eine Einladung schicken könnte und sowieso auch, ob ich ihr evtl. alle wichtigen Dinge der letzten 4 Jahre weitergeben könne. Die Einladung solle am ersten Tag nach den Herbstferien - also letzten Montag - verschickt werden. Ich antwortete am selben Tag, dass ich verreist sei, aber in 2 Tagen zurück. Dann könnte ich ihr entweder alle Sachen per Mail schicken, oder ihr einen USB-Stick mit allem drauf in den Briefkasten werfen, was den Vorteil hätte, dass sie dann alles geordnet in Foldern hat. Sie solle mir sagen, was ihr lieber wäre. Bis heute habe ich nicht mehr von ihr gehört.

    Letzten Freitag übernachtete ein Kind bei uns, beim Abholen gab es ein Missverständnis, so dass sämtliche Sachen bei uns zurückblieben. Die Mutter schrieb mir am nächsten Morgen, sie wolle das Gepäck gerne zeitnah holen, es wären ein paar Dinge dabei, die man oft braucht. Ich antwortete umgehend etwas wie "heute den ganzen Tag oder die komplette Woche jederzeit nach 19 Uhr oder falls das nicht passt, ruf mal an". Die Sachen sind noch immer hier.

    Letzten Montag fragte eine Freundin nach Hilfe bei einer Bewerbungsangelegenheit, also ob ich mal über die Unterlagen schauen könnte, es müsste aber bitte bis Ende der Woche sein. Ich sagte natürlich ja. Bis heute kam da aber nichts.

    Dann, letztes Wochenende, schrieb eine andere Freundin, sie habe ein paar Probleme und wollte mal mit mir was Trinken gehen. Ich nannte ihr ein paar Möglichkeiten letzte Woche und an diesem Wochenende. Bisher keine Antwort.

    Jetzt ist es so - ich brauche ja nichts, für mich besteht also kein Problem, das ist mir alles relativ egal. Aber verwundert bin ich doch. Kurz habe ich überlegt, ob ich vielleicht irgendwie aus dem Kommunikationsnetz gefallen bin, ob ich vielleicht immer nur denke, ich würde jemandem etwas schreiben oder sagen. Und dass meine Nachrichten in meinen Chatverläufen oder dem Sent-Folder sind, nur eine Illusion ist. Aber eigentlich ist das schon recht unwahrscheinlich.

    Allerdings weiß ich auch nicht, wie ich mir das sonst erklären soll.

     
    Probiern'ses mal mit Telepathie. Kommt garantiert was zurück. Ist nur nicht immer klar, von wem.
     
    Meine Mails landen in letzter Zeit öfter mal bei Leuten im spam folder. Auch eine Möglichkeit.
    Wenn's wirklich wichtig ist, werden sie sich schon wieder bei Ihnen melden. Aber merkwürdig ist das schon so geballt.
     
    Frau Klugscheißer, vielleicht haben die anderen ja telepathisch geantwortet. Das mag natürlich sein. Ich krieg sowas halt nicht mit.

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    Kenne ich gut...
    Ich nehme regelmäßig Anmeldungen für Veranstaltungen per Mail entgegen. Die bestätige ich dann umgehend per Mail an die Absenderadresse. In der Bestätigungsmail ist u.a. erläutert, wie und wohin der Unkostenbeitrag zu überweisen ist. Und immer wieder kommen Mails an eben die Adresse, von der die Anmeldung kam, als unzustellbar zurück. Die Leute fragen dann aber auch nicht nach. Auch nicht in der Newsgroup, wo sie von der Existenz der Verantaltung gelesen haben müssen. Man hört einfach nie wieder etwa von ihnen. Weiß der Himmel. Scheint sich um eine neue Ausdrucksform von Kommunikationunfähigkeit zu handeln.

    Ach ja, wo ich hier grad kommentiere, mal was ganz anderes: Sie haben mich vor einiger Zeit neugierig auf Wordfeud gemacht. Und ja, das ist ja einerseits wirklich nett und den Suchtfaktor kann ich auch nicht verneinen. Aber andererseits nervt es mich, und das nicht zu knapp. Ich bin nämlich der deutschen Sprache einigermaßen mächtig. Und Scrabble habe ich auch schon reichlich gepielt (so richtig live am Tisch mit echten Menschen). Insofern maße ich mir an (ggf. unter Hinzuziehung eines Dudens und von canoo.net), halbwegs beurteilen zu können, ob es Wörter gibt oder nicht. Und Wordfeud kennt da so einiges, was es definitiv *nicht* gibt. Und der Umgang mit Akronymen folgt auch keiner für mich erklärbaren Systematik. Mich macht es teilweise wahnsinnig, wenn ich mit Leuten spiele, die Zeug legen, von dem sie auch nur wissen, dass Wordfeud es schluckt, aber nicht, was es sein soll. Wörter, die nicht mal Google kennt. Nicht, dass mich stören würde, dass ich dann teilweise verliere. Mich stört die Gleichgültigkeit der Spieler, die ein *Sprachspiel* spielen, und denen es dann egal ist, dass sie nicht wissen, was sie legen. Wie gehen Sie denn damit um?

    So, musste ich mal loswerden. ;-)

    Gruß,
    Michael
     
    Das mit den Anmeldungen ist auch sehr komisch. Vermutlich sitzen dann auf der anderen Seite Leute, die beleidigt sind, weil keine Antwort kommt und sich denken, klar, war ja so ein Internetzeugs, kein Wunder, dass das nicht klappt. ;-)

    Wegen Wordfeud: das folgt den offizellen Scrabbleregeln, die ich daher tatsächlich komplett gelesen habe. Dadurch wurde mir schon einiges klar. Aber natürlich legen auch meine Spielpartner öfters Wörter, die ich nicht kenne, dann frage ich und wenn sie es auch nicht wissen, google ich und belehre sie ;-) Danach übernehme ich die Wörter in mein Repertoire, denn jetzt kenne ich sie ja. Auf ungooglebare Wörter bin ich noch nicht gestoßen. Was sind das denn für welche? Vielleicht kenne ich sie?

    Und spielen wir denn auch gegeneinander?
     
    "Vermutlich sitzen dann auf der anderen Seite Leute, die beleidigt sind, weil keine Antwort kommt und sich denken, klar, war ja so ein Internetzeugs, kein Wunder, dass das nicht klappt."

    Das Problem ist, dass Sie a) wahrscheinlich recht haben und dass b) es sich bei den Leuten, mit denen ich da zu tun habe, um Informatik-Studenten handelt, die sich für ein Programmier-Praxis-Wochenende anmelden. DAS macht mir Sorge. ;-)

    "Aber natürlich legen auch meine Spielpartner öfters Wörter, die ich nicht kenne, dann frage ich und wenn sie es auch nicht wissen, google ich und belehre sie ;-)"

    Oh ja... mache ich auch. Gerne mit Wikipedia-Links. Mögen manche gar nicht. Neulich wurde ich gefragt, ob ich die Wikipedia geschrieben habe. ;-)

    "Auf ungooglebare Wörter bin ich noch nicht gestoßen."

    Ich vergesse die immer wieder. Mein Hirn ist ganz schlecht darin, sich Zeug zu merken, das keine Bedeutung hat, außer vielleicht der, damit eine Wordfeud-Partie gewinnen zu können.

    "Und spielen wir denn auch gegeneinander?"

    Ich fürcht' mich. ;-) Aber ja, gerne. Ich such mal nach Ihnen, wenn ich das nächste Mal Zeit totschlagen möchte.

    Gruß,
    Michael
     
    Links habe ich noch nicht verschickt. Aber bei mir haben schon Spielpartner das Spiel abgebrochen, weil ich "schlimme Wörter" gelegt habe. Also: ich vermute, deshalb. Sie sind wortlos gegangen, genau weiß man es also nicht. Auch eigenartig.
     
    Langsam sollte man wieder anfangen zu telefonieren.
    "Ist denn meine Mal angekommen?"

    Das mit dem Aufhören bei unanständigen Wörtern war nicht ich, oder? Ich lerne immer gerne dazu. Vergesse aber, dass ich ein Spiel angefangen habe, und fliege Tage später aus dem System
     
    Das mit dem Link interessiert mich auch!
    Wie geht das?
     
    @croco nein, nicht Sie ;-) Ich hab keine Lust, zu telefonieren. Wie gesagt, das sind alles nicht meine Anliegen, da forsche ich nicht nach.

    @euphoria was mit dem Link?!
     
    @euphoria
    Links: In diesem Wordfeud ist doch eine Chat-Funktion enthalten. Und da können Sie natürlich auch eine URL hineinkopieren, z.B. zu dem Wikipedia-Artikel, der ein Wort erläutert. Das ist alles. :-)

    Gruß,
    Michael

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    Vielleicht ist es ja so, dass Sie nicht so geantwortet haben, wie zumindest die ersten beiden Personen das gehofft hätten. Vielleicht wollte die erste Dame, dass Sie sich interessieren, ihr bei was helfen, die zweite vielleicht, dass Sie ihr die Sachen bringen. Sagen, was sie wirklich möchten, fällt vielen Menschen schwer.

    Die dritte Person hat sich vielleicht gedacht, dass Sie viel um die Ohren haben und hat sich anderswo Hilfe geholt.
     
    Achso, ja, das kann natürlich sein, in Gedankenlesen bin ich echt nicht gut.

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    Ziemlich vertraut - beide Seiten:
    Manchmal antworte ich im Kopf und stelle Wochen später fest: Hat gar nicht stattgefunden.

    Genauso gibt es auch Leute, die sich einfach nicht deklarieren, obwohl sie selbst was von mir wollen.
    Dann stelle ich im Nachgang fest, da gab es offenbar mehr als die eine Option (mich) und sie haben die Entscheidung ausgesessen.

    Für mich ist das inzwischen ein klares Zeichen für Überlastung (Überfluss und Ballast).
    Persönlich nehme ich davon gar nichts mehr. Ich bemühe mich allerdings, meine eigenen Aussetzer zu reduzieren.

    Gelingt mir nicht - oder nicht zu meiner Zufriedenheit.

    Oft hat es nämlich damit zu tun, dass ich die wichtigeren, interessanteren Sachen aussitze, weil ich dort die inhaltlich wertvollere Antwort geben will und dann im Alltag nicht dazu komme.

    Doch Ihre Mütter, Bekannten in dieser Kumulation werden wieder andere Hintergründe haben.

    Ich stelle für mich durch Ihren Text fest: Ich will wieder genauer hinschauen und schneller reagieren.
     
    Hm, weiß nicht, ich würde jetzt beinah sagen: passiert mir nicht dass ich sowas dann einfach vergesse, nur: wenn ich es vergesse, weiß ich ja nicht, dass mir das passiert ist. Eine Falle! ;-)

    Generell reagiere ich aber meistens schnell, gerade bei Verabredungen und eigentlich wissen auch alle, die mich etwas kennen, dass sie da bei mir auch schnell sein müssen. Wenn ich heute fünf Tage vorschlage, hab ich morgen an dreien davon schon keine Zeit mehr.

    Das mit der Überlastung ist ein Thema, das mich oft etwas langweilt. Ich kenne glaube ich kaum Leute, die nicht meinen, dass sie überlastet sind. Nicht, dass ich es ihnen absprechen wollte, aber es ist so verbreitet, dass es als Argument für irgendwas in meinen Augen total redundant ist.

    Persönlich nehme ich das auch nicht, ich wundere mich nur.
     
    Die Überlastung gestehe ich auch eher zu, als dass ich sie mir selbst nachsage.
    Dass sie (die Ü.) allerdings ein gutes Versteck geworden ist und heute schon ein Stockwerk höher wohnt als die Arbeit - denn unter der durften wir vor 30 Jahren auch schon stöhnen - beobachte ich auch.

    Kann allerdings auch sein, dass Sie kein Vergleich zu anderen sind und einfach viel später erst "überlastet" sind.
     
    Ach, ich nehme mich da gar nicht aus, ich finde ja auch immer, ich habe zu viel zu tun ;-)

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