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    Sonntag, 1. März 2020

    Auch heute habe ich nicht so viel gemacht, wie ich erhofft hatte, aber egal, immerhin ein Buch ausgelesen (Carolin Emcke: Wie wir begehren), eine Suppe gekocht, Wäsche gemacht, Migräne medikamentös weggeballert, ausprobiert, ob die Katzen Lust haben, an einer Leine herumgeführt zu werden (definitiv nein!), Eltern angerufen und am Lesezirkel teilgenommen.

    Im Lesezirkel hatten wir das Buch von Kristina Hänel: Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer Abtreibungsärztin gelesen. Die Terminfindung mit den sehr umtriebigen Damen vom Lesezirkel ist nie ganz einfach, daher hatte ich das Buch schon vor Wochen, genau gesagt im letzten Jahr gelesen. Und ich hatte wirklich zwischenzeitlich vergessen, wie sehr ich mich beim Lesen aufgeregt habe! Ganz unglaublich aufgeregt darüber, wie es möglich ist, dass in einer aufgeklärten Gesellschaft so wichtige Belange von Frauen einfach totgeschwiegen, tabuisiert werden, im normalen Alltag nicht vorkommen dürfen. Das ist eine Ungeheuerlichkeit und mir ist völlig unbegreiflich, wieso sich das nicht endlich ändert.

    Ansonsten hat mich an dem Buch die Naivität, die ich wahrnahm, sehr berührt. Ich hatte von Frau Hänel ein ganz anderes Bild im Kopf, kein sehr konkretes, aber ich hatte mir vorgestellt, dass sie in allem viel absichtsvoller, viel bewusster vorgegangen wäre. Es war aber wohl eher so, dass sie die Auseinandersetzung mit § 219a nicht gesucht hat, sondern von ihr gefunden wurde, und diese Herausforderung jetzt angenommen hat. Davor habe ich sehr viel Respekt.

     
    Ohje, die im täglichen Leben ganz auf mich fixierte Katze erklärt mir den Krieg, wenn ich mit einem Halsband ankomme. Als sie sterilisiert wurde, musste ich sie zunächst in ihrem Tragekorb lassen, außerhalb hätte sie bis zur Selbstaufgabe gegen den Verband gekämpft.
     
    Meine sind in der Hinsicht beide ein wenig naiv, ich kann fast alles mit ihnen machen, so lange ich selbst nicht nervös dabei bin. Ich konnte ihnen das Ding problemlos mehrfach anziehen (bzw. beim Kater war der Körperumfang hinderlich) und wieder ausziehen, aber sie fanden es ein total merkwürdiges Ansinnen von mir und wälzten sich klagend und angehend verärgert auf dem Boden. Bevor sie richtig verärgert waren, habe ich aufgehört.

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    Wie wir begehren
    Wie fanden Sie das Buch von Carolin Emcke?
     
    Ganz gut. Ich mag die Sprache von Carolin Emcke, das sehr Klare und Reduzierte. In dem Buch habe ich einige interessante Gedanken gefunden, die ich mir entweder so nie gemacht hatte oder die ich schon wieder vergessen hatte. An einigen Stellen war mir aber der rote Faden nicht so richtig klar. "Gegen den Hass" hat mir besser gefallen.
     
    Dann schau ich auch mal rein...
    ...danke. :-)
     
    Besitzen Sie es schon? Ich habe keinen Platz mehr für Papierbücher und verschenke es gern.
     
    Oh...
    ...das ist ja sehr nett, danke! Ich schreib Ihnen eine Mail diesbezüglich.

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    Tipp: Das Katzengeschirr erst einmal eine Weile dicht am eigenen Körper tragen, damit es nach dem Lieblingsmenschen riecht. Nach Anlegen Belohnung.

    Bei uns klappt es nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut, nachdem die Katze begriffen hatte, dass das von ihr so heiß Gewünschte ("Ins Freie!!!") nur zu meinem Bedingungen (in Begleitung) zu haben war. Hatte das Geschirr nach einiger Zeit mit einer dieser Ausziehleinen (8 m) kombiniert und wir gehen seit Jahren fast täglich Gassi (sie strudelt sich tatsächlich gern im Freien aus, wenn sie kratzfähigen Boden findet).

    Lustig sind die Reaktionen der Passanten. Manchen fällt erst etwas auf, wenn der vermeintliche Hund auf einmal ein Stück den Baum hochklettert.

    Anfangs gab es Spott von den Nachbarn, inzwischen hab ich im Viertel schon zwei Nachahmer gesehen.
     
    Ich hatte das Geschirr noch von früher, damals konnte ich es nur dem Kater anlegen, der sich dann aber nach wenigen Schritten immer auf den Boden presste und nicht mehr weitergehen wollte. Die Katze war früher sehr sehr scheu und ließ sich von mir nicht anfassen.

    Nun habe ich es beim Aufräumen vor ein paar Tagen wiedergefunden, es lag dann herum und die Katzen interessieten sich dafür und schnupperten daran, also kam ich in Ausprobierlaune. Anlegen konnte ich es beiden (bzw. dem Kater nur so halb, er ist jetzt zu, ähm, kräftig), aber beide fanden es doof ;-)

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