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    Freitag, 11. März 2016
    Maniküre

    Relativ beruhigt habe ich festgestellt, dass meine Fingernägel doch wachsen. Sie müssen wissen, ich war mir da nicht sicher. Keine Ahnung, wann ich die zum letzten Mal geschnitten habe. Gefeilt nur, wenn was eingerissen war. Eine Nagelschere besitze ich natürlich, dieser Haushalt ist hervorragend ausgestattet, aber ich verwende sie nur zur Pediküre.

    Dann hatte ich mir ja Silvester 2014/15 überlegt, dass wenn ich mir etwas zu Neujahr vornehmen würde, was ich nie tue, es "Nägel immer schön lackieren" wäre. 2015/16 fiel mir das wieder ein und ich dachte, hm, Nägel kamen im letzten Jahr nicht vor an den Fingern, in keiner Form. Meine Fingernägel sind immer in optimaler Klavierspiellänge. Naja, weniger bildungsbürgerlich gesagt: Tastaturtipplänge. Vielleicht von Natur aus?

    Eine gewisse etwa dreistündige Phase der Beobachtung ergab jedoch: keine gottgegebene Klavierspiel-/Tastaturtipplänge sondern ich beiße die ab. Nicht unmäßig natürlich, wie sähe das denn aus. Auf optimale Länge halt. Das fand ich trotzdem plötzlich nicht mehr altersangemessen.

    Also lackierte ich die Nägel, knabberte den Lack ab, lackiere sie wieder, knabberte den Lack mit mittelmäßigem Konzentrationsaufwand nicht wieder ab (schmeckt auch nicht gut) und nun, nach etwa zwei Wochen, stehe ich vor dem nächsten Problem: wie schneidet man sich denn als dezidierte Rechtshänderin an dieser Hand die Nägel? Ruft man dazu Mama an? Oder geht man zu einer kleinen Asiatin für "Neeeeehls"?

    Vielleicht ist kontrolliertes Beißen doch besser.

     
    (feilen? Ich mach das unter der Dusche, unwirsch, aber alles andere geht nicht)

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    Ich bin auch Beißer. Mit der Schere bin ich zumindest an der dominanten Hand zu ungenau, und feilen erzeugt bei mir die gleiche Reaktion wie die Ultraschallnadel vom Zahnarzt (also: ich halt's aus, aber möchte keinen regelmäßigen Kontakt damit haben).

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    Nach dem, was ich so mitkriege, haben die kleinen Asiatinnen (häufig Vietnamesinnen) einen echten Scheissjob für einen Hungerlohn, machen viele unbezahlte Überstunden, schlafen teilweise sogar im Studio, weil sie sich keine Bleibe leisten können, die Frauen werden total ausgebeutet. Das gilt besonders für die billigen Studios (gerne in Einkaufszentren), die die Kundin sich evtl. auch gleich vergiftet, an den billigen Chemikalien und dem Methylmethacrylat. Unschön ist auch eine eitrige Nagelbettentzündung bei unsachgemäßer Modellage. Die billigen Studios/schwarze Schafe sind oft wirklich problematisch für Angestellte und Kunden.

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    Nagelknipser. Lässt sich mit rechts und links gleichermaßen geschickt bedienen.
     
    knipsen, und zwar mit genau so einem gerät: https://de.wikipedia.org/wiki/Nagelknipser - da kann man schön damit rangieren, sie passen in jede noch so kleine tasche, und eine feile incl. nagelausputzer ist gleich mit eingebaut. darf ruhig ein etwas teureres modell sein, die dinger halten ewig, vorausgesetzt - was bei ihnen natürlich nicht so einfach werden könnte - sie solidarisieren sich nicht mit einem stielkamm. in der handtasche mitgeführt haben sie zudem den vorteil, dass man damit alle möglichen verpackungen aufmachen, abstehende fäden abschneiden, notfalls auch hängengebliebene reissverschlüsse zumindest öffnen kann.

    nachgearbeitet wird dann mit einer feile, sehr praktisch finde ich die nagelfeilen aus karton (haben eine sehr rauhe und eine sehr feine seite), die man notfalls auch ganz genau einer nagelbiegung anpassen kann. gibt es im zehnerpack um wenig geld in fast jedem supermarkt. haben ebenfalls gut in jeder kleinsten tasche platz, und wenn wer fragt ob man eine nagelfeile herborgen könnte, kann man sagen: ich schenk dir eine. herborgen solcher dinge finde ich nämlich irgendwie - bäh, eigentlich sogar schon die frage.

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    Noch eine Stimme für Nagelknipser. Tatsächlich eines der Dinge, die ich mit auf eine einsame Insel oder die Zeitreise zurück ins Mittelalter nehmen würde, weil ohne nur sehr schwer leben ist. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Nagelschere benutzt und finde sie auch hochgradig gruselig.

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    Ich hab Nagelknipser. Damit kürze ich den Katzen die Krallen.

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    Mit der linken Hand?!?
     
    Ich kann nichts mit links. Und ich wüsste auch nicht, an wem ich das üben sollte.
     
    Halten Sie die Feile in der linken Hand und bewegen Sie den gewünschten Fingernagel die Feile entlang.

    Falls das Ihre linke Hand überfordert, besorgen Sie einen Schraubstock und spannen die Feile ein.

    Es tut auch ein improvisierter Schraubstock. Legen Sie die Feile auf die Kante der Küchenarbeitsplatte und beschweren sie. Zum Beispiel mit zwei 50-kg-Säcken Mehl.
     
    Sie haben Ihre Maus auf links umgestellt. Sie können alles mit links. Und nein, das muss man nicht an anderen Personen üben, wenn man vorher abgebissen hat.
     
    Was genau möchten Sie mir damit jetzt sagen? Dass Sie besser über meine linke Hand Bescheid wissen als ich?
     
    Haha nein, das wäre ja ein Ding, wo ich doch sowieso schon Ferndiagnosen ablehne. Aber ich meinte mich zu erinnern, dass Sie seit einem rechtsseitigen Mausarm die Maus konsequent mit links bedienen und finde, dass Personen, die eine so hochkomplexe und feinmotorische Tätigkeit wie Mausbedienen mit links können, sich auch mit der linken Hand die rechten Fingernägel schneiden können müssten. Nun fehlen Ihnen zwar viele Jahre Training aus Gründen. Aber ich wäre da eigentlich zuversichtlich.
     
    Das ist ja auch im Ansatz komplett richtig nur: Maus mit links waren erstmal ein paar unerfreuliche Wochen. Und das geht noch schnell, weil die Maus täglich mehrere Stunden im Gebrauch ist. Gehen wir mal von 4 Stunden täglich aus, 20 Tage pro Monat und dann, dass es 2 Monate gedauert hätte (war länger) bis ich links so komfortabel war wie rechts. 160 Stunden. Wem soll ich denn 160 Stunden lang mit links die Nägel schneiden, damit ich mit dem Ergebnis bei mir dann zufrieden bin? ;-)
     
    Haha ja, daran habe ich natürlich nicht gedacht :-) Ich schneide mir allerdings seit ca. 25 Jahren selbst die Nägel und die der rechten Hand mit links, ich möchte das nicht durchrechnen, aber 160 Stunden könnten da schon drinsein, oder? ;-)

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    Eine Glasfeile würde ich empfehlen. Sie arbeitet sehr fein, so dass die Kanten der Nägel ganz glatt sind. Und man kann schnell viel Nagel abfeilen, so dass das Theater von links an rechts mit Schere wegfällt. Man kann sogar lackierte Nägel feilen ohne dass was abblättert. Sie lässt sich gut abspülen.
    Sie ist zwar teuer, hält aber ewig, wenn man sie nicht auf den Badboden knallen lässt. Wie ich letzte Woche.
     
    Dem schließe ich mich an. Achten Sie darauf, dass es eine feine Glasfeile ist, ich kann die von Art Dec* empfehlen. Nachdem mir mal eine solche heruntergefallen ist, bekam ich eine Glasfeile von Pfeilr'ng geschenkt, die war aber zu grob.

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    ich habe mir für die Nägel der rechten Hand zusätzlich eine Linkshändernagelschere gekauft. Es liegt nicht an der Ungeschicklichkeit meiner linken Hand, dass ich mit dieser nicht schneiden kann, sondern am Schliff der Schere. Und mit 2 Scheren komme ich gut klar
     
    Linkshänderschere! Dankeschön.

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