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    Montag, 23. März 2015
    Blogging November - 1137

    Heute von Mademoiselle belehrt worden, dass ich bekannte Kinder, denen wir auf der Straße begegne, lieber nicht grüßen sollte. Schon gar nicht mit Namen. Und auch nicht verbal. Etwas lächeln ist okay. Aber eher von weitem. Falls das Kind dann zurücklächelt, könnte ich knapp nicken. Aber knapp. Sehr knapp. Das Kinn nicht zu weit runter (sie griff mir an den Kopf und führte die akzeptable Nicktiefe ein paar Mal mit mir durch, zur Einprägung). Sollte das entsprechende Kind aber nicht zurücklächeln, muss ich schnell weggucken und wen anders anlächeln, so dass es wirkt, als wäre ich halt jemand, der viel herumlächelt auf der Straße.

    Sonst wäre das nämlich peinlich. Also, nicht, dass ich peinlich wäre, natürlich nicht (das kommt aber sicher bald auch), sondern nur mein Verhalten, weil es das andere Kind in eine schlimme Situation bringt, in der man nämlich die Mutter von jemandem grüßen muss, was generell abzulehnen ist.

    Das soll ich bitte auch anderen Müttern und auch Vätern und Großeltern erklären. Mademoiselle möchte das nämlich auch nicht, auf der Straße gegrüßt werden, außer von gleichaltrigen Freundinnen, aber die nehmen einen ja sowieso auch in den Arm und sagen nicht "Hallo Mademosielle" oder sonst etwas, naja, Peinliches.

    Ich soll das so vielen Leuten sagen, wie ich kenne, damit dieses peinliche Gegrüße endlich aufhört.

    Das sei hiermit erledigt.

     
    bösartigerweise könnte man natürlich mademoiselle et al. darüber aufklären, dass es sowieso nicht sein kann, dass erwachsene kinder zuerst grüssen. weil: gegrüsst wird "von unten nach oben": also jung richtung alt, mann richtung frau, höherstehend richtung niedrigerstehend, etc.. pfotengeben erfolgt in umgekehrter reihenfolge, also "von oben nach unten". wobei oben und unten nichts mit besser oder schlechter zu tun hat, aber so kann man sich das leicht merken - der chef reicht der putzfrau zuerst die hand, nicht umgekehrt.

    also: mademoiselle und ihre freundinnen brauchen eigentlich keine angst zu haben, dass erwachsene sie grüssen, sie brauchen sich nur selber nicht an die benimmregeln zu halten. allerdings dürfen sie dann auch nicht motzen, wenn sie nicht gefragt werden ob sie auf ein eis mitkommen wollen, weil: sie sind ja kwasi gar nicht vorhanden. sonst hätten sie ja gegrüsst, weil sie doch wissen wie man sich zu benehmen hat. äh ...

    und wieso eigentlich, fällt mir gerade ein, drillt man kinder noch immer auf "gib die hand"??? kaum sind die armen dem kleinkindesalter entwachsen, bringen sie die erwachsenen in die bredouille. man will nicht jedem die hand geben, und man will die armen würmer auch nicht mit ausgestrecktem rechtem vorderlauf haltlos in der gegend herumstehen lassen.

    es bleibt kompliziert.

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    *schmunzel* Ob ich die C. weiterhin ärgern darf, wenn ich sie sehe? Habe ich jedenfalls Samstag beim Turnen einfach gemacht. :D

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    Lustig, dass Sie das ansprechen, grade gestern fragte ich mich nämlich, wie viel oder wenig Gruß opportun ist, wenn mir MitschülerInnen von mademoiselle793 über den Weg laufen und ob es nicht in den meisten Fällen das beste wäre, die kleinen Biester wie Luft zu behandeln. Mit Ausnahme vielleicht der besten Freundin von Töchterlein und der F., die mich von sich aus grüßt.
     
    Von sich aus grüßen scheint zu einer seltenen Ausnahme zu werden. Ich finde das ja schade, bin da vielleicht "old-school".

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    Kinder, Teenager... immer wieder erstaunlich!

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