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    Dienstag, 17. Februar 2015
    Blogging November - 1204

    Immer mal wieder habe ich den Wunsch, ganz weit zu gehen. Vielleicht bis in ein anderes Land oder durch ganz Europa.

    Meistens keimt dieser Wunsch auf, wenn ich einkaufen gehe, allerdings regelmäßig nur auf dem Hinweg und nicht etwa, wenn ich hinterher die Tüten und Taschen nach Hause schleppe. Daraus kann man eine ganz wesentliche Sache schonmal ableiten: ich möchte nicht mit einem riesigen Wanderrucksack unterwegs sein.

    Auch, wenn ich ja nun festgestellt habe, dass ich fürs Bad eigentlich nur eine Zahnbürste benötige, fangen da die Probleme schon an. Das nächstgelegene andere Land dürfte von hier aus Frankreich sein, schätzungsweise 150 km Luftlinie, und ich fliege ja gar nicht mal. Ich laufe und verirre mich dabei sicher auch öfters, wie weit kommt man wohl so, wenn man jeden Tag einfach immer weiter geht, ohne sich zu stressen? 20 km? 30? Auch schon wieder kompliziert, es gibt sicher Gegenden zwischen hier und dem anderen Land, in dem Ortschaften, in denen ich übernachten könnte, weiter als 20 oder 30 km voneinander entfernt sind. Da wäre schon wieder einiges an Planung vonnöten und am Ende müsste man sich doch ab und an beeilen. Und mehr als eine Zahnbürste bräuchte ich sicher doch, ein Mindestmaß an Kleidung zum Beispiel für verschiedene Witterungen. Und ab und an wird man sich auch ohne spezielle Wettereinflüsse umziehen müssen, klar, neue Sachen kann ich unterwegs kaufen, aber dann will ich die doch erstmal waschen, da bin ich eigen. Handy und Ladekabel brauche ich auch, das klingt jetzt schon nach einer mittelgroßen Tasche. Und dann sind so Dinge wie Sonnencreme noch gar nicht dabei.

    Es ist kompliziert mit dem einfach lange gehen. Vielleicht ist es ganz gut, dass sich ein mehrmonatiger Spaziergang in meinem Alltag momentan sowieso schlecht unterbringen lässt. Bis sich das geändert hat, habe ich die Logistik vielleicht ausgefeilt.

     
    Ich bin dann mal weg
    wäre eine Lektüre die ich zu dem Thema empfehlen kann.

    Herr Kerkeling hat darüber ausführlich und wie ich finde sehr unterhaltsam berichtet.

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    Ähnliche Gedanken
    ventiliere ich bisweilen rund ums Thema Radfahren. Und obschon das den Radius im Vergleich mit dem Gehen schon deutlich erhöht, bleiben die großen Fragen die gleichen: Wie weit komme ich in einem gegebenen Zeitraum, was brauche ich an Gepäck und wie kriege ich das alles durch die Gegend gewuchtet?

    Und so bleibt es einstweilen doch maximal bei Tagestouren.
     
    Hier auch Radfahren. Das mit dem Gepäck ist wesentlich einfacher als beim Laufen: Hinten zwei große, vorne zwei kleine Radtaschen von der Firma, die mit O anfängt und mit rtlieb aufhört... dann kann man schon eine Menge Schmonz mitnehmen.
     
    Ich will aber ja nicht Radfahren, das geht mir zu schnell!

    Bezüglich des Gepäckproblems wurde mir übrigens andernorts geraten, einfach so lange zu warten, bis die Sache mit den Drohnen noch etwas mehr im Alltag angekommen ist. So eine Gepäckdrohne wäre schon etwas Feines!
     
    Aber beim Radfahren kann man sitzen!
     
    Bis die Drohnen so weit sind, bliebe noch die Option "Wandern ohne Gepäck". Kann man wohl auch individuell machen.
     
    Ich hatte damals alles in einem Rucksack dabei. Was fehlt, kann man kaufen, oder drauf verzichten. Und für den Rucksack gibt es die wundervolle Bastelei "Zorrocarry" des Herrn Stuntz, der seine wirklich wilden Touren auch so bestreitet: Bild.
    (Die Idee hab ich ja immer noch. Nur die Zeit nehme ich mir nicht.)
     
    Ich will gar nicht sitzen und das mit dem Wandern ohne Gepäck ist mir schon wieder zu planvoll, ich weiß ja gar nicht, wo ich hinwill, ich möchte einfach losgehen und schauen, was passiert. Mit dem Fahrrad wäre es evtl. einfacher, da ist man auch schneller wo, wo man was kaufen kann, ich sehe mich ja immer noch auf einer Landstraße zwischen zwei Orten und dann hab ich Hunger und keine Lust mehr - und DANN könnte ich mit dem Handy die Drohne herbeisteuern!
     
    Ich las die Tage in einem Wanderführer über ein Ehepaar, das Israel durchwandert hat. Das Land ist klein genug, um sich nie zu weit von der Zivilisation und ihren Einkaufsmöglichkeiten zu entfernen und per Schiff, also ohne fliegen, zu erreichen.

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    Ich würde ja zusätzlich "Wild" von Cheryl Strayed als Lektüre empfehlen, aber nach vier fünfteln ist das Buch immer noch nicht gut und somit das von Hape Kerkeling wesentlich besser.
     
    Das Buch ist unter dem Titel Wild - Der große Trip auch verfilmt worden, ich weiß aber nicht, ob der Film etwas taugt.
     
    Ich oute mich
    und sage, dass ich weder Hape Kerkelings Buch noch diesen Wild-Film mochte. Ich fand' beides zum einschlafen; laaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig.
     
    Ich oute mich auch: Ich kenne weder das eine noch das andere. Bis heute hatte ich weder vom Buch von Cherly Strayed gehört, noch das Bedürfnis gehabt, das Buch von Kerkeling zu lesen.

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    Man
    schafft etwa 4 - 5 Kilometer pro Stunde zu Fuß ohne Pause.
    Ich bin ja mal mit so einem grün verkleideten Trachtenverein mit 10 Kilo Gepäck mitgewandert. In Nijmegen, da findet jedes Jahr ein Viertagemarsch statt. Jeden Tag 40 Kilometer. Ich kann Ihnen nur sagen: Sie sind froh, wenn es Abend ist und ein netter Sani Ihre verkrampften Beinmuskeln massiert und auflockert.
     
    Ja neee, also jeden Tag 40 km möchte ich ja gar nicht laufen...

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    Als ich in den vergangenen Wochen in meinem Bewegungsdrang deutlich eingeschränkt gewesen bin, sprich: nicht laufen konnte, las ich ersatzweise Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce. Der wollte eigentlich nur zum Briefkasten und lief dann 1000 Kilometer durch England (von Kingsbridge an der Südküste nach Berwick-upon-Tweed in Schottland). Er hatte nicht einmal sein Mobiltelefon dabei.
     
    Gute Lektüre? (Klingt jedenfalls unterhaltsam.)
     
    Das Harold-Fry-Buch habe ich sogar gelesen, also: angefangen, aber es hat mich dann leider nicht gefesselt. Die anderen beiden kenne ich nicht - das von Hape Kerkeling natürlich vom Titel her, aber beide habe ich nicht gelesen. Merke ich mir mal vor.
     
    Ich brauchte erst eine Weile, bis ich reinkam, er war so eine arme Haut und seine Frau so unsympathisch. Ich wusste allerdings schon, dass da noch etwas kommt und klar wird, warum sie anfangs so sind, wie sie sind (aber nicht bleiben).

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    Ich möchte hier mal fürs Protokoll anmerken, dass ich einiges dagegen hätte, wenn Du uns wandernd für Monate alleine lässt.
     
    eben, eben!
     
    irgendwas ist ja immer!

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    Ich bin im Sommer 2004 von Hamburg in den Landkreis Ludwigsburg gewandert. Ungefähr 650 km, 31 Etappen, mit Zelt und Schlafsack. Auch sonst mache ich gern Wanderungen über weitere Strecken bis zu einer Woche lang. Soviel zu meiner Expertise auf dem Gebiet.

    So ein Unternehmen ist durchaus zu schaffen. Man muss kein Supersportler sein, sollte aber den Willen zum Durchhalten mitbringen.

    Da ich davon ausgehe, dass Sie keine passionierte Wanderin sind, würde ich von 15 km Tagesleistung ausgehen (+/- 2 km). Das ist nicht rasend viel, aber man kommt ein Stück vorwärts und am nächsten Tag wieder in die Stiefel. Hier helfen 2-3 Testtageswanderungen um die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen.

    Diese Testwanderungen würde ich auch nutzen, um den Umgang mit Wanderkarten zu üben.

    Das Ausmaß an Gepäck ist direkt abhängig vom eigenen Luxusbedürfnis. Auf Weitwanderungen nehme ich nur Zahnbürste, Zahncreme und Deoroller als Basisausrüstung mit. An Wäsche nur das, was ich am Leib trage plus ein Sortiment Ersatz. Gewaschen wird im Spülbecken des Hotels/der Pension. Ich komme so mit einem Tagesrucksack mit 20 Liter Fassungsvermögen aus (das sind dann ohne Wasser und Proviant für den Tag ca. 4-5 Kilo). Mein Luxus besteht also in der Reduktion auf das absolut Wesentliche. Aber jeder Jeck ist anders. Ich hab schon Leute getroffen, die haben 10 Bücher durch Schleswig-Holstein getragen.

    Als Alleinwanderin können Sie Übernachtungen vorab organisieren, müssen es aber nicht. Außer, Sie durchqueren mehr oder weniger menschenleere Regionen (sollten Sie solche entdecken, bitte ich um Nachricht) werden Sie mit etwas Voraussicht (nicht erst suchen, wenn es dunkel ist) immer gut eine Unterkunft für eine Nacht finden. Es macht auch mehr Spaß, sich ein wenig dem Ungewissen auszuliefern.

    Noch ein Tipp zur Ausrüstung: Sie brauchen kein Vermögen für Ihre Ausrüstung, aber an zwei Dingen sollten Sie auf gar keinen Fall sparen: Kaufen Sie die beste Wetter/Regen/Goretexjacke, die Sie kriegen können und kaufen Sie richtig gute Wanderstiefel.

    Und zum Schluss: Einfach machen. Es wird keiner bei Ihnen klingeln und sagen "Jetzt darfst du".

    Ach ja, das Buch von Hape hab ich auch gelesen. Nett zu lesen aber sonst purer Blödsinn. Hatte am Ende leichte Zweifel, ob der die Tour wirklich gemacht hat.
     
    Oha, sehr interessant, ja, es sind dann wohl eher 15 km am Tag, kann ja auch gut sein, dass ich mir noch irgendwas unterwegs genauer anschauen möchte, und dann dauert alles viel länger. Dann wird aber natürlich auch wieder der Zeitaspekt interessant - wenn ich z.B. in einer Woche zu Fuß nicht aus Gültigkeitsbereich meiner Monatsfahrkarte herauskomme, lohnt das natürlich auch nicht so recht.

    Der richtige Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.
     
    Sie besitzen eine Monatsfahrkarte, die noch in einer Distanz von 100 km gültig ist? Respekt.

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    Wieviel Sie am Tag schaffen können, hängt sehr vom Gelände ab. Ich plane gerade meine Tour im Sommer durch einen weitgehend flachen Teil der Niederlande und habe dabei Etappen von durchschnittlich 20 Kilometer. Steigungen spielen bei Etappenlängen eine nicht zu unterschätzende Rolle - je mehr Auf und Ab, um so kürzer sollte die Strecke sein.

    Dieses Gefühl des Loslaufen-Wollens kenne ich sehr gut. Letztlich kann ich mich da nur dem letzten Kommentar anschließen: Machen Sie's einfach. Natürlich gehört ein bisschen Planung dazu, die kann aber auch viel (Vor-)Freude machen.

    Minimalistisch und ohne viel Schickimicki zu wandern ist eine schöne Vorstellung. Letztlich lehrt einen glaube ich nur die Erfahrung, was man braucht und was nicht. Ich habe festgestellt, dass ich kein 750 Seiten starkes Hardcoverbuch mitnehmen sollte, aber ich musste das auch erstmal probieren. Autsch. Aber ich wäre jetzt auch nicht der Typ, der sich die Zahnbürste absägt.

    Wichtig ist gutes Schuhwerk (vorher auch einlaufen), ein gut passender Rucksack, Regenkleidung - alles Sachen, die der Vermeidung von Schmerz und Unannehmlichkeiten zuträglich sind. Das Internet ist voll von unzähligen Packtipps und -listen, von denen man sich inspirieren lassen kann, aber was Sie mitnehmen, entscheiden Sie letztlich doch selbst.

    Handy halte ich übrigens mitnichten für Luxus. Es reicht, wenn Sie sich mitten in der Pampa den Fuß vertreten oder wenn Sie Zeugin eines Unfalls werden - schon werden Sie es brauchen. Im Übrigen ist bei allem Alleinwandern die Möglichkeit nicht zu unterschätzen, eben doch Kontakt zu den Liebsten aufnehmen zu können, wenn man das will und braucht.

    Machen Sie mal. Und berichten Sie mal.
     
    Ja, also ich möchte auf jeden Fall so wenige Unannahmlichkeiten wie möglich, ich möchte ja nichts herausfinden oder beweisen sondern einfach nur herumlaufen. Schauen wir mal :-)

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    Auf unserer Schottlandtour, von der ich in meinem blog berichte, begegneten wir verschiedenen Leuten, die nur mit dem wanderten, was sie auf dem Leibe hatten und einem kleinen Beutelchen für Seife (Zahnbürste) und Essen. Einer davon war ein vielleicht 70 Jahre alter Mann. Er trampte nicht, wie wir, sondern wanderte. Wir haben nie herausgefunden, wo er schlief. Jedenfalls nicht in den Jugendherbergen. Ich nehme mal an draussen. Dann wäre es auch egal, wie weit die Ortschaften voneinander entfernt sind. Ich bin diverse Male mit dem Rucksack unterwegs gewesen, in Schottland und in den Pyrenäen. Nie wieder mehr als 5 Kilo!!!!!!
     
    Wo ist denn Ihr Blog, verlinken Sie das doch gerne einmal.

    Ich war auch mal 6 Wochen mit Wanderrucksack in Schottland unterwegs, wenn auch nicht wirklich zu Fuß sondern trampend. Trozdem, ich weiß sehr genau, dass ich das nicht nochmal tragen will.
     
    Wie mache ich denn das mit dem Verlinken? Da war ich schon auf Facebook zu bescheuert ...

    O.k., ich kopiere einfach den Link hier hinein: http://birgitdiestarke.blogger.de/topics/Schottland+Tagebuch+1973/

    Wir sind auch hauptsächlich getrampt, haben aber auch viele Meilen zu Fuss zurückgelegt. Wir waren drei Wochen unterwegs. Das Jahr darauf bin ich dann noch einmal los und dann sechs Wochen. Danach begann der Ernst des Lebens ... ;o)
     
    Die Antwort, wie Sie Ihr Blog mit Ihrem Nick verlinken, finden Sie dort.

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    Sehr empfehlenswert zur Einstimmung für solche Vorhaben finde ich "Berlin-Moskau" von Wolfgang Büscher, der diese Strecke 2001 zu Fuß gegangen ist. Das Gepäck ist auch bei ihm ein wichtiges Thema ;-) und auch die Reisebeschreibung ist interessant.

    "Picknick mit Bären" von Bill Bryson, der darin seine Erfahrungen mit dem Appalachian Trail beschreibt, kennen Sie sicherlich?
     
    Das stimmt, Berlin-Moskau ist ein sehr empfehlenswertes Buch. Wolfgang Büscher musste sich allerdings etwas sputen, um nicht erst mitten im Winter in Moskau anzukommen ;-) also nichts für Frau N.

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    Was mich am allermeisten wundert ist ja, dass niemand diese Steilvorlage nutzt und schreibt: "Bei dem was du schon alles in der Handtasche mit dir rumschleppst, willst du ohne Lastwagen mehrere Tage unterwegs sein?! Muahaha!".

    Also - ich hätte diesen Ball ja gespielt... ;-)
     
    Sie
    könnten ja eigentlich nur mit Ihrer Handtasche bewaffnet loswandern...
     
    Ich spiele höchstens den Ball, dass ich gerne wandern würde, wenn es nicht zu Fuß wäre.

    Außerdem ist in Ihrer Handtasche kein Bier. So wird das eh nichts.
     
    Das kommt jetzt zu spät, jetzt sind Sie nur noch Trittbrettfahrer ;-)
     
    Ha. Auf dem Trittbrett um die Welt. Das würde ich mir noch eingehen lassen. Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen (hat hier auch noch gefehlt).

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