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    Sonntag, 18. November 2012
    Blogging November - 384

    Autofahren. Wie absurd das doch eigentlich ist, in so einem Metallkästchen zu sitzen und diese Maschine zu bedienen, mehrere Stunden lang, immer vorn herauszuschauen, am Rad ein bisschen nach links und ein bisschen nach rechts zu drehen, mit den Füßen zwischen drei Pedalen abzuwechseln und ab und an ein Hebelchen anzutippen. Unglaublich. So absurd, dass ich mir währenddessen gar nicht mehr vorstellen kann, das wirklich zu tun, das muss doch ein abgefahrener Traum sein, das kann nur erfunden sein, hihihi, fährt das überhaupt wirklich oder läuft da Landschaft auf einer Projektionsfläche an mir vorbei? Mir ist danach, die Augen zu schließen und etwas anderes zu träumen.

    Ich bin vielleicht doch eher so der Bahnfahrtyp.




    Heute vor zig Jahren:

    Wir haben lange geschlafen. Um 12:50 fuhren wir zum Friseur und danach in ein vietnamesisches Restaurant. Da gibt es eine total leckere Gemüseplatte mit Pilzen, die ist total lecker und mit Stäbchen essen ist auch genial. Abends fuhren wir in eine Nachbarstadt aber da gefiel es uns nicht, so dass wir sofort wieder zurückfuhren. Um 1 Uhr geschlafen.

     
    Bei ähnlichen Gedanken, wie absurd diese Tätigkeit des Autofahrens bei Licht besehen doch ist, habe ich mich zwar auch schon ertappt. Nur empfinde ich es als noch viel absurder, mich in so einem langgezogenen Metallwurm zu pferchen, in dem ich nicht vorne rausgucken kann und auch nicht anhalten oder einen anderen Weg nehmen kann, wenn mir danach ist. Der mich dann irgendwo mitten der Stadt aussetzt, wo ich dann gucken kann, wie ich dahin komme, wohin ich eigentlich will.
     
    Ich meinte auch nicht unbedingt, dass der Metallwurm weniger absurd ist. Es ist aber darin mehr egal, wie sehr man sich seinem kleinen Wahnsinn gerade hingibt ;-)
     
    Mir kommten beim Autofahren viel mehr Ideen als beim Bahnfahren.
     
    Gute oder nicht so?
     
    Gute. Gerade auch, wenn es bei der Arbeit gedanklich mal hakt und nicht vorangehen will. Auto fahren hilft da sogar besser als spazieren zu gehen, habe ich festgestellt.
     
    Interessant. Bei mir bewährt sich in dieser Lage Fahrradfahren immer wieder ganz hervorragend.

    Autofahren wirkt bei mir hingegen ganz gut gegen Kopfkino. Aber nicht unbedingt so, dass ich da gute Ideen bekäme. Mehr so, dass ich alles andere gut abschalten und ausblenden kann und mich einfach nur auf das Fahren konzentriere.
     
    Die Fokussierung ist das vielleicht. Bei mir hilft Autofahren - und auch laute Musik per Kopfhörer - bei Migräne. Natürlich nicht beim akuten Migräneanfall, aber hinterher, wenn der Schmerz weg ist aber das drumherum eben noch nicht. Weil es da eben nur um diese eine Sache geht. Das entspannt.
     
    Das ist halt die Frage: Abschalten wollen oder gute Gedanken fließen lassen wollen. Und so fällt mir ein, dass mir das Laufen fehlt, diese Garantie, dass einfach so gute Gedanken kommen *heul [Fuß-jammer-Modus-aus]
     
    Ja, da ist dann jeder anders, bzw. vielleicht auch je nach Situation. Ich bin immer froh, wenn zur Abwechslung einmal keine Gedanken bei mir fließen. ;-)
     
    Geht mir beim Laufen so. Einfach keine Gedanken. :-)

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