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    Mittwoch, 31. Juli 2019
    Urlaubstag 19

    Kein guter Tag, den hätte man auch rundheraus streichen können. Also bis auf Karaoke, das war gut.

    Ich stand morgens sehr früh auf, um zum Frankfurter Hauptbahnhof zu fahren. Schon allein das war nicht schön, nicht wegen der Uhrzeit, sondern weil am Frankfurter Hauptbahnhof vor zwei Tagen ein Junge vor einen fahrenden Zug gestoßen wurde und starb. Sehr viele Blumen und Kerzen und Teddybären sind an Gleis 7, viele Menschen, die stehenbleiben, Wachleute und immer mal wieder Presse. Es ist herzzerreißend.

    Am Bahnhof war ich verabredet mit jemandem auf Durchreise zu einer Beerdigung, ich wollte noch Sachen mitgeben. Auch das herzzerreißend.

    Danach habe ich zu Hause Krempel gemacht, wie Rechnungen bezahlen, Erstattungen beantragen, Beschwerden einlegen, Dinge prüfen und sortieren und so weiter. Das war im Gegensatz zum Morgen schon fast heiter. Fertig geworden bin ich nicht, aber der Berg ist kleiner.

    Dann habe ich gekocht. War nicht besonders gut.

    Und danach war Karaoke. Daran, wie gesagt, nichts zu meckern.

    Als ich nach Hause kam, wollte M ihr Zugticket nach Hamburg buchen, sie fährt mit einer Freundin zu einer Freundin. Die Kinder möchten um 5:50 Uhr losfahren, die Mutter der mitreisenden Freundin möchte aber, dass sie erst um 6:30 Uhr losfahren (und dann 90 Minuten später ankommen) - M sagt nun, wenn sie 90 Minuten später ankommt, macht die Reise keinen Sinn und die andere Mutter sagt, wenn 40 Minuten früher losgefahren werden soll darf die Reise nicht stattfinden. Mir sind diese 40 - 90 Minuten sowas von scheißegal, das gibt es schon gar nicht mehr. Aber beide wollen natürlich ausgerechnet mit mir darüber sprechen.

    Reicht dann jetzt auch.

     
    Welchen Zug nehmen die beiden Mädchen nun?
     
    Bisher noch ungeklärt. Ich fände es eh besser, ihnen ein Flexticket zu kaufen, man weiß ja nie, was unterwegs ist: sie kriegen den Umstieg nicht hin, sie wollen früher zurück weil irgendwas ist, sie verpassen den Zug weil irgendwas ist und auch, wenn bahnseitig etwas Unvorhergesehenes passiert, ist es für die beiden weniger "aufregend", wenn sie sowieso flexibel sind.

    Dann könnte man das auch an dem Morgen spontan entscheiden, sie stellen sich halt einen Wecker und wenn sie das dann wegen Müdigkeit nicht packen, fahren sie später.

    Weiß aber nicht, ob das den anderen Eltern a) zu teuer oder b) zu liberal ist ;-)
     
    Stimmt, Flexi-Tickets sind viel angenehmer und stressfreier. Ich tippe auf den Preis, der Unterschied ist doch schon gewaltig, wenn man keine Bahncard hat.
     
    Es ist jetzt das Flex-Ticket geworden.

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