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    Samstag, 18. März 2017
    Lösungen

    Vielleicht haben Wotanfon und ich eine Lösung gefunden, nicht für das ständig auftretende Internetproblem aber für die Unannehmlichkeiten, die mir damit entstehen (und eigentlich nur darum geht es ja). Nämlich schicken sie mir nun einen MiFi-Router mit SIM-Karte und 50 GB Volumen, die sie dann immer, wenn ich eine Störung melde, neu draufbuchen. So richtig glaube ich an die Lösung zwar erst, wenn sie installiert ist und auch wie besprochen funktioniert, aber das ist schonmal ein guter Ansatz.

    Den Song vom Gesangslehrer habe ich mittlerweile auch erfolgreich über GooglePlay gekauft - endlich weiß ich etwas mit meinem Guthaben dort anzufangen. Guthaben dort hab ich, weil ich ab und an zwei Fragen zu meinem Einkaufserlebnis im Rewe-Markt beantworte, nämlich "waren Sie da?" (ja) und "wie war es auf einer Skala von 1-5" (3). Damit habe ich schon um die 15 Euro verdient, mit denen ich aber nichts anzufangen weiß. Jetzt sind es immerhin 99 Cent weniger.

    Den größten Teil des Tages saß ich aber sowieso in einer Sporthalle und las dort meine Papierzeitung. Die Papierzeitung sorgte für Aufsehen, niemand außer mir hatte eine dabei. Ob sie interessant sei wurde ich gefragt (ja). Und ob ich verstehen würde, was da so steht (JA??!!). Bei solchen nicht-kommerzialisierten Sportveranstaltungen gibt es übrigens meiner Kenntnis nach immer hervorragenden hausgemachten Kuchen zu Spottpreisen. Es wundert mich, dass es noch nicht allgemein üblich ist, am Wochenende einfach auf gut Glück Sporthallen aufzusuchen, um sich dort an Tortenstücken für 1 Euro satt zu essen. Vielleicht, weil der Kaffee so grauenhaft ist. Profisportlerinnenmutter die ich bin hatte ich aber selbstverständlich (neben der Papierzeitung) meinen eigenen gut gefüllten Thermobecher dabei.

     
    Während ich noch schallend über die Rewe-Nummer lache, kommt die Szene mit der Papierzeitung und ich bin absolut sprachlos. Ist das ein inzwischen wirklich a) so exotisches Medium, dass b) eine unglaublich hohe Aufnahmefähigkeit benötigt, die man c) ausgerechnet IHNEN nicht zutraut?

    Sprachlos.
     
    Sie müssen mehr unter Menschen gehen. Ich habe in den letzten 12 Jahren bei Veranstaltungen, die ich des Kindes wegen besuche, noch nie bewusst jemanden mit einer Zeitung (abseits der BILD, die ich nicht als Zeitung zähle) oder mit einem Buch oder E-Book-Reader gesehen. Das sind Veranstaltungen, auf denen die anwesenden Mütter sich über Diät austauschen oder was sie den Vätern vorkochen, wenn sie demnächst das jährliche Wellness-Wochenende mit den Freundinnen machen, und die anwesenden Väter ins Handy schauen. Das ist völlig normal so. Ich muss Ihnen leider sagen: wir sind in der absoluten Minderheit.
     
    Gut, dass ich keine Kinder habe. Ich würde da bestimmt gemobbt werden.

    Bei uns kocht übrigens mein Mann vor, wenn er mal weg muss ("damit du nicht vier Tage lang nur Pellkartoffeln und Quark essen musst"). Er geht auch vorher noch einmal groß einkaufen.

    Ich könnte natürlich darauf hinweisen, dass ich ja irgendwie 27 Jahre überlebt habe, ehe wir uns kennenlernten ...
     
    Nein, da würden Sie nicht gemobbt. Die Leute sind ja weder unsympathisch noch gemein sondern haben einfach nur andere Interessen und Lebensweisen.
     
    "Die Leute sind ja weder unsympathisch noch gemein sondern haben einfach nur andere Interessen und Lebensweisen."

    Das finde ich sehr schön erkannt und ausgedrückt.

    ***

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    Vom Ärger mit Internet Verbindung und Wotanfon kann ich ein Lied singen! Die sind echt unfähig, hier in der Gegend was hinzukriegen gggrrr
    Trotzdem lg, liva

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