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    Freitag, 3. April 2020

    Als erstes mal werde ich morgen lang schlafen. Ich plane nicht, vor 10 Uhr aufzustehen. Dann werde ich 1-2 Stunden mit Kaffee auf dem Sofa sitzen und den Kreislauf langsam hochfahren lassen. Brötchen zum späten Frühstück, danach werde ich ein Buch lesen.

    Am Nachmittag gehe ich spazieren und mache einen Mittagsschlaf - in welcher Reihenfolge entscheide ich spontan. Fest steht, dass ich zum Mittagsschlaf einfach so wegdämmern werde, weil ich versuchen werde, entspannt fernzusehen, was mir aber nicht gelingten wird, denn ich schlafe ja ein. Vielleicht wechsle ich nach dem ersten Einschlafen und Hochschrecken ins Bett.

    Um 17 Uhr habe ich eine Verabredung, danach mache ich Abendessen. Dabei rufe ich meine Eltern an und nach dem Abendessen werde ich auf dem Sofa, bzw. im Sessel, weiterlesen, bis ich wieder müde bin.

     
    Virtuelle Verabredung?
     
    Natürlich. Man hat doch keine anderen derzeit.
     
    Sie und ich nicht, mir fallen jedoch auf Anhieb zwei Bloggerinnen ein, die anderes berichten.
     
    Echt? Ich kenne wirklich niemanden, der sich derzeit mit mir treffen würde. Ab und zu bringe ich Leuten irgendwelche Sachen, aber die werfen wir uns zu oder legen sie vor die Tür und gehen auf Abstand, unterhalten uns dann natürlich auch so z.B. von Balkon nach unten oder über den Gartenzaun hinweg. Aber zu Besuch, zusammen am Tisch sitzen oder sowas nicht. Selbst wenn ich wollte würden mir glaube ich alle im Freundeskreis einen Vogel zeigen ;-)
     
    Ich bin auch immer wieder erstaunt.

    Im Deutschlandfunk hörte ich vorige Woche die Reportage einer wohl jüngeren Reporterin, die auf die glorreiche Idee kam, sich abends mal mit ihrem Nachbarn bei ihm daheim auf ein Bier zu treffen. Zwar mit Abstand um den Küchentisch, das hat dem aber nichts genützt, als sie wenige Tage später als einzige aus ihrer vierköpfigen Familie über Atemnot klagte. Es dauerte mehrere Tage, die entsprechende Hotline in Berlin zu telefonisch zu erreichen, um einen Corona-Test für sich und ihre Familie zu bekommen. In der Zeit blieb sie brav daheim, informierte aber umgehend den Nachbarn über ihre Symptome - mit dem Ergebnis, dass eine Großbaustelle in Berlin sofort stillgelegt wurde, als der Nachbar seinen Arbeitgeber informierte. Der Test war dann negativ. Als ich die Reportage hörte, fragte ich mich sofort: WTF haben die sich dabei gedacht, sich daheim auf ein Bier zu treffen, obwohl sie nicht in einem Haushalt leben?

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    Ich freue mich für Sie.

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