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    Donnerstag, 5. Januar 2017
    Wmdedgt 1/2017

    (Was das ist und die anderen Einträge dazu sind, wie immer, bei Frau Brüllen.)

    Jetzt habe ich zum ersten Mal bewusst 2017 geschrieben. Tippt sich gut, so eine leichte Dehnung im rechten Zeigefinger. Letztes Jahr wurde ja bei der 6 der linke gedehnt, dieses Jahr also der andere, Ausgewogenheit ist wichtig. Wie es sich anfühlt, 2017 per Hand zu schreiben, weiß ich noch nicht, mal sehen, wann ich das herausfinde. Ich werde berichten.

    Ich wachte heute morgen um 9 Uhr auf. Normal ziehe ich (im Urlaub und am Wochenende) nach dem Aufwachen mit Buch und Kaffee auf die Couch um, aber wir hatten Übernachtungsbesuch, also erhöhte Gefahr, angesprochen zu werden, sicherheitshalber blieb ich also ohne Kaffee aber mit Kater auf mir im Bett und las dort. Ab 10 Uhr lauschte ich, wann die aus der Wohnung dringenden Geräusche ein freies Badezimmer andeuten könnten und als die Tür entsprechend quietschte, warf ich den Kater von mir, sprang auf und schoss pfeilgenau in die Badezimmerbenutzungslücke. Ich hasse ja wenig mehr, als angesprochen zu werden, bevor ich geduscht habe. So ging aber alles gut aus.

    Nach dem Frühstück wollte der Besuch abreisen und wir saßen ungefähr eine Stunde herum, bis diese Abreise auch tatsächlich stattfand. Sobald die Tür ins Schloss gefallen war, sprintete ich mit Buch auf die Couch und das Kind in sein Zimmer und Herr N irgendwoanders hin, ich habe vergessen, wo. Ungefähr zwei Stunden lang tat dann jeder so, als wäre er völlig allein.

    Zum Mittagessen (gegen 16 Uhr) gab es Spaghetti Bolognese, anscheinend haben die ausgedehnten Weihnachtsfeierlichkeiten bei mir aber zu einer Fleischabneigung geführt. Ich muss das beobachten.

    Eigentlich war geplant, nach dem Essen mit Mademoiselle zum Optiker zu gehen. Dort hatte sie gestern mit den Großeltern (dem Besuch also) eine neue Brille ausgesucht und diese bedarf noch der Endfreigabe durch mich. Als ich vorschlug, mal langsam loszugehen, hatte sich das Kind aber schon wieder in den Schlafanzug gewandet und sagte, ihr wäre nach Faulsein. Wir waren also faul, bzw. so faul war ich gar nicht: ich las das Buch für - ach Gott, ich weiß immer noch nicht, wie ich das nennen soll: Bücherkränzchen? Lesezirkel? Literaturclub? Ah, jetzt weiß ich, die Twittergruppe heißt einfach Lesedings, das übernehme ich nun - das Lesedings zu Ende und schaute mir alle Stellen, die mir beim Lesen irgendwie wichtig erschienen und daher mit Zettelchen markiert sind, nochmal an, um daraus etwas Kluges oder Bedeutsames abzuleiten, ich korrespondierte mit dem Schizophrenisten über diverse weltbewegende Themenkomplexe, machte die Wäsche und bereitete zum ersten Mal überhaupt einen Blogeintrag vor - das ist noch nie passiert, normal vergeht von Idee bis Online nur so viel Zeit, wie fürs Tippen benötigt wird. Alle diese Tätigkeiten standen zwar in einem zeitlichen, aber in keinem Sinnzusammenhang.



    (Achtung, Ehrenrettung, das ist nicht ein Foto mit weißer Decke als Hintergrund, wie man es von Ebay kennt, in halt-nicht-gut-gelungen. Das ist nur die Decke, mit der ich auf der Couch sitze und unter der die Katzen kuscheln.)


    Dann reichte Herr N. Alkohol an: Whisky-Cola und Chouchen Melmor, das ist die bretonische Antwort auf Met und wurde mir von @littlebinf zu Silvester mitgebracht. Eigentlich wollte ich das Getränk an dem Abend noch den Gästen anbieten, habe es dann aber vergessen, ein Glücksfall, wie sich jetzt herausstellt, es ist nämlich sehr lecker und bestimmt hätte das am 31. zu fortgeschrittener Stunde niemand mehr zu würdigen gewusst.

    Weiteres ist für heute nicht mehr geplant. Wenn ich müde bin, werde ich halt schlafen gehen.

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