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    Freitag, 5. August 2016
    WmdedgT 8/2016

    Was das ist und die anderen Wmdedgts finden Sie hier.

    Genau wie Frau Brüllen schlafe ich heute aus und der Wecker klingelt erst um 7 Uhr - Herr N und Mademoiselle haben nämlich noch Urlaub, das bedeutet, es gibt keine Badezimmerbenutzungsordnung und nichts zu klären oder besprechen und deshalb geht bei mir alles sehr schnell. Der S-Bahn-Tunnel ist momenten ja gesperrt und mein Fahrrad ist von Handwerkern, die unzählige Löcher in unser Haus gebohrt haben und nun irgendwas wachsig riechendes hineinspritzen, eingebaut, also stehe ich seit Mittwoch (bis dahin hatte ich Urlaub) jeden Morgen kurz ratlos vor dem Haus und weiß nicht genau, wie ich ins Büro kommen soll. Es ist nicht so, dass es keine Möglichkeiten gäbe, es gibt nur sehr viele unterschiedliche mit ebensovielen unterschiedlichen Bedingungsfaktoren, das morgens auszuwerten überfordert mich, so dass ich meist erst kurz in die eine Richtung gehe, dann den Kopf schüttele, mich umdrehe und in die andere Richtung gehe und anschließend ruckartig in die dritte mögliche Straße einbiege und mich auf gut Glück an den Bahnhof setze und zwischen 2 und 35 Minuten ausharre, bis ein Zug kommt.

    Im Büro ist es im Moment ein bisschen anstrengend, was daran liegt, das ich erst seit drei Tagen aus dem Urlaub zurück bin und sich einiges angesammelt hat. Mittlerweile ist aber alles gesichtet und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Ein bisschen Zeit kostet es auch immer wieder, Personen zu erklären, dass ihr "ich habe mir das aber für heute notiert" nicht an sich ein Merkmal für Prioriät darstellt. Außer natürlich, man ist der Oberchef, der ist aber nicht da.

    Viele Leute, viele Sachen, viele Anrufe, sehr viele Mails, es fließt so alles vor sich hin, die Mittagspause vergesse ich und gegen 16 Uhr merke ich, dass ich nur noch Sachen von links nach rechts schiebe und mich gedanklich im Kreis drehe, also packe ich alles zusammen und fahre nach Hause. Unterwegs ruft Mademoiselle an, sie war beim Rudern und ist gekentert und hat Appetit auf Obst und es ist keins im Haus, ob ich noch welches mitbringen könnte. Ich kann, allerdings erst, nachdem ich nochmal eine halbe Stunde wegen einer Signalstörung an einem Bahnhof stand.

    Mit Johannisbeeren und Äpfeln machen wir es uns dann auf der Couch bequem, später bibt es noch Nudeln mit Tomatensoße und werfe die nassen Sachen in die Waschmaschine, überlege, ob ich die 1,5 unausgepackten Urlaubskoffer noch angehen sollte aber entscheide mich dagegen. Zu anstrengend, lieber weiter Johannisbeeren essen, Katzen kraulen und ein Buch lesen.

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