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    Donnerstag, 21. Juli 2022
    Fertiggerichte

    Wenn ich genau darüber nachdenke - auch ein eigenartiges Thema übrigens, aber ich möchte natürlich nicht Themendissing betreiben - ist das, was man als Fertiggericht bezeichnet, überhaupt gar nicht fertig. Das ist ja meistens trocken oder kalt bzw. trocken&kalt oder feuchtkalt, trocken&warm oder feuchtwarm ist mir glaube ich noch nicht begegnet, ich müsste überlegen, dann wäre es vermutlich wirklich fertig. Wie halt Essen aus dem Restaurant oder aus der Box eines Lieferdienstes. Die Unfertigkeit des Fertiggerichts bezieht sich also im Wesentlichen auf die Temperatur.

    Vielleicht zerdenke ich das Thema und erzähle einfach meine Meinung zu dem, was landläufig als "Fertiggericht" bezeichnet wird. Ich bin eine große Freundin von Mama Miracoli (sowas von nicht fertig, dieses Gericht! Man muss alles noch kochen und sogar auch zusammenrühren!). Während meines Studiums aß ich oft, die Aldi-Version davon, heute leiste ich mir - wenn Mann und Kind aus dem Haus sind - das Original und neulich war ich in einem Airbnb, in dem ich Mama Miracoli vorfand und weil ich abends schon (sehr hervorragend übrigens in einem türkischen Restaurant, das Essen wurde ganz und gar fertig an den Tisch gebracht) aß ich Mama Miracoli zum Frühstück. Das war schön! Es gab in dem Airbnb auch eine Fertig-Bio-Gulaschsuppe im Glas, die habe ich aber nicht gegessen. Wann denn auch. Abends war ich ja aus essen, Morgens Mama Miracoli, den Tag über war ich unterwegs. Man kann nicht alle Leben leben. Leider, natürlich.

    (Zur Einordnung kurz: Mama Miracoli: kalt&trocken. Gulaschsuppe im Glas: feuchtkalt.)

    Essen auf Rädern habe ich auch mal probiert. Hieß allerdings Landhausküche und war okay, sinnvollerweise war es so gewürzt, dass es einen wohl recht allgemeinen Geschmack trifft, es war daher nichts Besonderes, genau betrachtet ist es ja bei allen Fertigerichten gut, sie so zu produzieren, dass sie einen möglichst allgemeinen Geschmack treffen, so dass sie nichts Besonderes sind, was wiederum der Grund ist, warum ich sie so gut wie nie esse, denn auch, wenn ich so gut wie alles mag, bevorzuge ich Essen, das nicht jedes Mal gleich schmeckt (Ausnahme Mama Miracoli, bitte nicht die Rezeptur verändern).

    Spontan fallen mir keine weiteren Fertiggerichte ein, die ich esse. Vielleicht liegt das daran, dass ich keine Mikrowelle besitze, so dass mir die absolute Zeitersparnis nicht zur Verfügung steht. Ab und an (ca. 1x im Jahr) gibt es in meinem Haushalt TK-Reibekuchen (trocken&kalt) oder TK-Pizza (trocken&kalt), auch fertige (also kalte, aber nicht trockene) Nudeln habe ich schon gekauft. Und Reibekuchenteig (nass) im Eimer und TK-Germknödel (trocken&kalt, wenn nur Kühlregal-Germknödel eher feuchtkalt, das ist interessant, oder?). Vorbereiteten abgepackten Salat (nicht nur grün sondern mit Käse, Mais, Ei und so, feuchtkalt aber der ist wirklich fertig!!!) nehme ich mir manchmal irgendwohin mit. Wenn es Knödel gibt (auch selten), kommen die aus der Packung (trocken&kalt). Achja, ich mag auch gern Kartoffelpürree (trocken&kalt) zum anrühren, einfach so, außer mir mag das aber zu Hause niemand, daher habe ich das in meiner Schublade im Büro. Mein Büro Comfort-Food ist dieser Kartoffelbrei zum Anrühren und dazu eine Cola light, irgendwann gab es auch mal Tassenkuchen (trocken&kalt), also eine Pulvermischung, die man in einer Tasse mit etwas Milch verrührte und dann ein paar Minuten in die Mikrowelle stellte (im Büro gibt es eine Mikrowelle). Dann hatte ich sozusagen ein ganzes Menü, those were the days!

    Weitere Empfehlungen für Fertiggerichte kann ich mangels Vertrautheit mit dem Thema leider nicht aussprechen.


     
    Oh ja, der Tassenkuchen! Die Phase hatte ich auch. Schokotassenkuchen und dann nicht ganz fertig "gebacken" in der Mikrowelle (dir mir auch nur im Büro zur Verfügung steht), damit er noch halb flüssig, aber heiß ist. Lecker!
     
    Hier gibt es immer ein bis zwei Dosen Notfall-Ravioli (nur die von Maggi mit der Fleischsauce), diverse Ramenvariationen und ein paar Tütensuppen. Aktuell stocke ich auch ein bisschen beim Dosenessen auf, also so Linsensuppe und ähnliches, immer für den Fall, dass wegen Krankheit oder anderweitiger Einschränkungen die Lust am Kochen gering, das Bedürfnis, etwas Warmes zu essen, aber noch ausreichend vorhanden ist. Außerdem gibt es sehr gutes Dosengulasch von einem regionalen Metzger in einem Kölner Rewe. Das ist sehr gut, aber auch verhältnismäßig teuer.

    Auffällig bei Fertigessen (in allen Darreichungsformen) finde ich, dass ich da sehr spezifisch bin in dem, was ich mag und in dem, was ich nicht mag. Da kann auch schon die Marke entscheidend sein oder bei Tütensuppen die konkrete Zusammensatzung der Zutaten und die Art der enthaltenen Nudel.

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    Das Fertiggericht, das in unserem Haushalt immer vorrätig ist, ist der Vegetarische Linseneintopf von Erasco (heißt vegetarisch, ist aber eigentlich vegan). Schmeckt, macht zwei Leute satt, wenn keine Zeit/Lust zum Kochen vorhanden, und ist noch nicht mal ungesund.

    (Wir hatten dann auch mal andere Erasco-Eintöpfe probiert, die uns aber nicht überzeugten.)

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    Wir haben immer Nudeln und Pesto im Haus für alle Fälle oder Milchreis (muss man zwar noch kochen, ist aber auch der gleiche Arbeitsaufwand wie bei Fertiggerichten) und dazu ein Glas Sauerkischen.
    Und ich finde Eierpfannkuchen haben auch Fastfood-Qualität, auch wenn das backen dann ein bisschen dauert, aber der Teig ist ruck zuck zusammengerührt.

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