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    Freitag, 29. Mai 2015
    Blogging November - 1300

    Analog zu diesem Artikel habe ich in den letzten Wochen das Fahren in der Fahrbahnmitte mal ausprobiert. Naja, nicht ganz in der Mitte, aber deutlich weiter links als vorher. Bisher habe ich nämlich immer versucht, mich möglichst rechts möglichst klein zu machen, damit die Autos gut vorbeikommen.

    Was ich nicht gedacht hätte. Ich fühle mich sicherer in der Fahrbahnmitte. Viele schwierige Situationen ergeben sich gar nicht erst, z.B. das Problem der sich plötzlich öffnenden Türen parkender Autos. Auch kann ich jetzt einfacher links abbiegen, wenn ich das möchte - besonders auf viel befahrenen Straßen war es oft gar nicht mehr möglich, im fließenden Verkehr auf die linke Spur zu wechseln. Und nicht zu letzte ist es für die Autofahrer jetzt schwieriger geworden, mich zu überholen, was aber gleichzeitig bedeutet: sie geben mehr Acht. Wenn ich ganz rechts fahre, scheinen alle zu denken, ach, da pass ich vorbei - und dann wird es manchmal eben sehr eng. Fahre ich in der Mitte, muss das Auto zum Überholen die Fahrspur wechseln. Das ist für mich eigentlich besser. Und auch das lästige Problem des Beinahe-Umgemäht-Werdens, wenn ich geradeaus fahren möchte, das Auto neben mir aber nach rechts abbiegen, ist aus dem Weg.

    Natürlich wird mehr gehupt. Aber besser angehupt als umgefahren.

     
    So gehört das.
    Predige ich seit ewig. Ich fürchte nur, hier ist einer der wenigen Orte, wo man sich als Fahrradfahrer outen kann, der sich nicht ängstlich im rechten Rinnstein rumdrückt, ohne dafür Hasstiraden zu ernten.

    Kleiner Tipp noch: Falls Fahrer überholender motorisierter Fahrzeuge die Zeit haben, Ihnen durchs Beifahrerfenster ein herzhaftes "Radweg!!!" zuzubrüllen - das Vorhandensein und die Benutzbarkeit irgendwelcher Flächen als "Radweg" erkennt der Autofahrer ebenso sicher wie fehlerhaft auf Hunderte von Metern - kommt als Antwort ein ebenso herzhaftes "Autobahn!!!" immer wieder gut. Oder der Schlag auf den zu diesem Zeitpunkt meist maximal 30 Zentimeter entfernten heiligen Lack.

    Frohes Radeln!
    Michael
     
    Haha, "Autobahn". Sehr schön. Bisher gab es aber keine unangenehme Begegnung.
     
    Mich hat in einer engen Straße (wo eh nur 30 ist) einer mal angehupt, weil er nicht überholen konnte, und anschließend gebrüllt, warum ich nich auf dem (unbefestigten) Rasenstreifen neben der Fahrbahn fahren würde. Dem habe ich auch nur einen Vogel gezeigt verbunden mit dem unverbindlichen Hinweis, einmal einen Blick in die STVO zu werfen, insbesondere §1. Aber Autobahn ist natürlich großartig, das merke ich mir!

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    Mach ich auch immer so. Verstecken ist gefährlich!

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    Und wenn doch gehupt wird...
    ...anhalten, Polizei auf der Nicht-Notrufnummer rufen, Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr. Oder damit drohen. Ganz einfach. :)

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    Mehr in der Mitte fahren
    mach ich auch schon länger, wenn ich dran denke. Immer wenn ich zu knapp überholt werde, war ich mal wieder zu weit rechts. Eigentlich werde ich selten angehupt, immer nur von Männern Mein Mann wird wohl viel häufiger angehupt. Woran das wohl liegt ... ?

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