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    Freitag, 1. Mai 2015
    Blogging November - 1271

    Meine Damen und Herren - es gibt eine Situation. Wie Sie bereits erfahren durften, habe ich mich aus einer Vielzahl an unzusammenhängenden Zufälligkeiten entschlossen, nächste Woche nach Berlin zur re:publica zu fahren. Eine dieser Zufällgkeiten ist, dass Frau Herzbruch dort beruflich sein wird und es mir sehr zu Gesicht steht, die ständig leicht angetrunkene Frau an ihrer Seite zu geben.

    Und hier kommen wir schon zur Situation: Frau Herzbruch ist dort mit Klarnamen und Titel, ich jedoch bin dort als Frau Novemberregen, denn ich bin da ja zum Spaß und unter meinem normalen Namen im Internet so gut wie nicht zu finden. Wenn Sie nun also mich sehen, mit meinem Novemberregen-Namensschildchen (oder der tollen neuen Tasche, die sieht man bestimmt viel eher), und eine Frau nebendran die eigentlich so aussieht wie ich, nur eben genau komplett andersherum, dann ist das Frau Herzbruch, und die hat keinerlei - also wirklich absolut gar kein - Interesse daran, vor ihren Kollegen mit "Frau Herzbruch" angesprochen zu werden.

    Sie sehen das Problem und ich sage mal: das wird sehr interessant und auch lustig, jedenfalls für mich!

    Um Frau Herzbruch ein bisschen zu trösten, steht hier nun dieser Eintrag, und zwar zum einen, damit sie hinterher sagen kann, dass dies alles sehenden Auges geschah. Es ist psychologisch schließlich immer wichtig, nicht in die Defensive zu geraten, und diesem Aspekt haben wir nun Rechnung getragen.

    Zweitens ist es natürlich Neugier - wie viele Personen werden Frau Herzbruch wirklich enttarnen, weil sie sich die meiste Zeit neben der schönsten Handtasche der Welt aufhält? Falls Ihnen das gelingt, geben Sie doch bitte Bescheid.

    Und alle Kollegen von Frau Herzbruch, die in ungefähr einer Woche hier landen, seien hiermit schon einmal herzlich begrüßt.

     
    ich will das problem noch etwas näher beschreiben: nunmehr 7 jahre lang ist es mir gelungen, dass mein klarname wenn überhaupt einigen handverlesenen personen mitgeteilt wurde, freiwillig versteht sich. als ich noch ein öffentliches amt bekleidete, war mir die anonymität heilig, und ich habe sie liebgewonnen.

    andererseits ist es beruflich ja genau andersrum: ich mache ja nun was mit medien, und da war das bloggen wohl eine interessante information, seit einem jahr ist es mir allerdings gelungen, dass keiner meiner kollegen weiß, wie meine virtuelle existenz aussieht. ich schreib ja nix sensibles (mehr), aber naja.

    spätestens am dienstag werden beide liebevoll gepflegte anonymitäten innerhalb von minuten kollabieren. sie werden mich als frau h. identifizieren, weil ich ja neben der angetrunkensten tasche der ganzen veranstaltung stehe und genau umgekehrt aussehe, und dann schreien alle "aaah, da steht novemberregen mit dieser herzbruch", und dann holen meine kollegen ihre handys raus und googlen, während sie auf mein namensschildchen gucken, und dann bin ich auf ganzer linie enttarnt. ich bin ja so aufgeregt.
     
    Aber: sehenden Auges!
     
    zuviel Promille oder einfach nur zu viel Tasche?
    Zwei Punkte habe ich verstanden: Die Tasche ist Weltklasse und sie ist angetrunken. Das hat doch Stil. Wem sind dann noch Identitäten wichtig? Ich warte brennend auf die Berichterstattung.

    Wenn ich sehe, dass Ihre Blogs hunderte Male angeklickt werden, liebe Frau Novemberregen, ist Ihr Fanclub groß.
    Ach wär' die nächste Woche doch schon durch, damit ich bald erfahre, wie es der Tasche ergegangen ist.
     
    Mal abgesehen davon, dass sich auf dieser Veranstaltung wohl maximal ein Promille-Anteil der Teilnehmer für meine Tasche interessiert (auch wenn sie wirklich sehr, sehr schön ist!), ist das Ganze ja auch nicht mein Problem, meine Anonymität ist seit Jahren kompromittiert. Und Frau Herzbruch ist das um Glück nun alles egal ;-)
     
    Wenn Sie jetzt schon auf dem Weg nach Berlin sind und alle netten Klamotten von der Leine gerissen und in den Koffer gepackt haben, ist hoffentlich die angetrunkene Handtasche mit dabei. Alles andere wäre ja sonst eine Themenverfehlung und nicht nur ein Bahnstreik.
    Viel eRfolg bei der Hin- und Rückreise.

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    Um die Tarnung aufrecht zu erhalten, könntest du einfach eine olle Handtasche mitnehmen. Dann erkenn nur ich dich, ich schrei dann aber deinen echten Namen und Frau Herzbruch wird dadurch auch nicht als diese erkannt. :D

    Wobei ich wahrscheinlich eh niemanden sehe, ich will mir ja lauter Vorträge geben, nicht nur durch die Menge torkeln. :D
     
    Schick mal nen Plan was du dir alles anschaust.
     
    Ich konnte mich immer noch nicht entscheiden, da laufen soviele interessante Vorträge parallel. :/ Aber soviel ist sicher: Ich bin permanent vor Ort. :D
     
    Liest du unterwegs Mails? Sonst mail mir mal deine Handynummer.
     
    Mails les ich natürlich, Nummer schick ich aber trotzdem mal.

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    NIE
    war ich grantliger, dass ich nicht zur re:publica konnte, als just jetzt nach dem Lesen dieses Posts. Und wenn ich Pech habe, ist die Messe, die mich dieses Jahr am Teilnehmen hindert, auch die nächsten Jahre exakt in dieser ersten Maiwoche. Es ist sogar sehr wahrscheinlich. Hrrgrrr!1

    Euch natürlich to-tal viel Spaß! :D

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