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    Sonntag, 14. Oktober 2012
    Blogging November - 349

    Heute ist hier was zum Mitmachen, für alle mit tollen, pragmatischen Ideen - etwas weniger für Perfektionisten.

    Folgendes: als ich heute morgen erwachte, war der Wunsch in mir entstanden, Energieeffizienz in meiner Wohnung herbeizuführen. Oder, konkret gesagt: an der Wohnungstür ist oben ein Spalt, durch den man durchgucken kann. Auf der Seite, wo das Schloss ist, ist er am breitesten: ca. 1,3 cm. Zu der Seite, wo die Tür befestigt ist (also da, wo die Scharniere sind - Fachvokabular willkommen!), verjüngt sich der Spalt auf ca. 2 mm. Diesen Spalt möchte ich zumachen, jetzt, sofort.

    Sagen Sie nicht: Tür aushängen und richten. Das kann ich nicht, und bis ich entsprechendes Fachpersonal instruiert habe, ist der Winter vorbei.

    Sagen Sie nicht: Tesamoll. Das habe ich a) noch nicht, ist aber für andere Fälle bestellt und b) ist der Spalt dafür zu groß.

    Ich möchte etwas für jetzt.

    Was ich bereits versucht habe: Einen Streifen Styropor zurechtschneiden. Das war super, passte haarscharf. Leider habe ich keine Ahnung, wie ich den befestigen soll. Als ich Kleber draufgeschmiert habe, hat er sich aufgelöst (Sie dürfen lachen).

    Mein aktueller Gedanke ist: Gardinenstange (die mit den Klebehaken, wissenseschon), über der Tür anbringen, kurzes, aber dickes Stoffdings daran befestigen (z.B. altes Handtuch), auf die Länge zurechtstutzen, dass das Stoffdings sich beim Schließen der Tür im Spalt verklemmt und diesen somit abdichtet. Ich denke, das würde klappen, was meinen Sie?

    Weitere Gedanken sind: Irgendwas aus Pappmache oder Küchenschwämmen basteln. Oder Fimo? Holzleiste aus dem Keller keilförmig zurechtschniten und festnageln. Altes Frühstücksset (so Weichplastik, wissenseschon) zurechtschneiden und oben an der Tür festnageln, so kurz, dass es - wenn die Tür schließt - nach innen durchschnappt und sich vor den Spalt legt. Aber das würde ausleiern, oder? Und wäre nicht dicht genug?

    Bitte, Sie haben doch auch immer alle ganz tolle Ideen. Schönheit ist zweitrangig, ich bin ein praktischer Mensch. Muss nur schnell gehen. Heute.

    Hach. Aufregend!




    Heute vor zig Jahren:
    Nix besonderes.

     
    Habe zwar keinen Lösungsansatz,aber immerhin eine ähnliche Problematik an meiner Wohnungstür...
     
    Ein Lösungsversuch trocknet gerade und wird dann getestet: ich habe solche Dinger für unten an der Tür, also quasi Schaumstoffwürste in einer Befestigung (sowas), die man von unten an die Tür schiebt. Obendrauf funktioniert das natürlich nicht wegen Schwerkraft. Aber aus einem davon habe ich die Schaumstoffwurst entfernt und zugeschnitten und Herr N. hat sie mit Silikon auf die Tür geklebt. Jetzt muss es trocknen (darf nun keiner rein und raus) und dann mal schauen, ob das taugt.

    Fußleisten lassen sich mit Silikon anscheinend auch ganz gut wieder befestigen.
     
    Hier würde man sagen: "Silikon is voll Kiggäs." :-)

    Ich sag mal, das Zeug ist einfach für viele Dinge genial. Zum Ankleben auf jeden Fall besser geeignet als die meisten Kleber.
     
    für styropor gibt es den sogenannten oder auch, sie dürfen lachen: styroporkleber.

    ich hatte hier das gleich problem: altbau-flügeltüre.

    gelöst wird das so: eine entsprechend lange weichholzleiste (man kann auch mehrere kurze aneinanderstückeln) mit am besten einem scharfen küchenmesser vorsichtig so zuschnitzen, so dass der spalt damit ausgefüllt werden kann. 2 - 3 mm spielraum müssen bleiben. möglichst genau anpassen: tür auf, leisten mit fotokleber, klebeband o.ä. leicht fixieren, gängigkeit der tür kontrollieren.

    passt alles, das holz mit montagekleber ankleben, zur sicherung noch mit ein paar dünnen stahlnägeln sichern. trocknen lassen. mit dem montagekleber die eventuellen ungleichmässigkeiten ausfüllen: geht prima mit paste reinschmieren, mit nassem finger verstreichen. damit die tür nicht zuklebt - wäre ja blöd - einen passenden streifen klarsicht- oder alufolie zwischen tür und türstock klemmen.

    nach 24 stunden kann man die sache lackieren, und eine dichtung (schaumwurst) in den türfalz kleben. hielt hier zwanzig jahre, muss jetzt erneuert werden, aber: man sieht nicht einmal was wenn man es nicht weiss.

    montagekleber ist eine super sache: stinkt nicht, reizt die haut nicht, und klebt so ziemlich alles. kann zum unterschied von silikon auch ein wenig nachbearbeitet werden, mit einem scharfen messer oder schleifpapier. und man kann ihn lackieren. kostet das gleiche wie silikon, gibt es in tuben oder in patronen.

    vorhang haben wir hier zusätzlich vor der tür, leider kann man ihn nicht schliessen weil der katz sich in das untere ende einzuwickeln geruht. täglich. was soll man tun.
     
    Ein Vorhang war mein erster Gedanke, es müsste aber ein schwerer Vorhang ja sein und das scheitert an der Türsituation - da ist keine richtige Wand, an der man eine Vorhangstange anbringen könnte, alles etwas altbaumäßig-schwierig. Und Katzen kommen ja demnächst auch.

    Momentan klappt es mit der zurechtgeschnittenen Schaumstoffwurst wunderbar. Aber bei Ihrem Verfahren hat man dann ja so richtig die Tür "aufgebaut". Wie Zahnarzt!! Das merke ich mir fürs nächste Mal, sowieso klingt Montagekleber nach etwas, das in keinem Haushalt fehlen sollte.

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    Der Hammer wirds richten
    Ne Möglichkeit wäre auch das obere Schanier mit einem Hammer sachte nach außen zu schalgen. Also wenn man vor der Tür steht nach rechts dengeln. Dadurch sollte sich der Spalt oben links verringern. Aber vorsichtig, sonst schließt die Tür nicht mehr, oder schlecht.
    Besten Gruß tune
     
    Das klingt nach der Profivariante - wenn man dabei etwas kaputt machen kann, ist es für mich eher nicht so gut geeignet ;-)

    Man kommt an das Scharnier auch sehr, sehr schlecht dran, denn die Tür ist an einer Stelle, wo eigentlich nie eine Tür vorgesehen war (Wohnungen wurden nachträglich geteilt). Was auch der Grund ist, warum ich sie partout nicht aushängen und irgendwas richten wollte.

    Trotzdem danke für den Tipp!

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    nix fuer mich. ich wuerde mich ja selbst nicht als perfektionistin bezeichnen, aber allein bei der beschreibung des wurstansatzes wurde ich schon ganz schwitzig...
     
    Wieso das, wegen der Improvisation oder aus Angst, morgen zu unterstützenden Arbeiten herangezogen zu werden? Ich bin ja enormer Fan der Improvisation. Und wir müssen morgen Kleidung machen und Doppelkopf, da wird nicht geheimwerkert.
     
    Stimmt, heute ist ja Montag.

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    Vielleicht einfach was stricken? Wenn es sich nicht befestigen lässt, ist die Zeit über den Winter wenigstens sinnvoll überbrückt.

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