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    Sonntag, 23. Oktober 2016
    Reisevorbereitungen

    Frau N: (greift nach "Reservierungen nur telefonisch" auf einer Website zum Telefon)

    Mann: (irgendwas völlig Unverständliches in keiner mir bekannten Sprache)

    Frau N: (checkt im Display nochmal die Ländervorwahl)

    Mann: Hallo?

    Frau N: (erschreckt sich)

    Mann: HALLOHALLO??

    Frau N: Entschuldigung. Ist das das Gasthaus Soundso?

    Mann: Ja freilich.

    Frau N: Ah. Ich wollte fragen, ob Sie am kommenden Mittwoch, also am Feiertag, geöffnet haben.

    Mann: Ja freilich.

    Frau N: Prima, danke.

    Mann: (irgendwas komplett Unverständliches)

    Frau N: Ähm, wie bitte?

    Mann: (sehr langsam und deutlich) Möchten Sie reservieren?

    Frau N: Oh! Ja, gerne. Für 16 Uhr, drei Personen.

    Mann: (irgendwas komplett Unverständliches)

    Frau N: Äh - Entschuldigung, ich habe Sie nicht verstanden.

    Mann: Wo Sie sitzen möchten.

    Frau N: Keine Ahnung, ich war ja noch nie bei Ihnen. Ist egal. Wo es schön ist.

    Mann: (sehr langsam und deutlich) Rau-cher o-der Nicht-rau-cher.

    Frau N: Ah, achso. Äh - Nichtraucher.

    Mann: Und Ihr Name?

    Frau N: Ha! (nennt ihren höchst komplizierten Nachnamen)

    Mann: Wie bitte?

    Frau N: Ich buchstabiere es Ihnen. (buchstabiert)

    Mann: Jessas. (irgendwas komplett Unverständliches)

    Frau N: Wie bitte?

    Mann: Mittwoch 16 Uhr 3 Personen. Danke fürs Buchstabieren.

    Frau N: Danke für Ihre Geduld.


    Das geht ja gut los.

    Donnerstag, 20. Oktober 2016
    Wir schlafen im Liegen.

    (Hintergrund: ich möchte eine neue Matratze erwerben, natürlich online, denn im Laden probeliegen ist mir zu loriotesk.)

    Kundenberatungschat:

    Martin: Hallo ich bin Martin. Was kann ich für dich tun?

    Frau N: Hallo Martin, ich bin Frau N. Ich habe ein 2x2 Meter großes Bett und wüsste gern die Vor- und Nachteile einer 2x2 m Matratze im Vergleich zu zweimal 1x2 m.

    Martin: Es gibt nur einen Grund, zwei einzelne Matratzen zu kaufen: Wenn ihr höhenverstellbare Lattenroste habt und auf unterschiedlichen Höhen schlaft. In allen anderen Fällen empfehle ich eine durchgehende Matratze.

    Frau N: Und da rollt man nicht in der Mitte zusammen?

    Martin: Unsere Matratze bildet keine Kuhlen, darauf geben wir 10 Jahre Garantie.

    Frau N: hmhm hmhm

    Martin: Bei einer durchgehenden Matratze spart man sich auch die Besucherritze.

    Frau N: Oh! Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich mental schon bereit bin, mich von der Besucherritze zu verabschieden! Ich taste schon nachts öfters mit dem Fuß danach, um das Revier zu kontrollieren!

    Martin: Wenn ihr etwas länger zusammen in einem Bett schlaft, wird das sicher unnötig.

    Frau N: 20 Jahre, Martin, 20 Jahre!

    Martin: Ihr könnt ja mal etwas Neues ausprobieren. Und falls es nicht gut läuft: 100 Tage volles Rückgaberecht. Ohne Angabe von Gründen.



    Martin hat es drauf, würde ich sagen.

    Sonntag, 16. Oktober 2016
    Humpelchen

    Derzeit bin ich ja nicht so recht mobil und lasse mich daher wie ein großes kleines Paket hin- und hertransportieren. Dies begann am Freitag, also Freunde mich zum Abendessen zu sich holten: der Wagen fuhr mich von Tür zu Tür, Wärmeflasche und Kuscheldecke wurden direkt an die Couch gereicht, auf der ich die Zeit der Essensvorbereitungen verbrachte. Bald entdeckte die Gastfamilie auch den Vorteil einer stationären Person im Haus: diverse Dinge zum "mal halten" und "mal reparieren" und "mal vorlesen" wurden angereicht und natürlich auch das Baby des Hauses. "Uroma Änni sitzt da immer ganz genau so", sagte die Tochter meiner Freundin zufrieden. Ich seufzte ein bisschen, aber auch ein bisschen wohlig.

    Gestern wurde ich dann von einer anderen Freundin zum Einkaufen transportiert. Die Einkaufswagen sind ja ählich wie Rollatoren, alles sehr angenehm, besonders die Gesellschaft und anschließend Kaffee und Snacks und Kuchen. Man muss sich belohnen, wenn man so etwas aufregendes wie einen Ausflug in einen größeren Supermarkt überlebt hat.

    Heute kam dann gleich Besuch: Mama N. und Schwester N, um Mademoiselle für die Ferienwoche abzuholen. Normal kann man in der Familie den Krankenbonus ja besonders ausspielen. Zu meiner großen Verblüffung humpelten beide Besucherinnen aber deutlich stärker als ich, als sie im zweiten Stock angekommen waren: das Alter und die unbequeme Position im Auto und verkühlt und so weiter.

    Nunja. Man muss erkennen, wann es an der Zeit ist, sich ein bisschen zusammenzureißen.

    Donnerstag, 13. Oktober 2016
    Tja.

    Da hab ich das Bloggen gestern schlicht vergessen. :-)

    Dienstag, 11. Oktober 2016
    Hm hm.

    Ärztin: Frau N! Was ist denn jetzt passiert?

    Frau N: (blabla) Iliosakralgelenk (blabla) Ischias (blabla)

    Ärztin: Das nimmt ja gar kein Ende bei Ihnen!

    Frau N: (guckt betrübt)

    Ärztin: Was gucken Sie denn so betrübt?

    Frau N: Das ständige krank zermürbt mich langsam.

    Ärztin: Sie dürfen sich da nicht so drauf konzentrieren. Haben Sie eigentlich Hobbies?

    Frau N: Ja sicher habe ich Hobbies.

    Ärztin: Was denn so?

    Frau N: Karaoke zum Beispiel.

    Ärztin: Na wunderbar. Dazu brauchen Sie ja das Bein nicht! Und die Stimme ist fast schon ganz zurück! Treiben Sie auch Sport? Schwimmen Sie?

    Frau N: Ich schwimme sehr gerne.

    Ärztin: Dann gehen Sie doch mal schwimmen!

    Frau N: Sie sind lustig, ich komme ja kaum in meine Unterwäsche, wie soll das denn mit dem Badeanzug gehen in so einer Kabine und schnell-schnell.

    Ärztin: Was sind Sie so kompliziert. Ziehen Sie den Badeanzug zu Hause an, in Ruhe. Und später lassen sie die Unterwäsche halt weg, meine Güte, gehen Sie mit wem Schwimmen, der sie mit dem Auto nach Hause fährt.

    Frau N: Und verreisen will ich in anderthalb Wochen auch. Ob das geht weiß ich ja jetzt auch nicht.

    Ärztin: Wollen Sie den Mount Everest besteigen?

    Frau N: Nee. Nach Wien.

    Ärztin: In Wien gibt es viele Menschen, die nicht gut Laufen können. Und für den Notfall auch Ärzte. Ich sehe da kein Problem.

    Frau N: Aber ich wollte da ganz viel herumlaufen und anschauen!

    Ärztin: Planen Sie notfalls halt ein bisschen um! Wien hat schöne Kaffeehäuser. Es ist doch besser, Ihnen tut das Bein weh, während Sie gemütlich in Wien im Kaffeehaus sitzen, als während Sie zu Hause auf dem Sofa sitzen und sich ärgern, dass Sie nicht verreist sind. Falls Sie dann nicht sowieso schon schmerzfrei sind.

    Frau N: Sitzen kann ich ja - ach keine Ahnung, ich kann auch gar nicht schlafen, weil ich nicht liegen kann, deshalb kann ich nicht denken.

    Ärztin: Da schreibe ich Ihnen was auf, das die Muskeln entspannt.

    Frau N: Na aber nicht, dass ich da den Michael Jackson mache!

    Ärztin: Natürlich machen Sie nicht den Michael Jackson.

    Frau N: Ich kann ja nur nicht liegen.

    Ärztin: Eben. Sitzen können Sie ja und reden können Sie auch ziemlich gut. Verabreden Sie sich doch mal mit Freunden! Gehen Sie aus! Etwas essen!

    Frau N: Kann ich Alkohol trinken?

    Ärztin: In Verbindung mit dem Medikament nicht, ansonsten ja. Dem Bein ist das egal.

    Frau N: Na gut.



    Hm hm hm.

    Dienstag, 11. Oktober 2016
    !

    Heute die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft.

    Sonntag, 9. Oktober 2016
    Schauen Sie

    heute einfach hier.

    Samstag, 8. Oktober 2016
    Heute nix.

    Heute freue ich mich einfach nur darüber, dass gerade jetzt im Moment alles ziemlich gut ist.

    :-)

    Freitag, 7. Oktober 2016
    Sie werden so schnell groß....

    Ich grusele mich beim Filmschauen mit Mademoiselle und die lacht mich aus.

    So weit ist es schon gekommen.

    Freitag, 7. Oktober 2016
    Heizung

    Die Heizung angeschaltet. Anfang Oktober. Das kam noch nie vor.

    November seit 7245 Tagen

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