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    Freitag, 9. Juni 2017
    Blogging on Demand - Wäsche

    Weil mir im Moment überhaupt gar nichts einfällt, habe ich (mal wieder) auf Twitter gefragt, worüber ich bloß bloggen könnte. Vorgeschlagen wurden drei fesselnde Themen: was ich als letztes neu gelernt habe, wie ich Wäsche mache und wie ich mein privates Papierzeugs verwalte. Machen wir also wieder ein bisschen Blogging on Demand.

    Heute: Wäsche. Weil Wochenende ist und ich wasche ja ausschließlich am Wochenende.

    Das ist so, seit ich letzten Herbst befand, dass mir so einiges viel zu anstrengend ist. Ständig irgendwas Waschen zum Beispiel. Natürlich ist es nicht so, dass ich jetzt insgesamt weniger waschen würde, die Menge ist gleich. Aber das Waschen breitet sich nicht mehr aus wie eine gruselige alienhafte Masse, die aus einem Raumschiff heraus einen Dachboden kontaminiert hat und von da aus unaufhaltsam den gesamten Planeten überzieht.

    Ich bin ja sowieso eine große Freundin davon, Dingen eine Zeit zuzuweisen. In der Art von "darüber mache ich mir jetzt von 19:00 - 19:23 Sorgen und danach lese ich ein Buch". Oder dass ich im Büro zwischen 10 und 11 Uhr die unangenehmen Dinge erledige. Und so mache ich eben nur noch am Wochenende Wäsche. Das gibt mir das Gefühl, alles im Griff zu haben.

    Der Restfamilie wurde das kommuniziert, natürlich steht es auch jedem frei, ganz nach Belieben Dinge selbst zu waschen, das kommt auch häufiger vor aber damit befasse ich mich dann nicht. Ich wasche - je nach Wochenendplänen - zwischen Freitagabend und Sonntagnachmittag, meistens sind es 4-6 Maschinen (60°, empfindliches Zeug dunkel, empfindliches Zeug hell, 2x unempfindliches Zeug/Sportklamotten, ggf. noch separat Bettwäsche/Decken/Katzenzeug). Ich benutze ausschließlich Kurzprogramme - so richtigen Dreck haben wir hier selten, da muss nichts 2,5 Stunden und länger herumgewaschen werden.

    Dann wird alles aufgehängt (auf zwei Wäscheständer und teilweise auf Bügel / an die Türen), Dienstags ist dann alles trocken, also jedenfalls zu 90% im Jahr, nämlich entweder durch Heizung oder durch Balkonwärme, es gibt nur ein paar seltene Zwischenwochen, in denen die Heizung schon aus ist und es ansonsten noch nicht warm genug ist, da hat man dann halt vorübergehend mal etwas weniger anzuziehen.

    Ich lege dienstags Wäsche zusammen bzw. weise das Zusammenlegen an (wobei ich meine Büroklamotten ausschließlich selbst zusammenlege, das muss man mit der richtigen Mischung aus Entschlossenheit und Exaktheit tun, da ich ja aus Prinzip nicht bügele). Dienstags hat niemand in der Familie einen fixen Abendtermin, daher passt das gut. Und noch besser passt es, weil mittwochs ja geputzt wird. Da sind dann die Wäscheständer wieder verräumt und das Staubaufwirbeln durch das Zusammenlegen ist vorbei, es wird geputzt und Mittwoch bis mindestens Freitagabend sind dann haushaltstechnisch die allerbesten Tage der Welt.

    Sehen Sie, so ist das. Wirkt aufgeschrieben etwas zwanghaft, aber funktioniert für mich sehr gut.

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