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    Mittwoch, 10. Dezember 2014
    Blogging November - 1135

    Manchmal fällt mir absolut kein Thema ein, dann frage ich auf Twitter und dann sagt mir wer, was ich mal schreiben könnte. Das ist außerordentlich praktisch, herzlichen Dank!

    Also: Wien (ich dachte erst, es wäre vielleicht Wein gemeint, aber nein: Wien).

    Ich war schon einmal in Wien, kann mich aber kaum daran erinnern. Es muss ungefähr 1998 gewesen sein und dorthin reiste ich in einem Bus voller Leute aus dem Internet, die ich größtenteils nicht kannte, aber teilweise heute noch kenne. Es war Silvester, genau gesagt fuhren wir irgendwie morgens am 31. hin und abends am 1. zurück. Glaube ich. Wir hatten wohl auch ein Hotel, an das ich mich aber auch kaum erinnere, außer daran, dass furchtbar viele Menschen in einem Zimmer Party machten und ich furchtbar müde war und mich hinter ein Reihe von Personen legte, die auf einem Bett saßen, und dann schlief ich. In Tumult schlafen zu können, ist eine meiner besten Eigenschaften - das fanden meine Eltern früher bestimmt auch.

    Das war aber nach Mitternacht. Vor Mitternacht waren wir draußen, Wien hat einen Silvestermarkt (tatsächlich hat Offenbach das auch, es handelt sich hier um Buden, die man einfach vom Weihnachtsmarkt stehenlässt, vermutlich ist es in Wien genauso). Als wir dort waren, hatten die Buden allerdings geschlossen und zwischen ihnen war Krieg: Personen hatten Dinge angezündet (Holzpaletten und sowas) und sprangen darüber und hindurch und es hagelte Chinaböller. Ich mochte Chinaböller damals nicht (heute schon), es waren auch außerordentlich viele und überall, eine sehr unübersichtliche Situation, ein Chinaböller explodierte in meiner Kapuze. Wien an Silvester schien mir nicht so doll.

    Am nächsten Tag waren wir noch etwas besichtigen, möglicherweise war es der Prater, es war aber alles geschlossen, zugig und kalt.

    Sachertorte bekam ich nicht.

    Seitdem war ich nicht mehr in Wien (letztes Jahr Ostern beinahe, aber dann fiel die Entscheidung auf Stockholm), möchte aber schon nochmal hin, allerdings nicht unbedingt an Silvester. Vielleicht, wenn es wärmer ist. Sachertorte habe ich seidem überraschend häufig gegessen und meist zu unerwarteten Anlässen - einmal bekam ich sie im Tausch für Punkte einer amerikanischen Hotelkette geschickt, meine Gelegenheiten, (beruflich) in dieser Kette abzusteigen, endeten und die Punkte reichten für nichts anderes aus. Weiter brachten österreichische Mitarbeiter im Büro häufig zum Geburtstag Sachertorte mit. Und nicht zuletzt hat mich Frau Kelef vor nicht allzu langer Zeit mit einem Exemplar beschenkt, das so frisch und köstlich war, dass ich davon so viel aß, dass ein Besuch in Wien in nächser Zeit zumindest in Bezug auf Tortenverzehr nicht lohnend sein würde.

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