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    Freitag, 10. Oktober 2014
    Blogging November - 1074

    Ich befasse mich ja momentan mit Mathematik, nichts Weltbewegendes, Oberstufenwissen lediglich. Aber wenn ich das, was ich jetzt mache mit dem, was in der Schule geschah, verlgeiche, dann ist es ungefähr so: In der Schule hat mir jemand eine Handvoll Zaubersprüche zum Auswendiglernen gegeben, mit denen ich dann dann ein paar Tricks reproduzieren konnte. Und jetzt ist es so, als erkläre mir jemand, wie Magie funktioniert.

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    Was meiner Ansicht im Supermarkt noch fehlt, sind einzeln abgepackte TK-Tortenstücke. Diese sollten absolute Top-Qualität haben sowie hervorragend aussehen und ansprechend verziert sein mit kandierten Walnüssen, gezuckerten Rosenblättern, Marzipanfiguren etc. Torte kann man ja enorm gut einfrieren, sie schmeckt frisch aufgetaut besser, als wenn sie den ganzen Tag beim Bäcker in der Auslage stand. Die Tortenstücke sollten sich in dreieckigen Pappverpackungen befinden, als Produktbezeichung schlage ich "Piece of C△ke" vor, das △ halt so Tortenstück-spitz. Als Preis fände ich bis zu EUR 3,50 pro Stück akzepabel, etwa sechs bis acht verschiedene Sorten sollte ein guter Supermarkt vorrätig haben. Bitte veranlassen, vielen Dank.

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    Im Supermarkt, in dem ich heute war (es gab dort keine solchen Tortenstücke) waren vor mir zwei Jungs an der Kasse, hörbar nicht die Hellsten ihres Alters, die auf der Suche nach Marihuana waren. Nicht im Supermarkt natürlich, dort kauften sie nur Mezzo-Mix, aber die Suche dauerte wohl schon den ganzen Nachmittag an. Die Kassiererin und ich lauschten amüsiert und zwinkerten uns zu. Tatsächlich liegt der Supermarkt am frequentiertesten Handelsplatz vor Ort. Aber junge Menschen müssen ihre Erfahrungen selbst machen.

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    Später wollte ich das Carsharing-Auto parken, als ein mir bereits bekannter Irrer angerannt kam und helfen wollte. Dieser Mann möchte immer helfen, auch bei Dingen, für die man weder Hilfe braucht noch will, und dann möchte er Geld dafür und ist sehr penetrant. Ich habe ihm schon einmal vor einem Supermarkt einen Becher Joghurt ins Gesicht geworfen und ihn ein andermal aus einem Bus geschubst, aber leider scheint er sich nicht an mich zu erinnern. Heute wollte er beim Parken helfen (man muss einen Poller aufschließen und umkippen, damit der Parkplatz befahrbar wird), ich sagte ihm, ich wolle keine Hilfe, dann, er solle wegehen, er stellte sich mitten auf den Parkplatz, der dem Carsharing-Auto zugewiesen ist, und krakeelte. Ich setzte mich wieder ins Auto (das neben dem eigentlichen Parkplatz im eingschränkten Halteverbot stand) und zeigte Mademoiselle, wie man in solchen Fällen die Türverriegelung von Innen betätigt. Dann sammelten wir Lösungsideen für die Situation. Mademoiselle kam sofort darauf, dass man ihn einfach überfahren könnte, wer sie länger kennt, den wundert das nicht. Ich konnte aber vermitteln, dass das unangemessen sei, schließlich waren wir nicht in Gefahr. Ich könnte ihn brüllend und schubsend verjagen, schlug ich vor, aber das war dem Kind zu viel Theater. Eine Zeit lang beobachteten wir den spuckenden, schnaubenden, drohgebärdenden Irren durch die Windschutzscheibe, so wie man unter dem Mikroskop ein besonders hässliches Exemplar einer Spezies studiert. Man könne auch die Polizei rufen, erklärte ich Mademoiselle, aber ebensogut könne man auch einfach abwarten, bis er weggeht und so lange ein Buch lesen. Das taten wir. Irgendwann war der Mann verschwunden, seinen Abgang hatten wir nicht mitbekommen.

    Erst zu Hause fiel uns ein, dass wir auch einfach nochmal hätten wegfahren können. Dann wäre er sicher viel schneller verschwunden.

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