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    Mittwoch, 5. Dezember 2018
    WmdedgT 12/2018

    (Was wmdedgt ist und die übrigen Beiträge dazu finden Sie - wie immer - hier bei Frau Brüllen.)

    Was ich heute gemacht habe, tja, ich kann mich schon überhaupt nicht mehr an den Morgen erinnern, so ein Tag war das nämlich, vollgestopft bis oben hin und mindestens 3x so lang wie andere Tage, aber dennoch ratzfatz vorbei.

    Der Wecker klingelte wohl wie immer um 6, alles andere würde mich wundern, und ich erinnere mich, dass Mademoiselle noch ein Ründchen mit mir kuscheln wollte. Das muss man bei Jugendlichen natürlich ausnutzen, also wurde es gemacht. Dann folgte wohl die Morgenroutine (keine Erinnerung daran) und ich war recht früh unterwegs, das weiß ich, sonst hätte ich nämlich nicht unflätig auf die Signalstörung der Bahn geschimpft. Früh im Büro war ich trotzdem, aber nicht so früh, wie ich es ohne Signalstörung gewesen wäre. Drecksbahn.

    Ich habe derzeit im Büro Achterbahn-Schleudersitz-Marathon-Blitzduell-Tage, deshalb hatte ich, als ich gestern - viel zu spät - ging, alles einfach nur in den Schrank geworfen, die letzten Mails nicht mehr gelesen und die letzten Tasks nicht mehr abgehakt. Die erste Stunde bestand also heute morgen darin, die Unterlagen wieder in Ordnung zu bringen, die Mails zu sichten und die Aufgabe in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und die rallerdingendsten davon abzuarbeiten.

    Um 11 Uhr hatte ich dann zusammen mit dem Oberchef einen Termin mit der Rechtsabteilung des Vermieters, allerdings sagte der Oberchef kurzfristig ab, was ich etwas anstrengend fand (ist ja schöner, wenn wer anders verantwortlich ist), aber ich war natürlich vorbereitet, es ist nicht das erste Meeting, zu dem der Oberchef kurzfristig nicht kommt.

    Um 12:30 war dann ein Jahresendgespräch, ein sehr spannendes, weil mit der betreffenden Person normalerweise ein Kollege spricht, ich habe nur übernommen, weil er länger nicht da ist. Und es hat sich absolut gelohnt, für mich auf jeden Fall, der andere sagte, für ihn auch. Sehr viele spannende Einblicke für mich, sehr vieles plötzlich verstanden, sehr viele neue Ideen und Pläne, die daraus hervorgehen und am Ende wurde eine Abmachung per Handschlag besiegelt. Um 13:50 waren wir fertig, praktischerweise, denn das nächste Gespräch war um 14 Uhr, ebenfalls mit jemandem, mit dem ich sonst nicht in dieser Form spreche, ebenfalls sehr spannend und mit einer Vielzahl an Aufgaben und Anregungen auf dem Notizzettel und einer Person, die am Ende sagte, das sei überraschend schön gewesen.

    Dann war es 15:30 Uhr und ich fand in meiner Tasche zum Glück noch eine Puddingbrezel vom Vortag, so dass ich niemanden auf dem Gang auffressen musste.

    Als nächstes telefonierte ich mit dem Mutterhaus, das an zwei Steuerberater dieselbe Frage zu einem deutschen Steuerfall geschickt hatte und zwei unterschiedliche (und unvereinbare) Antworten erhalten hatte. Von mir wollten sie jetzt wissen, welche davon richtig ist, weiß ich natürlich nicht, jedenfalls nicht besser, als Steuerberater A oder B. Demnächst weiß ich es dann schon besser als einer von beiden, klar, aber erst wenn irgendwer anders Licht in das Dunkel gebracht hat. Wer, das weiß ich auch nicht, ich habe die Aufgabe schlichtweg abgelehnt, wer mit derselben Frage zwei Steuerberater befragt, kann ja auch noch beliebig viele andere befragen und mir dann Bescheid geben, wenn sich eine Mehrheit gefunden hat.

    Es war dann auch dringend Zeit, wieder nach Hause zu gehen, dieses Mal immerhin mit abgehakten Tasks und aufgeräumten Unterlagen, und nur um die 20 ungelesene Mails, die ich mir in der Bahn noch anschaute. Morgen sollte es also weniger ruckelig losgehen, zum Glück, denn für morgen habe ich 4 Personalgespräche geplant.

    Dann fehlt mir wieder ein kleines Stück Tag und ich erinnere mich wieder, dass ich im Kaufhaus einen relativ alltäglichen Artikel kaufen wollte, was aber nicht gelang, weil ich mich erst an der Kasse hätte anstellen müssen, um zu erfragen, in welcher Abteilung man ihn wohl bekommt. Das tat ich sogar einmal und wurde in die Weihnachtsmarktabteilung geschickt, dort fand ich den Artikel aber nicht, es gab da nur ziemlich viele sehr traurige Produkte, halbleere Regale und allgemeine Unordnung und natürlich wieder völlig überhitzte Räume und keine weitere Person für Fragen in Sicht. Ich verließ das Kaufhaus und bestellt auf der angenehm kühlen Straße per Handy im Internet. Das wird nichts mehr mit mir und dem Offline-Einkauf.

    Weiter ging es in den Supermarkt für Dinge wie Brot, Gemüsebrühe, Abendessenzutaten. Auf dem Weihnachtsmarkt noch für das Kind Crêpes zum Mitnehmen geholt, selbst auch schnell einen gegessen und bemerkt, dass die, die Mademoiselle selbst macht, viel besser schmecken. Der Hunger war dann nicht mehr ganz so schlimm, so dass ich zu Hause in Ruhe auspacken und kochen konnte, dann kam noch die Katze zum Kuscheln auf die Couch und alles ist sehr gemütlich. Außer, dass ich jetzt wieder aufstehen muss, um ein weiteres Adventskalendertürchen aufzuräumen. Das folgt dann gleich.

    Samstag, 24. Januar 2009
    Help

    Man teilt mir mit, dass der novemberregensche RSS-Feed noch nicht über November 2008 hinaus ist.

    Kann das noch wer bestätigen?

    Und - was mach ich denn da?

    Donnerstag, 22. Januar 2009

    Auch 1,5 Jahre später sind wir noch nicht aus dem Gröbsten raus.

    *seufz*

    Oder war hier wohl Katzenbesuch?

    Seufz.

    Mittwoch, 21. Januar 2009
    Langeweile im Rapunzelturm

    Donnerstag ist der neue Mittwoch. Oder Freitag. Oder nächste Woche.

    Salamitaktik.

    Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt nichts zu tun habe, weil ich mir doch den ganzen Mittwoch frei halten sollte. Und jetzt den Donnerstag. Oder Freitag. Oder die nächste Woche??

    Dienstag, 20. Januar 2009
    Is that so??


    Your Word is "Fearless"

    You see life as your one chance to experience everything, and you just go for it!
    You believe the biggest risk is being afraid and missing out on something amazing.

    Sometimes your fearlessness means you're daring. You enjoy risky activities.
    And sometimes your fearlessness means you're courageous. You're brave enough to do the right thing, even when it's scary.


    Gefunden bei: black_keys


    Im Rapunzelturm ging es auch schon erfreulicher zu.

    Samstag, 17. Januar 2009

    Gibt ja diese Gerüche, mit denen man etwas verbindet, die einen, ganz instinktiv, in eine Situation zurückkatapultieren. Und so durfte ich doch heute nachmittag tatsächlich noch einmal 16 sein, kurz nach Mitternacht am - ja, was war das eigentlich? Stromhäuschen nannten wir das, ich habe aber keine Ahnung, warum, jedenfalls an einem kleinen, zugesperrten Häuschen an der Düssel mit einer überdachten Bank davor.

    Am Stromhäuschen waren wir öfters, aber in dieser einen Nacht war mir danach, doch einfach mal eben die Gaspistole vom damaligen Herzallerliebsten auszuprobieren - wie sich das wohl so anfühlt, wenn man die abdrückt, und was dann genau passiert, und überhaupt. Auf Wetterverhältnisse, insbesondere Windrichtung erstreckte sich meine Neugier jedoch nicht, weshalb mich mit dieser Nacht also der spezielle stechende Geruch von CS-Gas - und das Beißen hinten im Rachen, wo Mundraum in Nasenraum übergeht - verbindet.

    Und da war ich heute wieder. Gedanklich. Körperlich war ich im Discounter meines Vertrauens, und da war noch ein Ladendieb und ein Sicherheitstyp und es ging hoch her. Und ich wollte doch nur mal kurz raus, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

    Das Gute: ich hab jetzt nicht mehr diesen zähen Schleim in den Bronchien, der da die letzten Tage festsaß. Ein unkonventionelles Vorgehen, aber besser als alle Mittelchen aus der Apotheke zusammen.

    Dienstag, 13. Januar 2009

    Mademoiselle: Mama - Gott passt auf uns auf, oder?
    Frau N: mhmmrrmm...joaa...mhmmm...
    Mademoiselle: Und Gott hat die Welt erschaffen, gell?
    Frau N: mhmmm... also, der Gott in der Bibel...
    Mademoiselle: Und den Himmel auch.
    Frau N: mhm
    Mademoiselle: Und, Mama: wer hat Gott erschaffen?

    (Und das mir... da sind mir die Aufklärungsgespräche ja fast lieber...)

    Samstag, 10. Januar 2009

    Für die Chronik: erster Splitter 2009 am 9. Januar, Zeigefingerkuppe rechts, verursacht durch Auffangen eines (selbst) zu Boden gerissenen Kaktus knapp vor Aufprall. Die Reflexe stimmen also noch.

    Eigentlich war ja 2008 das Jahr der Splitter. Beginnend mit einem Glassplitter im Fuß, der von der auf dem Balkon zerschellten Bierflasche stammte. Denselben Splitter hatte ich dann nochmal im anderen Fuß und in der Hand, womit belegt ist: das Haus verliert nix.

    Dann ging nochmal eine Flasche auf dem Balkon kaputt und so ging das Jahr also weiter. Später, im Herbst, pflückte ich viele bunte Beeren fürs Kind aus dornigen Hecken und die Kletterburgen auf den Spielplätzen sind auch nicht mehr so glatt wie früher mal.

    Sämtliche Splitter entfernte ich 2008 übrigens durch geistesabwesendes Knibbeln während Telefonaten mit Frau V. Der von gestern ist noch drin.


    Lüge des Jahres 2008:

    Kind, die Nordmanntannen nadeln nicht!

    November seit 4647 Tagen

    Letzter Regen: 13. Dezember 2018, 20:24 Uhr