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    Montag, 26. November 2018
    Aufräumen

    Heute Nacht war ich mal kurz wach und dachte über die Raupe nach und wo sie wohl lebt(e). Und dann dachte ich, dass ich jetzt schon so unglaublich lange immer wieder versuche, die Wohnung aufzuräumen und auszumisten und es wird nie fertig, man sieht zwar durchaus (zeitweise), welche Ecken geordnet wurden und ich erfreue mich daran auch längerfristig, aber dann wächst dafür woanders irgendwas nach. Und ich habe natürlich auch Ecken, die ich am Allerliebsten aufräume - Vorratsschrank zum Beispiel oder Badezimmerschrank oder Küchenschublade, und ich habe auch andere Ecken, zu denen ich mich noch nie aufraffen konnte (Schrank mit Bastelmaterial aus Ms Kindergartenzeiten und Schrank mit Schallplatten und Geschenkverzierungsutensilien - beide seit Jahren nicht mehr geöffnet).

    Heute Nacht hatte ich dann die grandiose Idee, erst einmal eine Bestandaufnahme der aufzuräumenden Orte (aO) anzulegen und sie zu nummerieren (aO1 bis schätzungsweise aO500) und dann eben täglich einen oder mehrere aufzuräumen und durchzustreichen - das erscheint mir wichtig, um zu verhindern, dass ich immer wieder denselben aO aufräume.

    Gleichzeitig dachte ich, es wäre eine super Idee, das hier zu dokumentieren, möglicherweise auch mit Fotos, damit ich erstens gelobt werde, wie toll ich aufräumen kann und dadurch gleich am nächsten Tag wieder motiviert bin - das ist aber nur der unwichtige Aspekt dabei, ich brauche gar nicht so arg viel Motivation von außen.

    Viel, viel cleverer erschien mir aber der folgende Aspekt: irgendwann ist hier dann meine ganze Wohnung dokumentiert. Und wenn ich dann mal irgendwas suche, muss ich nur noch hier fragen, und jemand von Ihnen könnte mir sofort sagen, wo der Gegenstand sich befindet. Ich stelle mir das so vor, ich bin unterwegs, die M ruft an und möchte den Inbusschlüssel, mit dem man den Griff vom Eisfach wieder anmontiert (der öfters mal abfällt, wenn sie wie von Sinnen daran zieht, um an Eis zu kommen und dann meckere ich, es wäre also denkbar, dass sie in Zukunft dieses Problem in meiner Abwesenheit selbst beheben will und mich daher ganz unauffällig und rein theoretisch fragt, wo dieser Inbus liegt) und ich wüsste es nicht, würde aber von unterwegs kurz hier fragen und die treue Leserschaft würde sich überschlagen zu antworten: "Im Schrank rechts neben dem Herd, erste Schublade von oben, bei den Gardinenhaken!"

    Schon ein schöner Gedanke. Ich bin allerdings nicht gleich heute dazu gekommen, diese Aufstellung der aO 1 bis 500 zu machen, obwohl ich mir dahingehend heute Nacht noch ganz sicher war (aber dafür war ich beim Zahnarzt, beim Fahrradmann und bei der Bahn um komplizierte Dinge zu regeln - überall).

     
    hauptsache sie zeigen uns in welcher lade die wertgegenstände sind. ;-)
     
    Falls der heutige Beitrag ausfällt
     
    Dankeschön ;-)
     
    Oh, dem schließe ich mich selbstverständlich vollumfänglich an.
    Da Sie gestern offensichtlich mit Feiern beschäftigt waren, wollte ich nicht unnötig stören und reiche meine besten Wünsche heute nach. (Ist das nicht eine wunderbare Ausrede für "oh, sorry, leider vergessen und deshalb unpünktlich" ?)
     
    Nachträglich
    auch von hier noch alles Gute!
     
    Danke Ihnen beiden!

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    Einschlafen
    Noch mehr als Ihre Ordnungslust beeindruckt mich ja, dass Sie über all' diesen Überlegungen nicht längst wieder eingeschlafen sind...

    Schön, von Ihnen wieder zu lesen, und ich erkläre mich gerne bereit, an den Imbusschlüssel zu denken.

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    Irgendwas muss in der Luft liegen -- ich denke zurzeit auch ständig übers Aufräumen nach, wenn ich irgendwo bin und warten muss o. Ä. Allerdings zum ersten Mal *freudig* und nicht genervt. Und bevor ich gerade hier auf Ihr Blog kam, habe ich doch tatsächlich in Evernote eine Liste von Dingen angelegt, die aufgeräumt werden müssen. Werde diese jetzt natürlich in "Liste der aO" umbenennen!

    "das ist aber nur der unwichtige Aspekt dabei, ich brauche gar nicht so arg viel Motivation von außen."

    Das ist auch der falsche Ansatz. Das tägliche Aufräum-Dokumentieren würde *uns* motivieren, es Ihnen gleichzutun. Wir wären Ihnen dafür dann täglich dankbar und würden im Gegenzug natürlich die Aufenthaltsorte sämtlicher Gegenstände im novemberregenschen Haushalt auswendig wissen.

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    So etwas ähnliches mache ich seit einiger Zeit
    Bis jetzt nur mit Kisten/Boxen in dem $diverser Inhalt ist.
    Sobald eine Kiste dran ist zum sortieren, erfasse ich den restlichen Inhalt mit "Quick Peek" die Labels gibt es auf Amazon zu kaufen, die App ist Kostenlos. Wimre existiert das leider nur auf iOS (warum auch immer?).

    Hier ein kurzes Werbevideo wie das funktioniert:
    https://www.youtube.com/watch?v=3PhWpbdwLtE

    Der einzige Störfaktor ist meine Frau die ab und an Dinge aus der einen Kiste in eine andere umlagert.
     
    Tolles Ding! Für die Wohnung wäre mir das aber zu umständlich, ich möchte dort lieber alles an intuitiv auffindbaren Orten haben.

    Aber ich sehe großes Potential für den Keller!

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