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    Donnerstag, 11. Mai 2017
    Tarnkater

    Wie ein großer, 7 Kilo schwerer, schwarzer Kater sich einfach so unsichtbar machen kann, weiß ich nicht. Er hat es aber heute gleich zweimal geschafft, nämlich einmal, um aus unserer Wohnung abzuhauen (als ich an der Tür stand und Mademoiselle nach Hause kam) und dann noch einmal, als er mit dem heimkehrenden Nachbarn in dessen Wohnung ging. Das hat auch niemand mitbekommen, aber es muss wohl so gewesen sein, denn nachdem wir anderthalb Stunden in der Wohnung, auf der Straße, im Keller und im Hof gesucht hatten, hörte der Nachbar plötzlich ein Maunzen in seinem Schlafzimmer, rief uns und da stolzierte der große schwarze Kater auch schon unter dem Bett hervor.

    Sehr rätselhaft. Und sehr schwierig zu schimpfen, wenn die Erleichterung doch so groß ist.

     
    Das können wir so gut verstehen!
    Unser Kater - nur 5 kg schwer - war letztes Jahr auch auf einmal verschwunden, unsichtbar. Wir haben zu fünft die Wohnung durchsucht, inkl. Schränke, Wäschekörbe, Kartons, usw., Sie kennen das ja. Unter dem Sofa wurde auch nachgesehen. Nach über einer Stunde suchen waren alle fertig, brauchten ne Pause, die Raucher sind rauchen gegangen, wir haben uns aufs Sofa gesetzt und versucht, cool zu bleiben. Als alles ruhig war, niemand sich bewegte oder sprach, bewegt sich auf einmal mein Hosenbein. Ich dachte so: "Jetzt werd ich wirklich verrückt vor Sorge um den Kater!" und greife in Richtung der Bewegung... und hab auf einmal seinen Wedel in der Hand! Die Erleichterung in dem Moment kann sich nur ein Katzenbesitzer vorstellen, glaub ich! Ich hätte heulen können, war total happy und wollte Katerchen knuddeln. Davon hielt der Herr aber gar nichts! Er war jetzt so lange unter dem Sofa - warum wusste er wohl selbst nicht - dass er schnell das Katzenklo mit lautstarkem Scharren ausräumen musste! War mir egal, Hauptsache der Kater war da und fit!

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    Für Katzen gelten die physikalischen Gesetze nicht. Sie können sich in Luft auflösen und an anderer Stelle materialisieren, sie können die Schwerkraft beliebig hoch- und runterschrauben, und sie können die Ausmaße ihres Körpers flexibel verändern (das merkt man, wenn man versucht, eine Katze von einem Schoss heben, den sie partout nicht verlassen will -- man hebt schon zwei Meter Katze, aber der Hintern ist immer noch da, wo er bleiben will).

    Einzige Regel: Es darf nicht zu auffällig sein, um die minderbegabten Zweibeiner nicht komplett zu verstören.
     
    Ich lach mich schlapp!
    Genauso sind Katzen!

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    Unsere Nachbarskatze schleicht sich auch gerne unbemerkt zu uns rein. Bin schon mehrmals ganz knapp einem Herzinfarkt entgangen, wenn sich plötzlich vor einem was bewegt und man sich alleine Zuhause wähnt!
    Sehr nett von eurem Kater aus der Ferne zu Maunzen.

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