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    Montag, 5. Oktober 2020
    WmdedgT 10/2020

    (Alles zu WmdedgT hier bei Frau Brüllen.)

    Was ich den ganzen Tag mache, kann ich Ihnen derzeit gar nicht sagen, denn: ich bin leider ein völlig verrückter Mensch geworden. Manchmal passiert sowas wohl. So ein komischer Mensch, Sie wissen schon, der nicht geradeaus denken kann und für den andere Anrufe machen müssen und der mehrmals am Tag an die Wand starrend irgendwo herumsitzt.

    Noch besteht aber Hoffnung, ich gehe dagegen mit aller Wucht an und habe schon ein bisschen an Boden gewonnen. Viele tolle Geschichten werde ich davon erzählen (ein andermal, noch bin ich zu verrückt) auch Frau Herzbruch wird Ihnen Geschichten erzählen können (sie hält sich derzeit glaub ich nur aus Gründen der Freundschaft zurück). Andererseits ist auch gut möglich, dass wir sofort nach Rückkehr der Normalität alles verdrängen und vergessen und so weitermachen, als sei nie etwas geschehen - das ist ja z.B. auch mein Plan in Bezug auf Pandemie.

    Also nur ganz kurz: neben gedankenkreiselndem Irrsinn habe ich heute halbwegs ausgeschlafen (bis 7:30 Uhr), dann 50% erfolgreich Rezepte beim Arzt abgeholt (andere 50% wegen Verwirrtheit verbessen) und war dann im Büro und habe dort zum zweites und drittes Mal vergeblich versucht, den neuen Oberchef in Quarantäne zu schicken (wieso ist der Flughafen Wien nicht im Bundesland Wien??).

    Das Highlight des Tages war ein Kaffee mit Frau Fragmente, das war sehr schön, auch ein Telefonat mit M war sehr schön, sie war einkaufen und brauchte etwas Beratung dabei, ich hörte sie mit Verkäuferinnen sprechen und sie hat schon einen wunderschönen nordenglischen Akzent. Etwas aufgeregt wurde ich, als sie berichtete, dass ihre beste Freundin dort, neben der sie in absolut allen Schulfächern sitzt, heute auf Corona getestet wurde. Nunja. Aber ich übe mich in letzter Zeit generell darin, mir erst Sorgen zu machen, wenn ich einen bestätigten Anlass habe (auch das noch nicht mit 100%igem Erfolg).

    Weiter mittelmäßig gearbeitet, zu Hause Katzen gekrault und telefoniert, das im Büro bestellte Mittagessen als Abendessen gegessen, es gab CTM. Und dann habe ich zu Hause noch die Heizkörper entlüftet, das habe ich überhaupt noch nie gemacht und musste mir erst so einen kleinen Schlüssel dafür beschaffen, der kam heute per Post. Also entlüftet, weil mir alle sagte, ich müsste total dringend entlüften. Das war komplett gelogen, es kam aus keinem einzigen Heizkörper auch nur ein Fitzelchen Luft, immer sofort Wasser. Das habe ich jetzt also 15 Jahre nicht gemacht, dann muss ich es die nächsten 15 Jahre wohl auch nicht mehr tun.

    Jetzt Sessel, später Bett, auf keinen Fall mehr eine irgendwie geartete Anstrengung!

    Donnerstag, 1. Oktober 2020

    Einer fehlt.

    Montag, 7. September 2020

    Zu müde. Wir müssen hier vermutlich einen Moment auf andere Zeiten warten.

    Sonntag, 6. September 2020
    Urlaub 16

    Also, Nerven habe ich genug gelassen in diesem Urlaub. Jetzt ist er zu Ende, wäre schön, wenn dann jetzt alles wieder normal wird. Ach nee, ist ja Pandemie. Meine Güte!

    (Clusterkontakte heute: keine)

    Samstag, 5. September 2020
    Urlaub 15 - WmdedgT 9/2020

    (Alles zu WmdedgT bei Frau Brüllen.)

    Der Tag heute war vom Kopf her so unglaublich anstrengend, dass ich nicht sicher bin, ob ich ihn fertig beschrieben bekomme, bevor ich vor Erschöpfung einschlafe. Mal gucken.

    Der Wecker klingelte jedenfalls sehr früh, 6 Uhr oder so, denn um kurz nach 7 brachen wir zum Flughafen auf. Wir waren M und ihre Freunde - M flog heute zu ihrem Auslandsschulhalbjahr nach England und die Freunde wollten sie am Flughafen verabschieden. Es ist sowieso schon einmal enorm anstrengend, einen Teenager, der sich für mehrere Monate verabschiedet, irgendwie mental so in der Waage zu halten, dass die Situation nicht komplett entgleitet. Zusätzlich war der Flughafen anstrengend, da ist nämlich alles mögliche gesperrt, Parkhäuser, Bereiche etc. - die Wege, die ich sonst im Schlaf kenne, funktionieren nicht und so irrten wir herum wie man etwas tüddelige Seniorentouristen.

    Dafür ging der Rest schnell, naja, das Baggage-Drop-Off wollte den Koffer nicht erkennen (weiß nicht warum, groß genug war er definitiv!), also doch noch an einen Schalter und dann war alles erledigt und wir standen vor dem Bordkartencheck und verabschiedeten uns. Jo. Das war das.

    Danach musste ich natürlich online den Flug des Flugzeugs bewachen, das ging (natürlich) alles glatt, die "Immigration" ging auch glatt, da ist ja bei Minderjährigen und Aufenthalt über 90 Tage und noch Corona derzeit etwas mehr Papierkram erforderlich, dann war ein Bahnsteig zu finden, ein Ticket zu kaufen, der Zug zu finden, zwei Stunden Zugfahrt und dann die Gastfamilie am Bahnhof finden. Ebenfalls alles problemlos und nur kurz mal Verwirrung, weil das Zugticket in zwei Teilen ausgestellt wurde, aber der Zug durchfuhr, vermutlich irgendwas mit unterschiedlichen Tarifen oder Betreibern oder was weiß man. Jedenfalls alles gut.

    Thema zwei waren diverse Telefonate mit der Familie, Mama N. ist nämlich im Krankenhaus und die Situation nicht wie geplant bzw. erhofft, alles sehr, sehr, sehr anstrengend aber ich möchte keinesfalls mehr darüber schreiben, weil ich ja schon unglaublich viel darüber rede. Sie dürfen aber gern die Daumen drücken, dass sich das alles in Wohlgefallen auflöst, ausgeschlossen ist das nicht, aber eben bisher auch nicht der Fall.

    Dann rief in all dem Durcheinander noch eine Mitarbeiterin an, die einen Autounfall hatte, auch da war für mich eigentlich gar nichts zu tun denn weder war der Autounfall beruflich noch arbeitet sie am Wochenende, sie war aber auch sehr aufgeregt und brauchte vielleicht einfach irgendwie jemanden, dem sie das jetzt erzählen konnte, nachdem ich herausgefunden hatte, dass sie nichts allzu ernstes passiert war und sie auch schon medizinisch versorgt war, hörte ich also im Wesentlichen einfach nur zu.

    Mit all dem beschäftigte ich mich übrigens nicht von zu Hause aus. Das hatte ich erst gemacht aber Herr N ist auch nicht daheim (sondern in Hamburg beim Twahoi), also war ich in Wirklichkeit zwar im Kopf komplett überbeschäftigt aber in echt zu keinem Zeitpunkt eigentlich wirklich für irgendwas in einer tragenden Rolle zuständig. Ich ging deshalb schon zum Frühstück zu Freundin @schanuf, weil Ablenkung ja immer gut tut, und der Einfachheit halber blieb ich bis nach dem Abendessen. Das Mittagessen haben wir ausfallen lassen, weil das Frühstück ja recht spät war, oder vielleicht war der Prosecco das Mittagessen.

    Irgendwann gegen Dämmerung - wann ist das derzeit, ca. 20:30 Uhr? - ging ich zu Fuß nach Hause und werde gleich irgendwann schlafen gehen. So einen Tag kann man nur wegschlafen, das war alles ganz unangemessen anstrengend.

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    Letzter Regen: 11. Oktober 2020, 01:14 Uhr