"Von so jungen BWL-Küken wie Dir muss ich mir das nicht sagen lassen."
Hihi. Ich bin 7 Jahre älter, Quereinsteiger, und sagen lassen muss er es sich auch noch. Hihi.
Zurück zur Sachebene. ;-)
Pralinenschachtel geschafft. Das Leben kann weitergehen.
Am abend in der Bahn in der grau-trägen Mitfahrermasse, erstickend, als würde ich in einen Aschenbecher eintauchen, nicht greifbar, kein Blickkontakt, müde Augen hinter verschmierten Brillengläsern, hängende Mundwinkel, Schweigen, verharrend, zäh - dazwischen er, gar nicht wirklich gut aussehend, klein und breites Gesicht, aber was für eine Ausstrahlung, er scheint zu leuchten, erzählt, gestikuliert, bewegte Mimik und ein schnelles Lächeln, ist auf eine gelassene Art präsent, so präsent, dass ich die Musik ausschalte um seine Stimme zu hören, die erstaunlich leise ist aber melodisch, klar, unglaublich angenehm, wie an einem Rettungsring hängen meine Augen und Ohren an ihm, besser als jede Musik und jedes Buch, so - lebendig.
Was ist denn mal ein guter Rum, so für das Schränkchen von unten? Ganz platt der weiße aus der Werbung? Nee, oder? Havana Club?
- Heute nach langer Zeit mal wieder den Satz "das ist unter meinem Niveau" gehört und richtig lachen müssen, wie albern! Nicht, dass mein Niveau jetzt ganz unterirdisch tief angesetzt wäre... aber es ist schon, sag ich mal, äh, recht spektral?...
- Wie sich das Verhältnis zu Personen über die Zeit verändert stelle ich immer wieder daran fest, welche Songs ich gerade mit ihnen verbinde (und welche nicht - mehr).
- Bin ich eigentlich wirklich so furchteinflößend? Mir geschieht seit ein paar Tagen ständig, dass jemand beginnt, etwas zu mir zu sagen, und, sobald ich dann meine Aufmerksamkeit der entsprechenden Person (es tritt bei mehreren auf, auch bei völlig Fremden!) zuwende, verstummt sie mit den Worten "ach schon gut" (oder so ähnlich). Hm?
- Heute auf der Speisekarte: sinnfreie Bemerkungen (Spezialität des Hauses) und blöde Fragen (blöd nicht im Sinne von dumm, sondern eher "das muss jetzt nicht sein").
Zu den Fragen - drängend, Vergewisserungsfragen, und so unnötig. Wie kann man die bitte abstellen? Diese Fragen ohne Berechtigung, die zu nichts führen, bei denen es sowieso keine richtigen oder falschen Antworten gibt, die lediglich der Positionierung dienen, wobei Positionierung nicht notwendig ist (ist die überhaupt jemals notwendig? Ich finde ja nicht). Gnah! Wozu das alles? Wie "Wann gibt es Essen?" - "Wenn es fertig ist". Danke, gut, dass wir darüber gesprochen haben.
Zum zweiten die sinnfreien Bemerkungen, nur als Feststellung an sich, das Bedürfnis, etwas durch Aussprechen sozusagen in der Welt zu verankern. Was zu nichts führt. Bzw. vermutlich zu Erklärungen, oder noch schlimmer: Entschuldigungen, unnötige, weil die Tatsachen bekannt sind und das Verhalten konform ist.
Dass nur das "darüber gesprochen haben" meist so einen schalen Nachgeschmack hinterlässt, wenn es doch zu nichts führt, zu nichts führen kann, und deshalb das Aussprechen, das "Verankern" nur eine Manifestation des Scheiterns ist.
Der Vorsatz, einfach weiter zu senden, und sei es ins Leere. Vielleicht sind es auch einprasselnde Puzzelteile, nur noch nicht resonanzreif, das Bild muss sich noch setzen. Und lieber ist mir ein gewachsenes Bild aus vielen Einzelteilen mitsamt jedem Interpretationsspielraum allemal, als ein herbeigeredetes, präsentiertes, als fertig ausgegebenes, inklusive beigelegter Deutung. Der Nachgedanke aber, dass das Senden ohne Fragen, ohne (Selbst-)zensur bei allem Mut, den es zu erfordern scheint, sich so bedingungslos offen zu legen, letztendlich die einfache und feige Variante ist, weil entscheidungsfrei.
- Beim Aufzug-Abwärtsfahren ging die Frage durch den Kopf, ob mir dann irgendwann beim Blick in den Spiegel einfach nur noch schlecht wird, möglicherweise?
Heute vormittag ereilte mich hinterrücks eine Extremglucken-
Anwandlung! Glücklicherweise dauerte diese nur etwa 3 Minuten (nämlich genau so lang, bis ich mich von hinten quer durch den Schlamm der Baustelle und das regentriefende Gebüsch an den Kindergarten herangepirscht hatte und durch das Fenster erspähte, dass das Kind sich mitnichten heulend-brüllend vor Sehnsucht nach Mama auf dem Boden wand, sondern ein Steckspiel spielte und dabei unablässig auf die anderen, deutlich älteren, Kinder einredete). So sammelte ich meine Reste von Würde aus Schlamm und Gebüsch und trabte in die Innenstadt, zum kinderfreien Shopping und Coffee-to-go mit Musik laut auf den Ohren.
Dem penetranten (privat sicherlich) netten jungen Mann mit den gelben Zetteln für eine sofortige fast-sogar-umsonstene Mitgliedschaft in einem CD/DVD-Club versicherte ich unter Matchbox 20 Beschallung durch meinen vom Ohr gezogenen Kopfhörer mit fester Stimme, dass ich nicht nur selten, sondern überhaupt nie, niemals, Musik höre. Sah mich dann vom 10-Gebote-Prediger an der Ecke gegenüber beobachtet, der zwar gerade die Sache mit den Ladenöffnungszeiten, also Sonntagsarbeit, beharkte (Nr. 3 wenn ich mich nicht irre - ich komme dort öfter vorbei und bin mittlerweile recht firm), aber so aussah, als ob er angesichts meiner Konversation mit dem Musikmann jeden Moment mit dem Zeigefinger auf mich deuten und auf Nummer 9 umschwenken könnte. Also floh ich zu Saturn.
Nach knapp zwei Stunden Umschleichen der Musikabteilung (mit ständigen Blicken über die Schulter in der Erwartung des Musikmanns oder Predigers mit vorwurfsvoller Mine) machte ich mich auf den Rückweg zum Kindergarten, um meine These bestätigt zu finden, dass man eigentlich nur sehr, sehr selten unfreiwillig wirklich nassgeregnet wird. Heute war einer dieser sehr, sehr seltenen Tage, ich glaube, der zweite in diesem Jahr, also wirklich selten, ich freue mich immer, wenn meine Thesen sich als stimmig erweisen.
Das Kind war wohlbehalten, wenn auch verpflastert (nicht der Mund, immerhin). Morgen vormittag gehe ich irgendwo nett frühstücken :-)
Ich weiß ja auch nicht, warum mich diese freiwillige Selbstauskunft, die ich nun tatsächlich schon zweimal wieder gelöscht habe, so verfolgt. Aber immer, wenn ich es irgendwo entdecke - und das ist ja wirklich an jeder Ecke - kopiere ich es erstmal wieder hier hin und fange ganz automatisch an zu antworten. Wie eine Zwangshandlung. Ich muss das loswerden.
Daher sage ich nun ein für allemal, dass mein Handy das rein geschäftliche (hüstel) Blackberrydingens ist, wohingegen mein Partner absolute Privatsache ist. Die blonden Haare habe ich von Mama, beide Elternteile sind im Hauptwesenszug glücklich und entspannt.
Einen Lieblingsgegenstand habe ich auch nach diesen ganzen Anläufen nicht und letzte Nacht lag ich im traumlosen Whiskykoma. Daher ist mein Lieblingsgetränk heute Mineralwasser. Das einzige Auto, das ich je geliebt habe, war mein Bobbycar und während ich das schreibe, sitze ich in der Küche.
Der Ex ist mir wichtig. Meine Angst habe ich verdrängt und hoffe, sie hat mich auch in 10 Jahren noch nicht eingeholt. Den gestrigen Abend verbrachte ich in rein virtueller Gesellschaft, dennoch in guter, möchte ich sagen. Ich bin nicht besitzergreifend und schicke daher alle Familienmitglieder auch gern mal ohne mich los, was ich soeben getan habe. Ich trage und lese mal dies, mal das, zuletzt aß ich eine Erdnuss.
Mein Leben? Ich möchte kein anderes, auch wenn meine Stimmung derzeit häufig Achterbahn fährt und meine Freunde in alle Himmelsrichtungen verstreut sind. Wenn ich daran denke, so wie jetzt, werde ich etwas melancholisch und räume daher lieber mit dieser Fragebogenzwangshandlung weiter auf.
"Mein Sommer" ist ein Widerspruch in sich, TV ist ebenso nicht gerade meins. Dafür habe ich vor wenigen Minuten gelacht, wann ich das letzte Mal geweint habe, weiß ich nicht mehr. Schule ist noch viel länger her, hier läuft Radio und ich weiß nicht was, und am Wochenende nehme ich mir gerne kleine Auszeiten von allem möglichen. Mein Traumjob wechselt alle paar Jahre, mein Computer häufiger.
Vor dem Fenster ist der Hinterhof mit einer erfreulicherweise herbstlichen Kastanie. Ein Bier nehme ich gerne, danke. Mexikanisches Essen muss nicht sein. Winter hingegen sehr gern. Religion dann wieder nicht. Urlaub war gerade und ist bald wieder. Auf meinem Bett liegt ein Haufen Krempel.
Liebe? Auf meine Art.
Zunehmende Tendenz, bei jedem Wort schon alle möglicherweise folgenden bis hin zu einer Grenzüberschreitung zu antizipieren, zu nah zu kommen, einzudringen. Ohne jede Berechtigung.
Folglich nach einem "Hallo" immer fast gleich ganz verstummen.

Soooo.... was nehmen wir denn...
(Stellen Sie sich mich sehr händchenreibend und grenzdebil grinsend vor.)
- Schlimme Nacht - stundenlang auf Cold Turkey herumgewälzt. Nasentropfenabhängigkeit ist was fieses.
- Kalte Füße, kalter Himmel - ich rieche Herbst (hämisches Lachen!)
- Etwas weiter vorn wird der Weg ruckelig. Prognostiziere ich mal so. Dieses blöde V-Modul. Vielleicht einfach alles mit Leben wegspülen. (Kingt aber unangenehm nach Sintflut.)
- Gerade als ich beim Herrn Cab lese fällt mir ein, dass ich heute Nacht von Hornhauthobeln geträumt habe. Irgendwann hab ich wohl doch geschlafen.
- Heute morgen entnervt so ein gerahmtes Spruchdingens (raten Sie mal, von wem das angeschleppt wurde!) mit einem gezielten Faustschlag zertrümmert. Scherben gut gelaunt aufgefegt. Kind hat nix gesehen und hier isses ja anonym, also finde ich das in Ordnung. Kann solche Sprüche eh nicht leiden.
- Kinderbücherkettenbrief aus dem Briefkasten gezogen. Was es alles gibt! Die Verursacherin angerufen und mich beschwert. Mir sagen lassen, ich sei ein Snob (weil ich die angeblich dann bald in großer Zahl eintreffenden Kinderbücher nicht haben möchte) und unentspannt (weil ich Kettenbriefe doof finde). Ersteres ist in dem Zusammenhang ok, letzteres ist wieder relativ zu sehen. Meine Unentspannung, wenn ich den Freunden, denen ich das Ding weitergeben würde das nächste Mal begegne oder wenn ich 36 (sechsunddreißig!) Mal zur Post rennen und ein Buch das ich nicht will, abholen muss, wäre größer. Sorry, Jan-Niklas, Johanna-Sophie und Aliya. Leerer Briefkasten und keine glänzenden Kinderaugen. Man kann gar nicht früh genug lernen, dass Kettenbriefe nicht funktionieren.
- Für das Hausarrest-Wochenende eingekauft. Im ersten Durchgang Nudeln, Möhren, blaue Trauben, Käse. Im zweiten Durchgang Chips (Pepperoni), Schokokekse und Tiefkühlpizza. Im dritten Durchgang bunte Zuckerstreusel und, äh, Batterien.
- (Batterien klang jetzt aber wild. Die sind natürlich für die Eisenbahn!)
- Ganz im Ernst? Der "Zustand" ist längst vorbei. Anonym sein ist aber so fürchterlich entspannend. Psst, keinem sagen.
- Könnte mich jemand in 20 Minuten erinnern, das Bier aus dem Eisfach zu nehmen? Herzlichen Dank!
Zugegeben, es hat ein paar Zugfahrten gedauert, bis ich die gelben Linien begriffen habe, über die ich nun täglich auf dem Bahnsteig latsche. Heute aus dem Zugfenster betrachtet fiel dann der Groschen: das ist ein gelbes Rechteck mit einer Zigarette drin - da sollen dann also die Raucher ab 1.9. stehen und auf den Zug warten. Ob es reicht, Raucher an sich zu sein, um dort stehen zu dürfen, oder ob man tatsächlich im Moment der Präsenz an diesem Ort rauchen muss, das sollten wir noch reglementieren. In ersterem Fall können wir darüber nachdenken, den Betroffenen so ein gelbes Rechteck einfach an die Jacke zu heften, damit auch alles seine Ordnung hat. Dann weiß jeder gleich Bescheid und es ist wieder allen ein wenig Kommunikation und Gedankenarbeit erspart geblieben. Hauptsache, man muss sich mit niemandem auseinandersetzen und alles ist geregelt.
Dass Menschen ohne Selbstwirksamkeitserwartung auch keinerlei Grund haben, sich anständig zu verhalten, ist nebensächlich. Wir können uns ja alle einen Plastiksack überziehen, da ist man dann ganz für sich. Gut zubinden nicht vergessen.
- Heute morgen dachte ich echt, ich könnte diese Strumpfmaske langsam wieder abnehmen.
- Kein Bier vor vier, Frau Diagonale.
- Irgendwo in den Satz mit den Mückenstichen unten gehörte glaube ich ein Genitiv.
- Wieso kopiert mich mein Chef auf eine Mail drauf, in der er ein Foto von sich ins Mutterhaus schickt? Soll ich das bloggen oder was??
- Gehe gleich zur U-Bahn und kann sowohl die 1, 2 oder 3 nehmen. Stelle mir vor, wie ich unterirdisch das Lied anstimme, Sie wissen schon. Und-jetzt-alle-im-Chor!!!!
1, 2 oder 3, Du musst Dich entscheiden, drei Felder sind frei. Plopp! Plopp das heißt Stop, nur noch einen Hopp, dann bleibt es dabei.
Dazu natürlich die Plopp!-Handbewegung von allen Passagieren, und die hüpfen dann auch so diagonal weg, synchron natürlich. Und dann regnet es ganz viele bunte Bälle.
- (Postingabbruch wegen Lachanfall)
- (Ergänzung: Heute Nacht geträumt, dass ich ein Ufo mit der Hand gefangen habe, so wie eine Frisbee-Scheibe, aus dem Rapunzelturm-Fenster heraus. Das Logbuch war aber weg. Das war blöd.)
- Die Links stehen rechts.
(Aaaaaaaaaah, der ist wirklich, wirklich schlimm!)
(Und es stimmt auch gar nicht.)
- Der Blitz, den Du siehst, hat Dich nicht getroffen, sagt Papa immer. Sehr beruhigend, so insgesamt.
- Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben überhaupt noch nie beleidigt. (N.B.: Unterscheidung zwischen war und wurde!).
-
Szenen einer Ehe:
A: Sag mal, was laberst Du mich jetzt voll so kurz vor Mitternacht??
B: Ich will Sex und dachte, so ein bisschen Konversation vorher ist höflich.
- Erinnere mich, dass ich Kafka früher depressiv fand. Heute finde ich den brüllend komisch. Ist halt alles relativ...
- Prima, dass man das Kind in die Bazillenhölle (Kinderarzt) schleppen muss um bescheinigen zu lassen, dass es gesund ist. Hat sich bestimmt irgendwas eingefangen, brütet das bis Montag aus und legt den Kindergarten lahm. Aber was wundere ich mich. Ich hab ja auch mal nachts eine Bescheinigung zur Polizei gefahren, die bescheinigt, dass eine bestimmte Person keine Bescheinigung benötigt, um Tauben für wissenschaftliche Zwecke zu fangen. (Spätere Entwicklungen betrachtend hätte ich ihn einfach da versauern lassen sollen...)
- Das mit der Frage noch immer nicht auf die Reihe gebracht.
- Haarentfernung auf Dutzenden aufgekratzten Mückenstichen hat was von Schlachtfest.
- In die Bahn eingestiegen, einen Atemzug genommen und "Penaten Baby-Lotion" gesagt. Eine ältere Dame hob zögerlich die Hand.
- Seit zwei Tagen dabei, eine Frage immer wieder neu zu formulieren. Ich kann sie nicht stellen ohne zu lügen. Die Antwort kenne ich auch sowieso, aber mich interessiert das "wie".
- "Wiedervorlage" ist ja so ein Mist den man nur braucht, weil alle anderen nicht zuverlässig arbeiten.
- Ausnahmezustand hält an, aber Gewöhnungseffekt tritt ein.
- Eben lesend auf dem Balkon, mit Kaffee, Mittagssonne. Plötzlich die Vorstellung, dass der Balkon wegbricht. Splitternde Balken, ich springe auf, Porzellan bricht, Kaffee spritzt, ich klammere mich (unsinnig! nutzlos!) an die Türzarge und brülle "NEIN". Sehr einfallsreich.
Verwunderte Blicke von drinnen. Äh, mir kam es so vor als ob...
- Mal wieder Kafkas Tagebücher gekauft - fühle mich seelenverwandt.
- Es ist sowas von lästig, wenn plötzlich der Kopf mitmischen will.
- Flashback nach dem Stau: Kuppeln, Schalten, Gas - Blick aufs Tacho, die Nadel bewegt sich und ich spüre die Geschwindigkeit. Erstaunen, plötzlich wieder im Fahrschulauto, dieses ungläubige Staunen,als ich zum ersten Mal einen Wagen in Bewegung setzte.
- Möchte wieder in dieser Höhle sein und den Kopf von unten an den feuchten, kalten, dumpf nach Kalk riechenden Felsen drücken, spüren, wie tonnenweise Gebirge auf mir lastet und fühlen, wie die Panikwellen heranrollen und wieder abebben.
- Ich bin nicht aus dem Takt, das sind Synkopen!!!
gehört sie mir ganz allein. Dann muss ich sie abgeben. Schnüff...

- Jetzt isses bald abends dunkel, wenn ich aus dem Büro komme. Bzw. in Anbetracht aktueller Ereignisse wird es dann eher morgens dunkel sein, wenn ich ins Büro gehe. Wäh.
- Ich will Lebkuchen.
- Wie aus einem fremden Leben plötzlich der Gedanke, sich möglicherweise lächerlich zu machen. Ist da jemand Fremdes in meinem Kopf? He Sie, was machen Sie mit mir?? Jetzt isses aber gut!
- I don't know how it happened, it all took place so quick...
- Schmerzfrei = weia-less. Ohgott, das ist absolut unterste Kategorie...
-
Das Blöde an solchen scheinbar-betrunkenen Auskotzzuständen ist ja, dass das, was gesagt oder geschrieben wurde, dann plötzlich so real wird, durch das Schreiben oder Sprechen, selbst wenn das Blatt hinterher im Altpapier (Mülltrennung auch in Grenzzuständen!) landet oder die Worte Selbstgespräch waren. Realer als Gedanken, die sich meist am nächsten Tag wieder in die Schublade packen lassen. Und das ganz besonders Blöde am scheinbar betrunkenen Auskotzen ist die glasklare Erinnerung.
Da hilft nur Mund halten oder tatsächlich trinken. Prost.
- Howdie, das wird eine ganz, ganz üble Kreditkartenabrechnung. Besser den Briefkasten zukleben.
- Das Verdrängungsmodul hakt und die alte Frau im Schaukelstuhl ist unentschlossen.
- Wenn auf ein hinterlassenes "ich brauche Dich" auf allen ihren Kanälen einen halben Tag keine Antwort kommt, ist das entweder Grund zu wirklicher Besorgnis oder ganz große Scheiße.
- Wichtiges Dokument zur Zieharmonika gefaltet aus dem Kopierer zurück bekommen. Dagegen getreten. Vom Chef gesehen worden.
- Eifersucht. Bis dato unbekannt. Sehr komisches Gefühl. Missfällt mir.
- Standortbesprechungen liegen mir nicht.
- Samstag wird ganz schlimm. Allein ans Haus gefesselt, niemand zwecks Mädels-Pyjamaparty in der Nähe. Werde bis tief in die Nacht alle offenen Mails beantworten und dabei unendlich viel Bier trinken. Wer sich amüsieren will, schreibt mir noch vor Samstag. Ich bin betrunken recht unterhaltsam.
- Pleite. Pleite, pleite, pleite. Das Finanzamt soll endlich die Kohle rausrücken. Achso, ich müsste die Steuererklärung vorher abgeben. Keine Lust.
- Graphologischen Test gemacht. Auswertung doof gefunden. Gelöscht.
- Fragebogendings, das da bei Frau Diagonale ist, ausgefüllt. Antworten doof gefunden. Gelöscht.
Ganz, ganz merkwürdig drauf heute.
Also ich jetzt...
(eventuell anonymes Auskotzblog für Einzeiler anlegen?)
