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    Donnerstag, 7. Dezember 2006
    Pah.

    Los, Leben
    zeig mir heute dein wahres Gesicht
    heute kann ich es ertragen
    denn darauf kommt es wirklich nicht mehr an.
    Los, Freunde
    zeigt mir eure Fratzen
    heute bin ich in Gönnerlaune
    denn morgen ist ein neuer Tag.

    Heute
    ist ein Tag für Schnitte
    für Schlussstriche
    Heute
    ist ein Tag um durch den Regen zu laufen
    um zu frieren.

    Keine Harmonie heute
    keine Wärme
    nicht süß
    nicht weich.

    Lasst alles raus. Heute, nur heute.
    Morgen nicht.
    Morgen ist ein neuer Tag.

    Mittwoch, 6. Dezember 2006
    Gerade

    Riesenstapel Dokumente sortiert. Über 40 Stapel strategisch auf dem Fußboden verteilt. Dringendes Frischluftbedürfnis entwickelt. Fenster geöffnet.

    Sowas sieht man sonst nur im Film...

    Lachen oder heulen??

    Dienstag, 5. Dezember 2006
    Welches Essen wann und wo

    Frau Gutemine möchte alles von mir wissen!! Zunächst habe ich einen ziemlichen Schrecken bekommen und befürchtet, in den Keller gehen und ein paar Leichen exhumieren zu müssen. Aber dann fing sie doch erstmal ganz harmlos an und wollte nur wissen, welche Gerichte ich mit folgenden Orten und Begebenheiten verbinde:

    Freibad: trockenes Brötchen und später dann Pommes mit einem ganz merkwürdigen Ketchup...

    Skihütte: Müsli

    Urlaub:
    Früher, mit den Eltern: Blaubeerpfannkuchen. Im Urlaub allein: Brot mit Senf

    Bei Mutti:
    Blumenkohl mit heller Soße und Frikadellen und auf jeden Fall und immer Nachtisch. Quark nämlich, mit Obst.

    Bei Krankheit: Erdbeeren - egal ob Saison oder nicht, wenn Prinzesschen krank war hat Papa immer Erdbeeren herangeschafft :-)

    Liebeskummer: Nichts

    Unterwegs:
    Käsebrötchen

    Restaurant: Indisch

    Als Kind:
    Erbsen aus der Dose und sonst sehr, sehr wenig

    Niemals: Öh. Da bin ich vorsichtig. Man könnte ja was verpassen. Niemals gibt es nicht. (An Eltern von Kindern die nur Erbsen aus der Dose essen - nur Mut, Sie sehen, das kann sich ändern, ganz von selbst.)

    Immer gerne:
    Häppchen jeder Art. Mundfertiges Obst, Pralinen, kleine Schweinereien wie diese köööööstlichen Oliven in Knoblauch und Chili, die zu Hause nach mir rufen...

    Überraschend gut: Gute Dinge überraschen mich selten *optimist bin*

    Überraschend schlecht
    : Biersuppe. (Was für eine Verschwendung...)

    Für immer mein absolutes Lieblingsessen:
    Ach, so absolut... Pasta mit gegrillten Zwiebeln, Tomaten und Olivenöl.

    Das beste Restaurant,in dem ich war:
    Da gibt es sehr viele, aber ein sehr nettes, in dem ich in letzter Zeit war, ist dieses.

    Ich werfe das Stöckchen an den Herrn Büffel weiter. Ich weiß zwar nicht, ob er hier liest, aber ich muss seit seinen Daunenjackenschneemännern ständig an ihn denken.

    [edit: hatte eine Rubrik vergessen, deshalb steht es jetzt nochmal als neu drin...]

    Sonntag, 3. Dezember 2006

    Nie wieder Alkohol.

    Freitag, 1. Dezember 2006
    Weitere (Grätchen)-Fragen

    Bekanntlich gibt es ja keine dummen Fragen, also immer raus damit...

    Warum mein Blackberry in der leeren Gelomyrtolschachtel steckt, kann ich mir beinahe noch erklären - haben doch Schachtel und Holster ein nahezu identisches Format. Und ich habe ja gestern nacht kein Licht angemacht, ich glaube, um die Familie nicht zu wecken.

    Wo die Gelomyrtolkapseln sind? Äh. Nicht im Blackberry-Holster jedenfalls...

    Aber wie kommt ein hartgekochtes Ei in meine Jackentasche?? Übrigens, wenn man ahnungslos in ein hartgekochtes Ei mit zerbrochener Schale in einer Jackentasche greift, fühlt es sich so an, als habe man ein kleines Vögelchen umfasst und ihm sämtliche Knochen gebrochen. Glaube ich - habe ich natürlich noch nie getan, das mit dem Vögelchen.

    Und eine letzte Frage noch. Die wird wohl auch ungeklärt bleiben. Wieso werden zwei paar Kindersöckchen mit acht (8!!!) Metallklammern und vier von diesen Plastikdingern zusammengelinkt? Falls hier zufällig jemand aus der Kindersöckchenverpackngsindustrie lesen sollte - ich glaube nicht, dass das der Fall ist, aber man weiß ja nie, schließlich lesen hier auch täglich Menschen nach, die die Antwort auf die Frage "was soll ich kochen?" suchen. Nebenbei bemerkt und als kleine Anregung an diese Damen und Herren - ich beziehe eine Gemüsekiste, da kocht man das, was gerade drin ist. Aber zurück zu den Socken: Über die Kombination Metallklammern und Kleinkinder muss ich gar nicht sagen, stimmt's? Und die Plastikdinger sehen doch aus wie Gräten, oder? Genau. Und so wirken sie auch, wenn ein Kind sie verschluckt. Eltern möchten sowas nicht im Haus haben. Und wie jeder weiß, pflegt die eine Hälfte dieser Plastikgräten auch stets durch die halbe Wohnung zu springen, wenn man die Socken wüst auseinanderrreißt das Plastikstück sorgfältig durchschneidet. Keine Mutter rutscht gern auf Knieen über den schmutzigen Fußboden, um die fehlende Hälfte vor den oralen Gelüsten des Nachwuchses zu sichern. Und schon gar keine Mutter, die am Vorabend arg feiern war und dennoch um 7 Uhr morgens aufgestanden ist. Offen gesagt, das Geräusch von Sockenplastikgräten auf Parkett führt bei uns feiergeschädigten Müttern zu akutem Kontrollverlust. Merken Sie sich das bitte! Eine einfache Papierbanderole wäre möglicherweise eine Alternative. Vielen Dank.

    Rätselhaft.

    Ich könnte schwören, dass ich auf meinem gestrigen Streifzug durchs Vergnügen in einem Schaufenster einen Adventskalender mit der Werbung "Jetzt 8 Tüchen mehr!!!" sah. Kann mich aber ums Verrecken nicht mehr erinnern, wo das gewesen sein mag. Nicht, dass ich das geträumt oder im Fernsehen gesehen habe? Habe ich gestern noch fern gesehen?? Fragen über Fragen. Gestern fand ich das auch gar nicht merkwürdig. Jetzt schon.

    Montag, 27. November 2006
    Nicht wunschlos

    "Ich möchte noch ein bisschen raus" seile ich mich vom Familienkaffee, zu dem ich hinterrücks eingeladen befohlen wurde, ab. Die Schwiegermutter und die angeheirateten Tanten schauen ein wenig pikiert, ist es doch so schön kuschelig warm drinnen und draußen wird es schon dunkel, und wir sitzen doch hier so nett. Schließlich werde ich mit dem Auftrag, mir doch noch ein hübsches Geburtstagsgeschenk zu kaufen, entlassen.

    Obwohl erst Spätnachmittag ist draußen schon schwarze Nacht, nur oben am Himmel eine blasse Mondsichel. Ich schlendere eine Weile durch das Viertel und schaue durch die erleuchteten Fenster der schönen Altbauwohnungen, vielleicht finde ich ja ein paar Anregungen für Stuck, Lampen und Vorhänge. Schade, dass kein Schnee liegt, aber das Laub aufwirbeln macht auch Spaß.

    Dann erklingt Musik, die mich wie eine Faust in den Magen trifft. Ich bleibe stehen und starre ins Dunkle. Eine halbe Straße weiter steht ein dicker Mann mit Einkaufswägelchen und singt russische Lieder, aus dem Wägelchen ertönt Begleitmusik. Ich verstehe kein Wort aber ich kann nicht weitergehen und es ist anstrengend, nicht auf der Stelle in Tränen auszubrechen.

    Nach einiger Zeit kann ich mich genug sammeln, um mein Münzgeld aus der Tasche zu kramen und es dem Mann mit seinem Wägelchen in die Mütze zu werfen. Der Sänger, ein älterer bauchiger Herr, küsst mir die Hand und murmelt etwas auf Russisch, von dem ich nur das Wort "spasibo" verstehe. Artig fließt in meinem Kopf die Floskel "nje sa schto" aus tiefen Hirnwindungen direkt in den Mund und wird artikuliert. Das Gesicht des Sängers erhellt sich, er nimmt meine Hand zwischen seine und spricht auf mich ein. Ich verstehe nur jedes fünfte Wort, genieße aber den Klang der Sprache. Ich glaube, das Wort "Kakao" zu hören und bemerke, dass ich bereits in das gegenüberliegende Cafe geschoben werde. Ich radebreche etwas von "ja nje ponjala" und "njemnoga russki", aber da sitzen wir schon beim Kakao und er spricht und spricht und spricht. Ich versuche gar nicht mehr, zu verstehen sondern lausche der Sprache wie Musik. Etwa eine halbe Stunde später verabschiedet sich der Sänger mit einer kräftigen Umarmung von mir.

    Ich befinde, dass ich nun wieder über genügend Contenance für eine Fortsetzung des erzwungenen Familienkaffees verfüge und mache mich auf den Rückweg in die unglaubliche Enge einer weitläufigen Wohnung. Ohne einen handfesten Nutzen in Form gekaufter Ware für meinen Ausflug vorweisen zu können werde ich gefragt, was ich bloß die ganze Zeit getan habe. Meine Auskunft, ich hätte mit einem russischen Straßenmusikanten Kakao getrunken wird kurz als offensichtlicher Scherz belacht und dann beiseite gelegt für die wirklich wichtige Frage, was ich mir denn nun zum Geburtstag wünsche. Nichts, was ihr mir geben könntet, lautet meine wahrheitsgemäße Antwort.

    Freitag, 24. November 2006
    Schnipp, schnapp...

    Da Starschnitte ja recht in sind zur Zeit, möchte ich mich auch mal beteiligen:


    Dieses Gestrüpp wird allerdings morgen gestutzt, worauf ich mich seeeeehr freue, denn es ist gar nicht so einfach, Zeit für sowas zu finden.

    Als nächstes gibt es dann irgendwann ein Bild von meinem Fuß in seiner neuen geringelten Zehensocke :-)

    Donnerstag, 23. November 2006
    Zum in die Tischkante beißen!

    • Ich hasse es, wenn in der Bahn ein Kontrolleur kommt, denn meine 7,5 Minuten Bahnfahrzeit brauche ich um mich zu schminken und die Tageszeitung zu überfliegen.
    • Ich hasse es, wenn sich bei der langen Schlange in der Post jemand vordrängt, weil ich den Kinderwagen nicht in die zu Enge Lücke quetschen will und deshalb etwas abwarte, bevor ich weiterschiebe, denn mit quengelnden Kindern in einer Endlosschlange zu stehen ist ganz ehrlich noch nerviger als allein.
    • Ich hasse es, wenn ich um 5 ins Büro komme und kein Kaffee da ist, denn ich brauche den.
    • Ich hasse es, wenn ich bei Amazon einen Gutschein bestelle der "sofort" kommen soll und eine knappe Stunde später ist noch nichts da.

    Mittwoch, 22. November 2006
    Zu gut...

    So, da spreche ich ihm auf den AB dass er sich am Abend wenn alle weg sind mal melden soll, weil ich eine Info für ihn habe, die ich nicht schreiben will (bin ja lernfähig), und er mailt ja, super, danke, unbedingt Worum es geht müsste er wissen, wenn er mal in den Kalender schaut und darauf, was anstand, bevor er sich sein Knie kaputtgefallen hat. Und dann weiß er auch, dass ich mich damit recht weit aus dem Fenster lehne, obwohl ich gar nix davon hab, obwohl nur er und sein Team was davon haben werden. Und verdient haben sie es auch nicht.
    Ja, und ruft er dann zur vereinbarten Zeit an? Nein. Und ich warte noch eine halbe Stunde länger. Aber dann gehe ich doch nach Hause und bekomme jetzt eine Mail, dass er es vergessen hat, und ob das nicht warten kann.

    Naja, von mir aus. Dann halt nicht.

    Montag, 20. November 2006
    ?

    Jever oder Flens??

    edit:
    Wo wir einmal dabei sind:
    Baguette oder Ciabatta??

    November seit 7243 Tagen

    Letzter Regen: 06. Januar 2026, 22:39 Uhr