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    Sonntag, 13. Januar 2019

    Bestimmt habe ich es schon einmal gesagt, ich liebe Weihnachtsbäume und deshalb ist unserer auch immer ein bisschen größer als, vermute ich, der Durchnitt - jedenfalls wenn man vom Angebot des Weihnachtsbaumverkäufers ausgeht. Das ist alles kein Problem beim Transport in die Wohnung, die Deckenhöhe reicht aus und der Baum ist ja in einem Netz zu einer kleinen (langen) Rolle gebunden.

    Schwierig wird es hier, wenn der Baum wieder weg soll. Früher war es schwierig, weil ich nicht wusste, wie man ihn generell wieder loswird - heute steht das natürlich im Internet. Aber damals, so um 2000 herum, passiert es mir einmal, dass der Baum, oder das, was von ihm übrig war, noch im April bei mir wohnte, einfach weil ich nicht wusste, wohin damit.

    Diese Zeiten sind vorbei, das wann/wie klärt der Abfallkalender der Stadt. Schwierig ist es jetzt nur noch, den Baum aus der Wohnung zu transportieren. Bzw. das ist an sich nicht schwierig, aber man möchte möglichst wenig putzen müssen hinterher und der Baum muss erst durch einen etwas längeren Flur mit Bücherregalen an der einen und Garderoben an der anderen Seite und dann zwei Stockwerke hinunter und dann noch durch den Hof bis auf die Straße.

    Deshalb dachte ich ein paar Jahre lang, ich könnte den Baum einfach aus dem Fenster werfen. Bzw. das dachte ich exakt zwei Jahre lang, es war nämlich immerhin sofort klar, dass es zur Straße hinaus nicht geht, zu viele parkende Autos dort. Also blieb nur nach hinten über den Balkon, was die Putzarbeit in der Wohnung schon nicht einmal mehr verringerte (weil durch 2 Zimmer und Türen), aber doch das Treppenhausputzen ersparte. In Jahr 1 warf ich den Baum an der Ecke vom Balkon, an der nicht die Fahrräder im Hof stehen, aber es kam eine Windbö und trug den Baum auf mein Rad, zerschmetterte den Kindersitz darauf und zerdellte auch hinten einige Speichen. Also nicht Treppenhausputzen, aber neuen Kindersitz besorgen und den Fahrradmann aufsuchen. Nicht gut.

    Im nächsten Jahr war ich wachsamer, es stand sowieso im Winter nur mein Rad dort, andere hier im Haus fahren zu dieser Jahreszeit nicht, ich parkte das Rad also vorher um. Der Baum kam plangemäß im Hof auf, verlor dabei aber - unplangemäß - ALLE Nadeln auf einen Schlag. So dass ich zwar nicht das Treppenhaus putzen musste, aber den Hof fegen. Sehr, sehr lang.

    Dieses Jahr habe ich einen klugen Kalender zu Weihnachten bekommen (ok eher mittelklug bisher, in der Gesamtbetrachtung, und dieser Kalender gab den Tipp, man möge den Baum in einen alten Bettbezug hüllen und dann wegtragen. Einen alten Bezug hatte ich nicht, aber ein altes Spannlaken, und schauen Sie!



    Das hat ganz hervorragend funktioniert, so mache ich das jetzt immer.

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