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    Sonntag, 7. Juni 2020

    Es ist tatsächlich Juni, mehrmals habe ich mich in den letzten Tagen darüber gewundert und gerade singt auch einer von den Vögeln, die im Sommer abends manchmal singen, draußen. Die singen, wenn der Tag lang und warm und voller Menschen und Geräusche war und es langsam stiller wird, ein blauer Sonnenuntergang und ein Nachleuchten und die bloßen Füße spüren noch die Wärme vom Asphalt.

    Mir fehlen ein paar Wochen oder vielleicht auch ganze Monate. Ob es an der neuen Häuslichkeit liegt - naja, ich gehe ja raus aber doch viel, viel weniger als üblicherweise. Oder ob es daran liegt, dass die Tage sich doch in ihrer Struktur irgendwie auflösten, trotz Arbeit oder vielleicht auch wegen (viel zu viel) Arbeit.

    Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist in mir drin noch Winter.

     
    Erfreulicherweise von den Temperaturen her ist derzeit auch eher W als S. Aber da renne ich bei Ihnen ja wohl offene Türen ein (meine sind diesbezüglich ebenfalls ganz weit offen). :-)
     
    Offene Türen, ja. Ich meinte das auch rein chronologisch, keinesfalls melancholisch.

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    2020 ist seltsam ...
    Ich hatte gestern die ziemlich genau gleiche Diskussion mit einer guten Freundin. Uns fehlen allen die Frühlingsmonate, diese Zeit der Panik, Unsicherheit, des Nur-zu-Hause-Seins hat dazu geführt, dass sich das Jahr seltsam anfühlt, als ob etwas fehlt. Und das tut es.

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