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    Montag, 1. Februar 2016
    Aus Gründen

    Ich weiß nicht, ob es schon aufgefallen ist, aber in meinem Arbeitsumfeld überwiegen ja die, sagen wir, Charaktere. So gibt es immer mal wieder Ideen, Reaktionen, Erlebnisse, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte.

    Der interessanteste Urlaubsantrag, den ich mal bekam, wurde mir mit der Begründung "An dem Tag kommt der neue Harry Potter raus und ich muss das sofort lesen" überreicht. Und heute gab es die interessanteste Krankmeldung, sie lautete: "Ich habe am Wochenende zu viel gegessen."

    Man kann doch irgendwie nicht anders. Man muss die alle gern haben.

     
    So etwas gibt es überall...
    Bei uns wollte eine Kollegin spontan am nächsten Tag frei haben, aber der Antrag wurde aufgrund der Personallage abgelehnt (Operativer Schichtdienst).

    Kurze Zeit später, verbrannte sich die Kollegin ihre Zunge an einem heißen Tee und ging daraufhin "krank" nachhause und fehlte auch am nächsten Tag...

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    In dem Laden wäre meine E-Mail Signatur ein Herzchensmiley (!) und der Blogname <3

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    Also, das mit Harry Potter (mal als Platzhalter gesehen für das heiss erwartete Lieblingsbuch oder die neue Staffel einer Lieblingsserie) verstehe ich vollkommen. Ja, klar kann das warten. Aber sollte es nicht.

    Und auch die andere Begründung, als Platzhalter für „akute Bocklosigkeit“ leuchtet ein. Jede/r einzelne von uns, inklusive Oberchef wette ich, hat Tage, an denen nix geht, nur Watte im Kopf ist und man die Kollegen einfach nicht erträgt. Wäre es nicht so viel entspannender und sinnvoller, man könnte an solchen Tagen schlicht die „ich wünschte ich könnte Euch helfen, aber ich will heute nicht!“-Karte ziehen, statt diesen entwürdigenden und durchschaubaren TamTam mit „Magen-Darm“ oder „Migräne“ aufführen zu müssen?
     
    Urlaub zu Releasedaten verstehe ich total, ich hab letztes Jahr auch eine Woche Urlaub gemacht, weil Fallout 4 rauskam.

    Die "Heute mal nicht"-Karte ist übrigens eine großartige Idee.
     
    Die englischen Ausgaben kamen immer an einem Samstag raus, da musste man nicht frei nehmen. Ansonsten hätte ich das wohl auch gemacht. Find ich völlig nachvollziehbar.
     
    Die "heute-mal-nicht-Tage" heißen doch Urlaub, oder nicht?
     
    Schon, aber es gibt Läden, die wollen partout nicht, dass ihre Mitarbeiter einzelne Urlaubstage nehmen, oder machen ein Riesenfass auf, wenn keine Begründung im Antrag steht. Ich hatte sogar mal einen Agenturchef (Marke: cholerischer Giftzwerg mit Napoleon-Komplex), der ungelogen jeden Urlaubsantrag ablehnte, in dem keine Urlaubsadresse stand.
     
    Die Ignoranz mancher Chefs gegenüber geltendem Recht ist manchmal nur noch kopfschüttelnd zu kommentieren. Der AN muss seinen Urlaub nach seinen Wünschen nehmen können, nur wichtige betriebliche Gründe können geltend gemacht werden. Selbst Kinderlose dürfen nicht jahrelang am Sommerurlaub gehindert werden, nur weil da Schulferien sind und Familien Vorrang haben.

    Und die Urlaubsadressen waren doch dann hoffentlich fiktiv?

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    Ich hatte meinen Urlaubstag am Montag nach der Oscarnacht (zum Ausschlafen) noch nie als etwas Besonderes gesehen. Vielleicht sollte ich?

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    Mir bleibt letztlich etwas unklar, warum man bei Urlaubsanträgen oder Krankmeldungen eine Begründung angeben soll. Das geht doch den AG nix an.
     
    Muss man auch nicht. Das macht es ja doppelt lustig :-)
     
    Aso. Das stimmt natürlich! :-)
     
    ich hab auch einmal einen freien tag "jetzt und hier und auf der stelle" gebraucht. die dackeline kriegte die welpen nicht ohne tierarzt aus dem bauch, sie brauchte also einen kaiserschnitt. und zwar sofort. ich war damals erst zwei wochen bei der firma, also noch in der probezeit, völlig branchenfremd und ohne ein paar gute fürsprecher hätte mich der firmeninhaber sowieso nicht genommen: jahrelang in einer aber auch schon völlig anderen branche gearbeitet, dann in der ddr auf einer baustelle (verwaltung, aber das hat der kerl nie begriffen), kurzum: es war kompliziert.

    er hielt mir jahrelang vor, dass das die blödeste begründung gewesen sei, die man sich hätte ausdenken können. warum ich mich nicht krank gemeldet hätte? auf meine ausführung, dass man nicht einen einzigen tag mitten in der woche krank ist, und genau an diesem tag die hündin einen kaiserschnitt braucht, um sie und die welpen zu retten, und ich generell immer zur wahrheit tendiere, meinte er, ich hätte das mit den welpen doch nicht erzählen müssen. jo eh. wussten aber alle - besonders der kollege, der selber eine dackeline hatte - dass die hündin trächtig war, und die jungen eben zu dieser zeit kommen sollten.

    letztlich hat aber - ausser dem firmeninhaber, der übrigens arzt war - in dieser firma nie wieder jemand irgendwas angezweifelt, was ich erzählt hab, weil: ich hab ja damals sogar einen tag urlaub genommen wo ich noch gar keinen anspruch hatte und dann hab ich noch dazugesagt, dass der hund gerade junge kriegt. manchmal ist es zum jungekriegen, ich sag ihnen.

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