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    Mittwoch, 10. Februar 2016
    50-Meter-Bahn

    Es ist Mittwoch, wir waren schwimmen. Mit Parkplatz und geöffnetem Schwimmbad und sogar mit 50-Meter-Bahn - das ist schon was echt schönes, so eine 50-Meter-Bahn. Leider fanden das aber doch ziemlich viele andere Leute auch schön. Der beste Zeitpunkt, um ohne allzu viel Gesellschaft schwimmen zu gehen, scheint Samstagabend gegen 20 Uhr zu sein.

    Es tummelten sich alle möglichen Sorten von Mensch im Becken. Ein paar Gesellschaftsschwimmer, je später es wurde aber desto weniger davon. Ein paar normale Bahnenschwimmer und auch eine Handvoll Sportschwimmer. Teilweie mit Utensilien, dies Schwimmhäute für die Hand sah ich an mehreren Stellen im Einsatz und sogar auch einen Kraulschwimmschnorchel, den ich mit etwas Neid betrachtete. Lila war er. Ich habe aber ja schon neue Badelatschen (pink) und als nächtes ist eine neue Schwimmbrille dran (vermutlich schwarz). Ein eventueller Schnorchelkauf muss noch warten, wobei ich heute zum ersten Mal ganz instinktiv die Billy-Idol-Fresse zur Atmung ausgeführt habe, ich war selbst so überrascht, dass ich mich beim nächsten Atemzug sofort verschluckt habe. Aber: eindeutig. Es geschah mir noch öfters. Vielleicht mussten sich dafür im Gehirn erst neue Synapsen bilden.

    Was war noch? Man kann Entgegenkommenden auf einer 50-Meter-Bahn recht gut ausweichen. Trotzdem wurde es manchmal eng und Rollwende war auch nur ungefähr jedes dritte Mal möglich wegen Beckenrandlungernden. Einer der Sportschwimmer hatte einen Zeitnehmer am Beckenrand, die Zeit war nicht so, wie erhofft. "Ich hatte halt auch zwei Begegnngen", sagte der Sportschwimmer erkärend. Begegnungen haben, das klingt schon ziemlich dramatisch beim Schwimmen, so in etwa wie "Zwischenfälle", wenn man in einem Atomkraftwerk arbeitet. Wann immer mir im Becken also ab diesem Zeitpunkt jemand entgegen kam - und das war sehr oft - musste ich leider sehr lachen.

    Dann wollte ich aufhören zu schwimmen aber konnte die Kraulschwimmpartnerin nicht mehr finden. Seit diesem Jahr schwimme ich nämlich ohne Kontaktlinsen, weil es erstens viel cooler ist nicht dauernd darauf achten zu müssen, dass kein Wasser in die Augen kommt und weil es zweitens meinen ausführlichen Studien nach im Schwimmbad viel mehr gibt, das man nicht sehen möchte, als das man gerne gesehen hätte. Ach ja, und drittens vergesse ich ständig, neue Linsen zu kaufen, aber das ist eher nebensächlich. Jedenfalls kann ich ja unter Wasser recht gut sehen, tauchte also munter umher auf der Suche nach der Kraulschimmpartnerin, aber das Becken ist groß 50 Meter halt, ich musste ein paar Mal hin- und herschwimmen, um alles gründlich abzusuchen. Ohne Erfolg, die Kraulschwimmpartnerin stand nämlich bereits am Beckenrand.

    Wir gingen dann noch kurz ins Dümpelbecken, dort war wieder starker Parfümalarm (vielleicht kaufe ich auch noch eine Nasenklammer, wobei ich Nasenklammer doch ein kleines bisschen uncool finde) und dann nach Hause.

    Bis nächste Woche muss ich unbedingt die Dehnübungen für Füße und Waden konsquent ausführen, Krämpfe waren nämlich auch dieses Mal wieder ein viel größeres Problem als Kraft oder Kondition. Diese Übungen kann ich sehr gut in der Teeküche im Büro am Fenster machen, der Sims dort hat exakt die richtige Höhe. Ab morgen also mindestes einmal täglich ein Küchenschwätzchen mit Kaffee.

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