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    Sonntag, 16. Februar 2014
    Blogging November 838

    Heute gelang es mir, ein weiteres Buch zu Ende zu lesen. Das hebe ich so heraus, weil ich einerseits in den letzten Jahren ganz oft Bücher eben nicht zu ende lese - entweder im ersten Drittel, weil sie mir nicht gefallen, was ich unproblematisches Verhalten finde, oder aber, und das finde ich von mir selbst merkwürdig, auf den letzten 50 Seiten. Nämlich an der Stelle, wo der Ausgang klar ist und nur noch ausformuliert wird, also wo sozusagen die Aufräumarbeiten im Roman stattfinden. Das ist sicher Typsache - ich finde ja auch das Wegräumen nach einer Party nicht toll und auch nicht die Aktenablage im Büro. Für andere ist das Verweben der losen Enden sicher spannend.

    Andererseits bin ich sehr erstaunt, wie lange ich anscheinend momentan zum Lesen brauche. Früher habe ich Bücher weggefressen wie ein Schredder, heute brauche ich einen Monat pro Buch. Gut, das aktuelle Buch hatte rund 1500 Seiten, das sind dann also pro Tag etwa 50 gewesen und wenn man bedenkt, dass ich ja nebenher noch einige andere Sachen mache, ist das vielleicht okay.

    Es handelte sich bei dem Buch übrigens um

    Patrick Rothfuss: The Wise Man's Fear

    Das ist die Fortsetzung von diesem, es soll noch einen dritten Teil geben, aber der ist noch nicht fertig geschrieben.

    Inhaltlich ist deshalb ohne Spoiler auch nichts zu sagen, es geht halt so weiter wie in Band 1. Habe ich gerne gelesen, mich gut unterhalten gefühlt und trotzdem nachts gut geschlafen. Außerdem wüsste ich gern, wie es weitergeht. Was will man mehr.

     
    Ja du hast recht wenn man am ende ist gibt es Bücher bei denen es noch eine halbe ewigkeit dauert bis sie dann tatzächlich zuende sind, dann gibt es aber auch welche bei dene es so plözlich aufhört, dass das ende noch überhaupt nicht fest steht (welche ich hasse) und dann gibt es die die so aufhösen wie man es sich vorstellt.

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    Ich hab ja leider den Zwang, Bücher zuende lesen zu müssen, was einem dann solche Vergnügen wie "Hannibal" beschert (dieser Schrott von Thomas Harris, die überflüssigste und schlechteste Fortsetzung aller Zeiten). Übrigens das einzige Buch, das ich jemals direkt nach dem Lesen weggeworfen habe.

    Jedenfalls ... was wollte ich eigentlich sagen?

    Ach ja: Mein Lesepensum ist auch stark geschrumpft. Ich gebe dem mobilen Internet die Schuld daran. Früher hab ich auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg immer Bücher gelesen, heutzutage surf ich ständig sinnlos rum.
    Aber ich hab beschlossen, dass ich mir in der neuen Wohnung eine total gemütliche Leseecke einrichte, so versteckt hinter dem Fernseher, das wird total super, so wie früher, wo man sich als Kind immer Höhlen aus Decken und so gebastelt hat.

    Außerdem bin ich schon bei Roman #5 dieses Jahr, was beschwer ich mich eigentlich ...
     
    Es gibt noch mehr davon? Zwanghafte Zuendeleser? Puh. Bei mir das Problem: und wenn es noch so schlecht ist, wenn ich's nicht fertiglese, kann ich's nicht vergessen ... Darum bin ich ja immer dankbar für brauchbare Tips. (Und Warnungen.)
     
    Ich hatte in den letzten xx Jahren das Glück, dass nur dieses eine miese Buch dabei war. Es gab die eine oder andere Enttäuschung (u.a. Das Parfüm (Süskind), Elf Minuten (Paulo Coelho)), dafür aber auch echte Highlights (alles von Murakami - das muss ich aber sagen als Fanboy :D (wobei der aktuelle Roman schon stark plätschert), Terror von Dan Simmons, weil es näher als erwartet an der Historie war) und eins, das sich direkt und unerwartet in meine Top 3 katapultiert hatte, obwohl es sicher das deprimierendste Buch aller Zeiten ist: Die Straße (McCarthy).
     
    Danke! Coelho meide ich bereits, und The Road -- großartig. Also werde ich mal den Simmons anschauen; Murakami habe ich wohl auch noch nicht ganz komplett.
    (Falls Sie eine Warnung möchten: Die Analphabetin, die rechnen konnte. Bin ich froh, wenn das weg kann. Und was ich mochte: Mitchells Cloud Atlas.)
     
    @gren das mit der neuen Wohnung musst du mir sowieso nochmal genauer erklären.

    @nemorosa man kann sich von dem Zuendelesezwang aber sicher befreien!
     
    Ja, ich kann es bleiben lassen mit dem Fertiglesen. Deswegen habe ich ein paar schrecklich schlechte Roman- und Krimianfänge im Kopf. Glauben Sie mir, Fertiglesen ist da die bessere Alternative.
     
    Danke für den Tipp, nemorosa. Ich hab mir für dieses Quartal noch Ayn Rand vorgenommen, da wartet also noch anstrengende Kost auf mich, so zwischen den ganzen Game of Thrones-Romanen, durch die ich mich einfach arbeiten will, weil die zur aktuellen Literaturgeneration gehören. Das ist wie Potter, dem darf man sich nicht verwehren.

    Ansonsten mach ich mal Eigenwerbung, auch wenn ich nur der Herausgeber bin ;) : Das Sterben ist ästhetisch bunt

    Man kommt so selten dazu, das anzupreisen, sorry. :D
     
    Game of Thrones hab ich ja auch mittendrin aufgehört. Wurde mir langweilig.

    Mit deinem Buch hab ich letzten Sommer mal eine Mücke erschlagen, im Affekt, im Nachhinein erschien mir das dann passend. (Gelesen hab ich das ja schon vor ein paar Jahren, also nicht, dass du denkst, das dient hier nur als Handwerkszeug...)
     
    Die zermatschte Mücke macht sich bestimmt gut als Coverergänzung. :D

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