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    Montag, 30. August 2010

    Mysteriöser Anruf vom ehemaligen Vermieter, 5 Jahre nach Auszug, ob wir wohl vom Nachbarhaus noch einen Schlüssel hätten. Zunächst nicht genau verstanden, was er meint und von der Nachbarwohnung ausgegangen, zu der wir aber auch nur zum Blumengießen zu Urlaubszeiten den Schlüssel hatten. Tatsächlich war aber das NachbarHAUS gemeint, und der Schlüssel dort für Haustür und Dachboden, denn man müsse dort hin, um die Regenrinne unseres (ehemaligen) Hauses zu reinigen, an einer Stelle, die ansonsten nicht zugänglich ist. Bedauernd geäußert, dass wir diesen Schlüssel leider nie hatten, die Nachfrage wie um alles in der Welt dann die Regenrinne an dieser schwer zugänglichen Stelle denn jemals gereinigt wurde mit „Ich weiß es leider nicht“ beantwortet und eher in einem Nachsatz vorgeschlagen, doch im Nachbarhaus einfach zu klingeln, entweder bei den Dachgeschossbewohnern oder beim Hausmeister, um auf diese Weise Zugang zu verabreden. „Das wird man dann wohl machen müssen...“ lautete die zögerliche Antwort. Es ist mir unbegreiflich, wie manche Leute sich in der Welt zurechtfinden können.

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    Neu bemerkt: Ich fuchtele beim Reden so mit den Händen, dass mir bei Stehempfängen immer was aus dem Glas schwappt. (Anmerkung: nüchtern. Wasserglas).


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    Ungewohnt pessimistisch kann ich Ihnen mitteilen, dass Sie in nächster Zeit hier viel wutschnaubendes über die Packstation lesen werden. Heute Abend holte ich nämlich drei Pakete ab, die sich dort angesammelt hatten - man kommt ja zu nix. Zu Hause stellte ich dann fest, dass eins der Pakete gar nicht für mich ist, sondern für jemanden, den ich nicht kenne. So dass ich vermute, jemand anders - bestenfalls der eigentliche Empfänger des Paketes, das ich habe - hat meine Lieferung.

    [Wichtiger Einschub: Fragen Sie jetzt nicht, was in diesem Paket, das hier bei mir auf dem Tisch steht, drin ist. Jeder fragt das, anstatt angemessen betroffen oder vereint im Hass auf DHL oder gar mit konstruktiv-optimistischen Vorschlägen zu reagieren. Ich weiß nicht, was drin ist und ich will es auch gar nicht wissen, die Post anderer Leute interessiert mich nicht. Ich bin hier die Hauptperson und nicht das fremde Paket. Und in meinem Paket ist ein Geburtstagsgeschenk für Mademoiselle.]

    Jedenfalls habe ich die Fragestellung selbstverständlich sofort gegoogelt, sinkenden Mutes aber immerhin mit dem Highlight, auf den Begriff "Packstation-Wichteln" zu stoßen. Da ich fest entschlossen bin, weder die kostenpflichtige Packstation-Hotline anzurufen, noch mich in eine Post-Warteschlange einzureihen, habe ich nun an DHL eine Mail geschickt und um Regelung gebeten. Außerdem an den Verkäufer meiner Lieferung gemailt, damit er weiß, was zu tun ist, sollte mein Paket an ihn zurück gehen. Und zu guter Letzt noch den Namen auf dem Paket im Telefonbuch ausfindig gemacht und eine Anrufbeantworternachricht hinterlassen - hoffentlich bei der richtigen Person und nicht bei einem Namensvetter. Ich bin gespannt, was nun passiert.

     
    Gut, daß Sie nicht wissen wollen, was drin ist. Sieht man ja in Filmen oft genug, daß da dann ein Fremder um sich fliegende Ohren hat oder so...

    Ich muß auch mein Packerl holen. Aber nicht vom Postamt 2 Häuser weiter - wäre ja zu einfach. Nönö... muß da erst mal... gute Frage, 2x Straßenbahn hin oder so...
    Und wehe es ist nicht da und der Bote hat den falschen Zettel hinterlegt.. dann rappelts - aber nicht im Karton ; )

    Drücke die Daumen, daß Ihr Packerl ungeöffnet und sehr bald wieder auftaucht.
     
    Naja, an fliegende Ohren hatte ich jetzt nicht gedacht. Der Absender ist eine Apotheke - könnte also sein, dass der Empfänger das Paket sogar mit einiger Dringlichkeit erwartet und - oh, das fände ich schön - dem DHL schon seit 4 Tagen (so lange hab ich es nämlich in der Packstation gammeln lassen) die Hölle heiß macht und die sich morgen unendlich dankbar bei mir melden, das Paket hier abholen um den seit 4 Nächten vor der Postfiliale mahnwachenden Empfänger zu besänftigen, und mir meins gleich mitbringen. Hach das wäre wunderbar!

    Ich glaube aber nicht so recht dran. Mein Päckchen hätte ich aber schon gern, ob geöffnet oder nicht ist egal, es ist eh ein gebrauchtes Buch, denn es ist nicht mehr lieferbar und ich hab über 1 Jahr gestöbert, bis ich es gefunden habe.

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    So Packstationdramen gab es bei uns auch schon. Sehr lästig, kann ich da nur sagen, viel hin und her und niemals kann man sicher sein, daß alles am Ende geregelt sein wird.
     
    Immerhin, meine Sache ist ja nun geregelt. Nur der andere Mensch wartet noch und niemand macht Anstalten, diesen Zustand zu beenden. Ich habe jedenfalls mittlerweile 3x eine Mail an den "Kundenservice" abgeschickt und noch keine Antwort bekommen.

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    Vorsicht: Paket
    Liebe Frau N.,
    Mit fast 91 Prozent Sicherheit vermute ich dass das unbekannte Paket für mich bestimmt ist. Ich erwarte nämlich ein solches schon seit drie Monaten.
    Seien Sie aber heutzutage sehr vorsichtig mit unbekannten Paketen. Man kann nie wissen.
    Gruß, T.
     
    Das kommt aber dann nicht hin, denn dieses bei mir befindliche Paket wurde erst kürzlich abgeschickt. Außer natürlich, in der Packstation wäre noch eine Art Zeitschleife installiert. Was - Vorerfahrungen berücksichtigend - auch nicht auszuschließen ist...

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    Kenn ich, immer wieder zu Scherzen aufgelegt, die Packstation:
    http://tinyurl.com/36vb43s
    Schönen Gruß
    Cati
     
    Achja Sie waren das. Ich erinnerte mich, so etwas gelesen/gehört zu haben, aber wusste nicht mehr wo!

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