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    Montag, 7. September 2020

    Zu müde. Wir müssen hier vermutlich einen Moment auf andere Zeiten warten.

    Sonntag, 6. September 2020
    Urlaub 16

    Also, Nerven habe ich genug gelassen in diesem Urlaub. Jetzt ist er zu Ende, wäre schön, wenn dann jetzt alles wieder normal wird. Ach nee, ist ja Pandemie. Meine Güte!

    (Clusterkontakte heute: keine)

    Samstag, 5. September 2020
    Urlaub 15 - WmdedgT 9/2020

    (Alles zu WmdedgT bei Frau Brüllen.)

    Der Tag heute war vom Kopf her so unglaublich anstrengend, dass ich nicht sicher bin, ob ich ihn fertig beschrieben bekomme, bevor ich vor Erschöpfung einschlafe. Mal gucken.

    Der Wecker klingelte jedenfalls sehr früh, 6 Uhr oder so, denn um kurz nach 7 brachen wir zum Flughafen auf. Wir waren M und ihre Freunde - M flog heute zu ihrem Auslandsschulhalbjahr nach England und die Freunde wollten sie am Flughafen verabschieden. Es ist sowieso schon einmal enorm anstrengend, einen Teenager, der sich für mehrere Monate verabschiedet, irgendwie mental so in der Waage zu halten, dass die Situation nicht komplett entgleitet. Zusätzlich war der Flughafen anstrengend, da ist nämlich alles mögliche gesperrt, Parkhäuser, Bereiche etc. - die Wege, die ich sonst im Schlaf kenne, funktionieren nicht und so irrten wir herum wie man etwas tüddelige Seniorentouristen.

    Dafür ging der Rest schnell, naja, das Baggage-Drop-Off wollte den Koffer nicht erkennen (weiß nicht warum, groß genug war er definitiv!), also doch noch an einen Schalter und dann war alles erledigt und wir standen vor dem Bordkartencheck und verabschiedeten uns. Jo. Das war das.

    Danach musste ich natürlich online den Flug des Flugzeugs bewachen, das ging (natürlich) alles glatt, die "Immigration" ging auch glatt, da ist ja bei Minderjährigen und Aufenthalt über 90 Tage und noch Corona derzeit etwas mehr Papierkram erforderlich, dann war ein Bahnsteig zu finden, ein Ticket zu kaufen, der Zug zu finden, zwei Stunden Zugfahrt und dann die Gastfamilie am Bahnhof finden. Ebenfalls alles problemlos und nur kurz mal Verwirrung, weil das Zugticket in zwei Teilen ausgestellt wurde, aber der Zug durchfuhr, vermutlich irgendwas mit unterschiedlichen Tarifen oder Betreibern oder was weiß man. Jedenfalls alles gut.

    Thema zwei waren diverse Telefonate mit der Familie, Mama N. ist nämlich im Krankenhaus und die Situation nicht wie geplant bzw. erhofft, alles sehr, sehr, sehr anstrengend aber ich möchte keinesfalls mehr darüber schreiben, weil ich ja schon unglaublich viel darüber rede. Sie dürfen aber gern die Daumen drücken, dass sich das alles in Wohlgefallen auflöst, ausgeschlossen ist das nicht, aber eben bisher auch nicht der Fall.

    Dann rief in all dem Durcheinander noch eine Mitarbeiterin an, die einen Autounfall hatte, auch da war für mich eigentlich gar nichts zu tun denn weder war der Autounfall beruflich noch arbeitet sie am Wochenende, sie war aber auch sehr aufgeregt und brauchte vielleicht einfach irgendwie jemanden, dem sie das jetzt erzählen konnte, nachdem ich herausgefunden hatte, dass sie nichts allzu ernstes passiert war und sie auch schon medizinisch versorgt war, hörte ich also im Wesentlichen einfach nur zu.

    Mit all dem beschäftigte ich mich übrigens nicht von zu Hause aus. Das hatte ich erst gemacht aber Herr N ist auch nicht daheim (sondern in Hamburg beim Twahoi), also war ich in Wirklichkeit zwar im Kopf komplett überbeschäftigt aber in echt zu keinem Zeitpunkt eigentlich wirklich für irgendwas in einer tragenden Rolle zuständig. Ich ging deshalb schon zum Frühstück zu Freundin @schanuf, weil Ablenkung ja immer gut tut, und der Einfachheit halber blieb ich bis nach dem Abendessen. Das Mittagessen haben wir ausfallen lassen, weil das Frühstück ja recht spät war, oder vielleicht war der Prosecco das Mittagessen.

    Irgendwann gegen Dämmerung - wann ist das derzeit, ca. 20:30 Uhr? - ging ich zu Fuß nach Hause und werde gleich irgendwann schlafen gehen. So einen Tag kann man nur wegschlafen, das war alles ganz unangemessen anstrengend.

    Freitag, 4. September 2020
    Urlaub Tag 14 - Metallkatze

    In der Nacht wachte ich auf uns wusste nicht mehr, wo die silberne lebendige Katze aus Metall ist. Ich war auch nicht sicher, wo sie sein müsste. Eigentlich ist ihr Schlafplatz im Kleiderschrank aber den hatte ich ja neulich aussortiert und neu eingeräumt und dabei gar kein Katzenlager errichtet. Wann hatte ich diese Katze eigentlich zum letzten Mal gesehen? Irgendwas musst ich doch auch mit ihr machen, füttern nicht, ich konnte mich gerade nicht erinnern, was mit ihr zu tun war, aber es war wichtig. Erstmal die Katze finden.

    Ich stand auf. Im Flur lagen die zwei schwarzen Fellkatzen, eine in ihrem Pappkörbchen und eine auf dem Schrank. Die im Pappkörbchen sprang auf und wuselte mir zwischen den Beinen herum. Ich streichelte sie und versuchte mich zu erinnern. Was war nochmal mit der lebendigen Metallkatze? Sie war etwas größer als die Fellkatzen aber auch etwas feingliedriger mit einem eher länglichen Kopf. Und sie war aus silberfarbenen, matt gebürsteten Metall das sich unter der Hand sehr angenehm anfühlte. Sie sah nicht niedlich aus, eher elegant bis gefährlich. Vom Körperbau wie eine Bengalkatze. Wo war sie bloß? Seit wann war sie weg?

    Durch den Flur ging ich in die Küche, dann ins Arbeitszimmer. Ob sie auf dem Balkon war? Sie war eigentlich noch nie auf dem Balkon gewesen, dachte ich, aber sicherheitshalber öffnete ich die Tür und ging hinaus. Nacht, Mond, viele Sterne. Irgendwas war nicht richtig, nicht draußen oder in der Wohnung sondern in meinem Kopf, ich kam nicht genau dran, was, aber die Gedanken liefen auf Bahnen, die nicht die normalen waren. Irgendwas. Was war nochmal mit der Metallkatze, was war das nochmal für eine Metallkatze.

    Wenn die Gedanken so komisch laufen, ergibt Nachdenken keinen Sinn. Ich ging zurück in die Küche und trank ein Glas Wasser. Dann ging ich ins Wohnzimmer. Keine Metallkatze. Ich ging wieder in die Küche, schaltete das Licht ein und setzte mich mit dem Glas Wasser an den Küchentisch. Kopf sortieren. Metallkatze, Fellkatzen. Wer wohnt noch hier. Herr N. Noch wer? M. Noch wer? Zwei Fellkatzen. Noch wer? Eigentlich nicht. Sind die alle da? Ja, Herr N und M in ihren Betten, die Fellkatzen bei mir in der Küche, weil sie hoffen, es gibt jetzt etwas zu fressen. War im Schrank jemals ein Katzenlager im 2. Regalbrett? Nein, da lagen schon immer meine Pullis. Habe ich je eine Metallkatze gefüttert? Nein. Gab es hier je eine Metallkatze? Hm. Ich habe da so ein Bild vor Augen, aber es ergibt keinen Sinn. Ich kann mich an nichts erinnern, was die Metallkatze je getan hätte, außer in dem Katzenlager im Schrank zu sitzen und herauszuschauen, aber das Katzenlager gibt es ja nicht und gab es auch nie. Vermutlich gibt es also keine Metallkatze.

    Ich ging wieder schlafen.

    (Schlafwandeln ist anstrengend)

    Donnerstag, 3. September 2020
    Urlaub Tag 13

    Ich kann berichten, dass ich bei der Alltagszeugsbearbeitung nun wirklich bei der Kür angekommen bin. Es ist meist nur die aktuelle Post zu bearbeiten (meist: Rechnungen), kurz die Mailfächer aufzuräumen und so kam ich heute zu einer wirklichen Luxustätigkeit, nämlich der Kinderärztin einen kurzen Brief zu schreiben, um mich für eine gute Beratung im Frühjahr zu bedanken und das Ergebnis der Sache, zu der die Beratungen statt fanden, zu schildern. Dass ich jemals so weit aufgeräumt habe, dass ich zu sowas komme, hätte ich nicht gedacht. Möglicherweise schreibe ich demnächst sogar noch pünktlich Geburtstagskarten!

    November seit 5302 Tagen

    Letzter Regen: 07. September 2020, 22:30 Uhr