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Freitag, 11. Januar 2013
Blogging November - 435

Gestern noch den Hausmeisterinnenmann getroffen, als ich abends auf dem Weg zur Garage war, um einen Sack Katzenstreu zu holen. Ich hatte ein Teppichmesser dabei. Mein Teppichmesser. Ich habe ein eigenes Teppichmesser, orange, das eigentlich niemand außer mir anfassen soll, das lässt sich aber nicht gut durchsetzen, also muss es nur auf jeden Fall immer in die Besteckschublade zurückgelegt werden. Ich wurde schon häufiger von Gästen gefragt, warum in meiner Besteckschublade ein Teppichmesser liegt. Das ist ganz einleuchtend: die Küche ist bei uns eine Wohnküche, sämtliche Kartons und Pakete zerrt man also beim Heimkommen in die Küche und möchte sie dort öffnen. Mit Scheren herumzuprokeln ist mir zu albern, ich benutze dazu ein Teppichmesser, und wehe, das liegt nicht in der Küchenschublade. Weiter brauche ich das Messer zur Reinigung des Ceranfeldes, um Katzenknabberstangen in kleine Stücke zu zerteilen, Martinslaternen zu basteln und Plätzchenteig oder Knete in spezielle Formen zu schneiden.

Das Katzenstreu besteht aber nun aus zwei 14-kg-Säcken in einem Karton, der Karton steht in der Garage, ich wollte nur einen Sack auf einmal tragen, daher hatte ich das Teppichmesser dabei. Alles ganz und gar logisch.

Der alkoholisierte Hausmeisterinnenmann verkannte jedoch die Lage gründlich. Erst schwankte er erfreut auf mich zu, stolperte dann erschreckt zurück, um nach einem kurzen Moment des Nachdenkens wieder jovial von der Seite angetaumelt zu kommen und "Isch weiß wofür du das Messer has, das is guuuuut!" zu raunen und "Eine Frau mussich verteidign könn. Sollich mitkomm?" "Ähm, wohin, in die Garage?!", fragte ich. "Die sinnich inner Garage", erwiderte er. "Die stehen noch vorrer Türe." Es stellte sich heraus, dass der Hausmeisterinnenmann im Hof torkelte, weil es kurz zuvor einen Klingelstreich gegeben hatte und seine Frau ihn schickte, nach dem Rechten zu sehen. Und in mir glaubte er, bewaffnete Verstärkung gefunden zu haben.

Das ist aber alles ganz nebensächlich, der springende Punkt ist, dass ich heute wieder mit einem Päckchen nach Hause kam und das Teppichmesser nicht finden konnte. Wo habe ich es nur gestern Abend abgelegt?




Heute vor zig Jahren:

In der 2. Biostunde hat Pe Skiausleihe und ich tue einfach so, als hätte ich auch nochmal Skiausleihe und gehe mit. In Mathe gibt es eine Arbeit zurück: 1. Nach der Schule steht plötzlich Z vor der Schule, zusammen mit einer kleinen anderen Glatze. Sie bestehen darauf, uns zur S-Bahn zu begleiten, Z sagt, er hätte Sehnsucht nach uns gehabt. Wir steigen dann in eine ganz andere S-Bahn, als wir eigentlich müssten, und erst, als wir sicher sind, sie abgeschüttelt zu haben, fahren wir nach Hause. Anja ruft an, dass sie meine Bioarbeit mitgenommen hat und ich da auch eine 1 habe.

Nach dem Essen rief Pe2 an, erzhählte aber nichts interessantes. Spanisch war auch langweilig, zum Fechten ging ich nicht und statt dessen mit Pe spazieren und sie meinte, als wir um eine Ecke bogen, Z an einer Bushaltestelle zu sehen und zog mich schnell zurück. Wir gingen dann einen großen Bogen nach Hause und trafen eine aus unserer Klasse, die uns sagte, heute wäre ein Skin an unserer Schule gewesen, der uns gesucht hätte.

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