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Donnerstag, 10. Januar 2013
Blogging November - vielleicht 434

Im Büro gibt es vielleicht eine Zeitschleife.:Vor ein paar Tagen bekam ich von einem Mitarbeiter eine Mail er habe gerade in der Post Unterlage A und B erhalten, er würde mir A weiterschicken, ob ich B auch bräuchte. Ich bat darum, beides zu schicken.

Heute kam Unterlage B. Ich kratzte mich am Kopf, suchte die Mail von neulich heraus und schrieb nochmal, es habe vielleicht ein Missverständnis gegeben, B sei jetzt da, aber was wäre mit A?

Postwendend schickte der Herr ein Flame an seine Sekretärin und mich, es könne nicht sein dass die Hauspost mehrere Tage für ein Stockwerk braucht und er habe exakt am Montag, den 7.1.2013 A in einem Umschlag und B einfach so zum verschicken auf ihren Tisch gelegt, nämlich gerade zu dem Zeitpunkt, als er selbst die Unterlagen druckfrisch erhalten hatte, jemand habe seine Unterlagen gestohlen oder verloren, sowieso würde nie irgendwer irgendwas gut für ihn erledigen, alle wären inkompetent.

Die Sekretärin und ich dachten angestrengt nach. Sie konnte sich gut erinnern, B verschickt zu haben, hatte A und Umschlag aber nie gesehen. Und die Postverteilungsperson und ich hatten auch keine Erinnerung an einen derartigen Umschlag. Sicherheitshalber schaute ich in meinen Akten nach, manchmal erledigt man bekanntlich mehr, als man je für möglich gehalten hätte. Tatsächlich fand sich dort Unterlage A. Allerdings: abgelegt Anfang Dezember letzten Jahres. Um noch einmal ganz sicher zu gehen, zog ich die Liste hervor, in die ich eintrage wer was abgegeben hat. Der Herr war mit Unterlage A eingetragen, die Liste wird mit automatischem Datumsstempel ausgedruckt, dieser war von Dezember 2012.

Man sieht sich dann im ersten Moment mit wehenden Fahnen durchs Büro ziehen, eine flammende Rede halten und Beweis A, B, C auf den Tisch des Unruhestifters knallen. Aber so läuft es ja nicht. Tatsächlich schlägt man ein bisschen den Kopf auf die Tischplatte, rollt mit den Augen und murmelt: "Ich habe keine Zeit für so einen Schwachsinn." Dann ruft man den Idioten an und sagt: "Ich habe den Umschlag gerade gefunden. Er lag auf meinem Tisch und hing hinter einem anderen fest. Tut mir leid, dass es so ein Durcheinander deshalb gab." Und dann schweigen alle etwas verblüfft - die Sekretärin, man selbst und nicht zuletzt auch der Angerufene. Vielleicht gibt es doch keine Zeitschleife. Und wenn darüber alle Beteiligten Bescheid wissen, ist alles in Ordnung.




Heute vor zig Jahren:

In der Schule ist in der 1. Stunde ein Frühstück und in der 2. eine Projektbesprechung und dann gehen wir ins Theater. Zu Klavier kann ich nicht gehen, weil das Theaterstück so lange dauert.

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