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    Dienstag, 7. September 2010

    Das Allerlustigste war heute, als mein Büro-PC Zicken machte, ich einen Supportler anrief und dieser dann per Fernwartung auf meinem Rechner Dinge tat. Und während er den Mauszeiger bewegte, Programme testete, sich selbst die erscheinenden Fehlermeldungen über mein Account zumailte (mit lustigen Texten dazu weil er wohl einen Clown gefrühstückt hatte), kam ein anderer Mensch herein um etwas mit mir zu besprechen.

    Höflich, wie ich bin, nahm ich die Hände von der Tastatur und wandte mich ihm zu. Neugierig, wie er ist, wanderte sein Blick irgendwann auf meinen Bildschirm und erstarrte. Fragte, dann, ob ich eine Art Zusatzprogramm hätte, das Mails ganz automatisch verschickt, oder ob ich ein sehr umfangreiches Macro erstellt hätte, und es gelang mir, absolut ernsthaft zu antworten, das sei kein programmierter Ablauf, vielmehr würde ich den PC mit meinen Gedanken steuern.

    Man sah im an, dass er das nicht glauben konnte. Man sah ihm aber auch an, dass er keine andere Erklärung fand.

    Ich musste dann leider nach Hause und konnte das nicht mehr aufklären.

    Montag, 6. September 2010

    Breaking News: der blaue Fleck im Daumennagel, den ich mir am 26. Juni beim Quetschen in einer Autotür zuzog, ist mit dem heutigen Nägelkauenschneiden herausgewachsen. Etwa 1,5 cm Fingernagel wachsen also in noch nichtmals 3 Monaten. Ich hätte gedacht, das dauert länger.

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    Wirre Träume in der Nacht. Zuerst das Auto, das trotz aller Bemühungen nicht bremsen wollte, dann die Brille, die ich nicht greifen konnte sondern versehentlich immer ein Stück weiter wegschubste, dann der Wasserhahn, der sich nicht richtig zudrehen ließ und immer weiter tröpfelte. Halb aufgewacht – aber eben halb, nicht ganz, daher nur mit dem Traum ein bisschen diskutiert in der Richtung „ok, die Symbolik ist angekommen, herzlichen Dank und wir machen dann jetzt wieder Tiefschlaf, ok?“. Der Traum legte noch nach, mit dem Telefon, auf dem das Wählen nicht gelang (ein Klassiker!) und wurde dann übermütig, versuchte sich an einem langen Wollkleid, das sich von unten langsam aufribbelte, unaufhaltsam. „Ähm – Wollkleid? Also mal ehrlich. Wollkleid ist nicht, beim besten Willen. Und das nach dem Telefonklassiker! Keine meiner Realitäten enthält ein Wollkleid. Albern!“ Der Traum wurde unsicher, das Wollkleid ribbelte sich schneller auf. Verächtliches Schnauben der Träumenden. Anstelle des Wollkleides trat ein Buch, bei dem man die richtige Seite einfach nicht finden konnte. Eigentlich bewährter Standard, konnte die Sache nun aber auch nicht mehr reißen. Wollkleid... pah!!

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    Einen Anruf von einem geschäftlichen Kontakt gehabt, Name gut bekannt aber plötzlich anderer Firmenname. Nachgefragt und eine halbe Stunde Geschichten um die Ohren bekommen, von langer Krankheit und unrechtmäßiger Kündigung und Klage und dem neuen Job und dass es völlig ok ist, nun erstmal ganz unten wieder einzusteigen, aus diversen Gründen. Große Übelkeit verspürt vor dieser Mischung aus Pech, Unter-aller-Sau-Verhalten des alten und neuen Arbeitgebers und Nachtreten und Schönreden und der Tatsache, dass ich all das überhaupt höre. Die Leute haben Freunde und die Leute haben Anwälte, ich bin weder das eine noch das andere. Froh gewesen, als das Gespräch beendet war.

    Sonntag, 5. September 2010

    Meine Tochter behauptet steif und fest, drei Arme zu haben, meine Schwester hat meine Knirsch-Schiene im Küchenmixer geschreddet und meine Mutter sagt, dass das Touchpad ihres Laptops nicht funktioniert, wenn er am Strom hängt - außer man streckt ein Bein aus und winkelt das andere an, platziert das Gerät mit dem hinteren Ende knapp unterhalb der Kniescheibe und lehnt den Oberkörper leicht zurück. Und das Schlimme: es stimmt auch noch.

    Ein ganz normaler Tag mit meiner Familie also.

    Samstag, 4. September 2010

    Heute war der große Tag, an dem ich das "Packet" wieder los wurde. Allerdings nicht mit Hilfe des Fehlsendungsverursachers, sondern höchst eigenmotiviert. Ich brauchte nämlich bunte Briefmarken (Wunsch von Mademoiselle) und war gnädiger Stimmung, so dass ich die unendlichen Mühen auf mich nahm, die Sendung eigenhändig zur Postfiliale zu verschaffen.

    Dort wollte man sie allerdings nicht annehmen. Ich sollte an der Packstation auf den Einlieferer warten, wurde mir geraten. Nur, mal ehrlich - was sollen die tun? Wie kann man eine Person zwingen, ein Paket, das sie auf einen Postschalter gelegt hat, wieder mitzunehmen? Sie liefen hinter mir her, sie liefen um mich herum, es war ein Heidenspaß. Die Sache hat sich also doch noch gelohnt.

    Ansonsten viel unterwegs und im Arztwartezimmer mit mindestens 2 Dekaden Abstand die Jüngste gewesen. Gesprächen über die Reihenfolge von Hausnummern, künstliche Hüftgelenke, Beckenoperationen und deren Auswirkungen auf das Eheleben sowie über Schrauben und Drähte in verschiedenen Teilen des Skelettes beigewohnt und am Ende froh gewesen, ohne Befund und nur mit einer schnell noch hinterhergeschobenen Impfung davon zu kommen, auch wenn es wirklich mehr als ausreichend Zeit gedauert hat.

    Freitag, 3. September 2010

    Search request: ich brauche einen titel für eine kleine geschichte über sonnenschein , regen und erkältung

    Das lassen wir für heute einfach mal so stehen. Die wesentlichen Themen des Lebens sind damit ja auch abgehandelt.

    Donnerstag, 2. September 2010

    Erschreckend viele Leute, die sich online über die Packstation beklagen [nein, ich bin mit dem Thema noch nicht ganz durch], schreiben übrigens "Packet". Die haben es dann auch irgendwie verdient.

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    Unendlich aufregen könnte ich mich über diesen "anonymisierte Bewerbungen" und "Bewerberausspähung im Netz"-Mist. Allerdings kann ich gar nicht so schnell tippen, wie ich mich aufregen möchte (und das will bekanntlich was heißen). Ich sollte (noch) weniger Zeitung lesen, das ist besser für den Seelenfrieden.

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    Manche Leute wollen dann auch offenbar gar nicht eingestellt werden, bzw. sie kommen am ersten Arbeitstag einfach nicht. Auch mal was Neues. Immerhin niemand, den ich eingestellt habe, das wäre mir nämlich schon peinlich.

    Dienstag, 31. August 2010

    Nachdem ich schon extra einen "paper trail" in Erwartung des baldigen groß angelegten Verfahrens novemberregen ./. DHL vorbereitet hatte, fand ich mein Paket heute Nachmittag im Hof. Sie verstehen jetzt sicher nicht, warum es im Hof lag, wo es doch an eine Packstation gehen sollte und es generell unüblich ist, Post unquittiert in einem Hof abzulegen. Mit diesem Unverständnis sind sie nicht allein.

    Für das andere Paket, das ich habe, scheint sich niemand zu interessieren. Die Leute, denen ich auf den Anrufbeantworter gesprochen habe nicht, und auch DHL scheint einen recht entspannten Umgang mit dem Eigentum der Kunden zu pflegen. Adrian, Larry und Robert sollen sich was schämen!

    Dienstag, 31. August 2010

    Mysteriöser Anruf vom ehemaligen Vermieter, 5 Jahre nach Auszug, ob wir wohl vom Nachbarhaus noch einen Schlüssel hätten. Zunächst nicht genau verstanden, was er meint und von der Nachbarwohnung ausgegangen, zu der wir aber auch nur zum Blumengießen zu Urlaubszeiten den Schlüssel hatten. Tatsächlich war aber das NachbarHAUS gemeint, und der Schlüssel dort für Haustür und Dachboden, denn man müsse dort hin, um die Regenrinne unseres (ehemaligen) Hauses zu reinigen, an einer Stelle, die ansonsten nicht zugänglich ist. Bedauernd geäußert, dass wir diesen Schlüssel leider nie hatten, die Nachfrage wie um alles in der Welt dann die Regenrinne an dieser schwer zugänglichen Stelle denn jemals gereinigt wurde mit „Ich weiß es leider nicht“ beantwortet und eher in einem Nachsatz vorgeschlagen, doch im Nachbarhaus einfach zu klingeln, entweder bei den Dachgeschossbewohnern oder beim Hausmeister, um auf diese Weise Zugang zu verabreden. „Das wird man dann wohl machen müssen...“ lautete die zögerliche Antwort. Es ist mir unbegreiflich, wie manche Leute sich in der Welt zurechtfinden können.

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    Neu bemerkt: Ich fuchtele beim Reden so mit den Händen, dass mir bei Stehempfängen immer was aus dem Glas schwappt. (Anmerkung: nüchtern. Wasserglas).


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    Ungewohnt pessimistisch kann ich Ihnen mitteilen, dass Sie in nächster Zeit hier viel wutschnaubendes über die Packstation lesen werden. Heute Abend holte ich nämlich drei Pakete ab, die sich dort angesammelt hatten - man kommt ja zu nix. Zu Hause stellte ich dann fest, dass eins der Pakete gar nicht für mich ist, sondern für jemanden, den ich nicht kenne. So dass ich vermute, jemand anders - bestenfalls der eigentliche Empfänger des Paketes, das ich habe - hat meine Lieferung.

    [Wichtiger Einschub: Fragen Sie jetzt nicht, was in diesem Paket, das hier bei mir auf dem Tisch steht, drin ist. Jeder fragt das, anstatt angemessen betroffen oder vereint im Hass auf DHL oder gar mit konstruktiv-optimistischen Vorschlägen zu reagieren. Ich weiß nicht, was drin ist und ich will es auch gar nicht wissen, die Post anderer Leute interessiert mich nicht. Ich bin hier die Hauptperson und nicht das fremde Paket. Und in meinem Paket ist ein Geburtstagsgeschenk für Mademoiselle.]

    Jedenfalls habe ich die Fragestellung selbstverständlich sofort gegoogelt, sinkenden Mutes aber immerhin mit dem Highlight, auf den Begriff "Packstation-Wichteln" zu stoßen. Da ich fest entschlossen bin, weder die kostenpflichtige Packstation-Hotline anzurufen, noch mich in eine Post-Warteschlange einzureihen, habe ich nun an DHL eine Mail geschickt und um Regelung gebeten. Außerdem an den Verkäufer meiner Lieferung gemailt, damit er weiß, was zu tun ist, sollte mein Paket an ihn zurück gehen. Und zu guter Letzt noch den Namen auf dem Paket im Telefonbuch ausfindig gemacht und eine Anrufbeantworternachricht hinterlassen - hoffentlich bei der richtigen Person und nicht bei einem Namensvetter. Ich bin gespannt, was nun passiert.

    Sonntag, 29. August 2010

    Natürlich hätte ich das nie und nimmer geschafft!

    Wie immer kam aber alles ganz anders und glückliche Zufälle reihten sich aneinander. Zunächst fand ich einen Schuh von Mademoiselle auf der Straße, den wir noch gar nicht als verloren registriert hatten, dann hielt ein Busfahrer mitten auf der Strecke um mich aus dem beginnenden Platzregen zu erretten, weil er mich und meine üblichen Busrouten kennt (bzw. er kennt vermutlich eher Mademoiselle - Mademoiselle macht nämlich, wenn das Band ausgefallen ist, beim Halt an der S-Bahn-Station die etwa 5minütige Ansage, wohin und in welche Zugnummern man dort umsteigen kann und darf deshalb immer "vorne aussteigen" - "vorne aussteigen ist etwas wirklich absolut Besonderes. Vorne darf man nur einsteigen und den Fahrausweis vorzeigen respektive erwerben, dann darf man versuchen, auf einen Sitzplatz im (hinten) leeren Bus zu kommen bevor der Fahrer ruckartig anfährt, bzw. falls man vorn einen Sitzplatz ergattern kann, muss man sich dann in voller Fahrt kurz vor der Zielhaltestelle nach hinten durchschlagen, denn vorn darf man ja nicht aussteigen. Außer, man ist Mademoiselle. Ich wollte mich auch schon längst über das Prinzip "vorne nur einsteigen, hinten nur aussteigen" an der entsprechenden Stelle beschweren, aber man hat ja keine Zeit zu nix und meine Mailkapazitäten sind mit der verlängerten Konversation mit einem "Feldschutzmeister" bezüglich der Verkehrssituation an der Kindergartenampel gerade ausgeschöpft. Nehme der RMV also an dieser Stelle zur Kenntnis: Dieses Konzept ist Scheiße. Im Berufsverkehr gibt es extreme Verzögerungen, weil vorn in der Schlange jemand sein Kleingeld nicht parat hat, die 30 Berufspendler mit Monatskarte stehen dahinter im Regen. Rollator-Omas versperren die Busmitte, so dass nach ganz hinten, wo alles frei ist, keiner mehr durchkommt - vorn die Leute aber nicht mehr in den Bus passen -> wieder Verzögerungen. Wenn ich über 1000 Tacken für meine Jahreskarte latze, darf ich doch wohl eine mir beliebige Tür benutzen. Wer das Schwarzfahren eindämmen möchte, soll mehr Kontrolleure einsetzen, statt die Kunden mit hirnrissigen Türordnungen zu vergrätzen. Danke für die Aufmerksamkeit.), und beim Friseur kam ich zufällig früher vorbei und zufällig war der Termin vorher nicht erschienen, so dass alles höchst entspannt ablief.

    Heute hab ich mich den ganzen Tag "komisch" gefühlt, bedingt durch akuten Schlafmangel und das Übergreifen der Erkältung auf die Ohren. Ich höre nur noch ungefähr die Hälfte, verstehe davon ein Viertel, kann dafür aber selbst wieder richtig reden. Somit bin ich wohl im Bevölkerungsmittel angekommen.

    Donnerstag, 26. August 2010

    Ächz ächz - ich bin schrecklich verschnupft und dann funktioniert mein Kopf nie richtig. Deshalb habe ich vergessen, mir Gedanken über Kleidung für das Bürosommerfest (morgen) zu machen. Ist nicht so schlimm, den eigentlich ist der Schrank voll, nur ist im Moment der Wäschekorb voll anstelle des Schrankes. Bzw. gerade in exakt diesem Moment die Waschmaschine. Ob das bis morgen trocknet? Man darf gespannt sein. Ich weiß wirklich nicht, wie mir das entfallen konnte, es ist nicht so, dass ich mich mit dem Fest nicht schon ausreichend beschäftigt hätte - ich habe mich zwecks Arrangements der Logistik sogar wieder zwischen die Fronten des noch immer schwelenden Taxifahrerkrieges begeben, aus dem ich mich doch unlängst erst halbwegs elegant zurückgezogen hatte. Und ich habe sogar einen Friseurtermin vereinbart! Der allerdings nicht in direktem Zusammenhang zu dem Fest steht sondern allgemein fällig war, ich glaube nämlich, ich war in diesem Jahr noch bei keinem Friseur. Jedenfalls habe ich nichts darüber gebloggt, also kann ich ja auch nicht dagewesen sein. Gehe ich morgen hin, bzw. vielleicht, denn bei der Terminvereinbarung schien mir "2 Stunden vor dem Fest" äußerst geeignet. Mittlerweile denke ich, dass ich vielleicht etwas knapp kalkuliert habe. Notfalls muss ich vor dem Stylen gehen - dann hab ich nasse Haare und nasse Kleidung und jeder denkt, ich sei in den "starken Dauerregen" gekommen, der ja sowieso angesagt ist.

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